Die Initiativen

BioOK - Zulassungs- und Überwachungsverfahren für gentechnisch veränderte Nutzpflanzen - Rostock (2008 - 2011)

Der Wachstumskern

BioOK wurde 2005 als Innovativer regionaler Wachstumskern mit dem Ziel gegründet, eine Contract Research Organisation aufzubauen und Zulassungs- und Überwachungsverfahren für neue agrobiotechnologische Verfahren durchzuführen. Die gemeinsame BioOK GmbH bildet das einheitliche Portal des Bündnisses und vertritt die Dachmarke seit 2005 bei der erfolgreichen Etablierung auf dem Markt der Zulassung und Überwachung von gentechnisch veränderten Pflanzen (GVP). BioOK ist in der Region Ostseeküste (OK = OstseeKüste = okay) im Großraum Rostock angesiedelt. Das vorhandene Wissen in der Biosicherheitsforschung in der Region wird gepaart mit dem Know-how der Unternehmen, die über die Analysetechnologien verfügen, sowie einer einmaligen Infrastruktur zur Arbeit mit Pflanzen.

Die Ziele

Das heutige Zulassungsverfahren für gentechnisch veränderte Pflanzen (GVP) ist in Ermangelung einer wissenschaftlichen Fundierung des notwendigen Untersuchungsumfanges eine aufwändige Ansammlung unterschiedlichster Analyseverfahren. Das in der ersten Förderphase entwickelte Baukastensystem bringt durch optimierte Verfahren bereits eine Effektivitätssteigerung. BioOK will darauf aufbauend in einem zweiten Schritt einen Paradigmenwechsel in der Zulassungsprüfung von gentechnisch veränderten Pflanzen in Europa herbeiführen. Die heute aufwändige und teure Verfahrensweise soll durch ein wissenschaftlich begründetes integriertes Prüfsystem ersetzt werden. Die damit erreichbare Kostensenkung wird es auch kleinen und mittelständischen Züchtern ermöglichen, auf ihrem – in Zukunft auch durch GVP bestimmten – Markt mithalten zu können. Für BioOK bedeutet dies eine deutliche Erweiterung des Kundenkreises und eine Alleinstellung auf dem europäischen Markt.

BioOK will die Zulassung und die anbaubegleitende Überwachung von GVP in ganz Europa durchführen. In Anbetracht der Entwicklung des weltweiten Anbaus von GVP ist deren gesetzlich vorgeschriebene Risikobewertung ein Wachstumsmarkt mit enormen wirtschaftlichen Chancen. Bis 2014 will BioOK der führende Dienstleister in diesem Feld in Europa werden. Dabei sollen 40 bis 60 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, danach wird eine zunehmend dynamische Entwicklung erwartet. Das Marktvolumen für Zulassung und Überwachung wird von derzeit etwa vier auf 30 Millionen Euro in fünf bis zehn Jahren steigen. Damit wird das Bündnis für die Region einen weiteren Imagegewinn und eine Schärfung des Profils, eine erhöhte Attraktivität für Brancheninvestoren sowie Wachstum und Neuansiedlung für thematisch verbundene Unternehmen erreichen.

Die Projekte

Thema und Art des Vorhabens Partner (Koordinator, kommerzielle Umsetzung) Wesentliche Arbeiten Beitrag zum Erfolg des Wachstumskerns
F&E-Projekt "Decision Support System - DSS"

Universität Rostock,
BioOK GmbH, BTL GmbH,
BIOSERV GmbH, biovativ GmbH, BioMath GmbH

Entwicklung eines Entscheidungsunterstützungssystems (Decision Support System - DSS) für das integrierte Prüfsystem Entwicklung des Basisablaufes, der Entscheidungsregeln und des Prototyps des DSS für das integrierte Prüfsystem
F&E-Projekt "Expressionsspezifische Charakterisierung" Universität Rostock,
biovativ GmbH
Expressionsspezifische Charakterisierung gentechnisch veränderter Pflanzen Baseline-Studie, Bestimmung von Indikatororganen und
-zeitpunkten, Grenzwertbestimmung
F&E-Projekt "Inhaltsstoffanalyse zur Identifizierung von Indikatorsubstanzen" Universität Rostock,
biovativ GmbH
Identifizierung von Indikatorsubstanzen aus gemessenen Baseline-Daten, Einstufung der Gefahrenpotenziale anhand ihrer toxikologischen Eigenschaften und definierter Grenzwerte Baseline-Studie, Bestimmung von Indikatorsubstanzen, Grenzwertbestimmung
F&E-Projekt "Analyseverfahren für Schaderreger-Pathogen-Komplexe" JKI,
BTL GmbH
Entwicklung und Validierung eines Analyseverfahrens zum Nachweis von veränderter Resistenz bei transgenen Pflanzen gegen Schaderreger-Pathogen-Komplexe Entwicklung und Validierung eines Analyseverfahrens zur Vervollständigung des Enscheidungsbaumes, Baseline-Studie, Grenzwertbestimmung
F&E-Projekt "Baseline-basiertes Evaluierungsverfahren für das Kompartiment Boden" Universität Rostock,
Steinbeis-Transferzentrum
Entwicklung eines baseline-basierten Evaluierungsverfahrens zur Risikobewertung transgener Pflanzen und potenzieller Risiken für das Kompartiment Boden Entwicklung und Validierung eines Analyseverfahrens zur Vervollständigung des Enscheidungsbaumes, Baseline-Studie, Grenzwertbestimmung
F&E-Projekt "Allergenität und Toxikologie" Universität Rostock,
BIOSERV GmbH
Ermittlung toxikologischer und allergologischer Schwellenwerte und Zeigersubstanzen; Entwicklung eines Systems zur frühzeitigen Abschätzung der Auswirkung von Zeiger- oder Fremdsubstanzen auf das Inkorporationsrisiko Ermittlung toxikologischer und allergologischer Grenzwerte und Indikatorsubstanzen; Verfahrensentwicklung zur Vervollständigung des Entscheidungsbaumes, Baseline-Studie
F&E-Projekt "Methodik zur Durchführung des fallspezifischen Monitorings" JKI,
BioMath GmbH
Entwicklung einer Methodik zur Durchführung des fallspezifischen Monitorings Entwicklung einer Methodik zur Vervollständigung des Entscheidungsbaumes, Bestimmung von Grenzwerten

Die Partner

  • BioMath GmbH, Rostock
  • BIOSERV GmbH, Rostock
  • biovativ GmbH, Groß Lüsewitz
  • BTL GmbH, Sagerheide
  • Steinbeis-Transferzentrum Soil Biotechnology, Groß Lüsewitz
  • Universität Rostock - Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät
    • Institut für Nutztierwissenschaften und Technologie
    • Institut für Landnutzung und Bodenkunde
  • Universität Rostock - Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
  • JKI - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Quedlinburg

Kontakt

Kerstin Schmidt
BioOK GmbH
Thünenplatz 1
18190 Groß Lüsewitz
Tel.: 038209 4909-10
Fax: 038209 4909-18
E-Mail: Kerstin.Schmidt[at]bio-ok.com
http://www.bio-ok.com/

 

Informationen über das Vorgängerprojekt BioOK finden Sie hier.


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