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Die photovoltaische Industrie ist derzeitig der am stärksten wachsende Industriezweig im Land Sachsen-Anhalt. Auf Basis des antizipierten Wachstums ist mit einem weiteren deutlichen Wachstum in den nächsten Jahren zu rechnen. Derzeit sind am Standort Thalheim nahe Bitterfeld mehr als 1.000 Arbeitnehmer in der Fertigung von Solarzellen und -modulen beschäftigt. Für die Fertigungsstätten liegen Planung für Neuansiedlungen und Erweiterungen von produzierenden Firmen und Zulieferern vor. Die am Standort Thalheim produzierenden Firmen planen in den nächsten Jahren, ihre Produktion stark auszubauen und dadurch die Zahl der Beschäftigten zu erhöhen. Im Jahr 2010 wird mit bis zu 10.000 Beschäftigten gerechnet.
Momentan bestehen ca. 96 Prozent aller Solarzellen aus Silizium. Dabei werden überwiegend gesägte mono- oder multikristalline Siliziumwafer oder aus einer Schmelze gezogener Bänder als Ausgangsmaterial genutzt. Der restliche Anteil entfällt auf Dünnschichttechnologien. In verschiedenen Roadmaps und Marktanalysen besteht ein Einvernehmen darüber, dass Silizium in den nächsten Jahrzehnten das deutlich dominierende Material bei der Solarzellenfertigung bleiben wird. Dabei existiert der Trend den Materialeinsatz deutlich zu reduzieren, was zum verstärkten Einsatz dünnerer Wafer und der Entwicklung von Dünnschichttechnologien führt. Das InnoProfile-Vorhaben „SiThinSolar“ beschäftigt sich mit den Themengebieten:
Im InnoProfile-Vorhaben „Entwicklung von Fertigungstechnologien für die effizientere und wirtschaftlichere Herstellung von siliziumbasierten Solarzellen und -modulen (SiThinSolar)“ am Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik in Halle (Saale) werden Technologien zur Fertigung kostengünstigerer siliziumbasierter Solarzellen und
-module entwickelt und optimiert. Diese Arbeiten erfolgen in enger Kooperation mit Firmen im regionalen Umfeld. Das Vorhaben unterstützt durch die Bearbeitung und Lösung von Kernfragen in der Fertigungskette (Waferdicke, Mikrostrukturuntersuchungen und Module) die industrielle Entwicklung der photovoltaischen Industrie Sachsen-Anhalts. Im Vorhaben werden Beiträge zum Einsatz neuer Materialien, zur Ausbeutesteigerung in der Fertigung und zur Verbesserung der Langzeitzuverlässigkeit erarbeitet. Darüber hinaus wird ein Forschungs- und Ausbildungsprofil für die Region entwickelt.
Dr. Stephan Schönfelder
Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM
Walter-Hülse-Straße 1
06120 Halle
Tel.: 0345 5589-0
Fax: 0345 5589-101
E-Mail: stephan.schoenfelder[at]iwmh.fraunhofer.de
http://www.iwm.fraunhofer.de/sithinsolar
[PDF - 518,5 kB]

(URL: http://www.unternehmen-region.de/_media/SiThinSolar.pdf)
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