Innovationsforum Internet-basiertes Fernsehen in Potsdam
Fernsehen im Internet wird bald selbstverständlich sein: Das erste deutsche IPTV-Innovationsforum in Potsdam beschäftigte sich mit den grundlegenden Fragen des Internet-basierten Fernsehens.
Fernsehen wann, wo und was immer man mag? Das klingt doch ganz nach unserem Geschmack! Etwa 1,5 Millionen Internetnutzer in Deutschland werden voraussichtlich in den kommenden Jahren Fernsehangebote im World Wide Web in Anspruch nehmen. Im Zentrum dieser Angebote sollen viele neue Spartenprogramme für unterschiedlichste Interessengruppen stehen.
Bereits heute können Fernsehangebote, die z.B. wissenschaftliche Themen, das Erlernen von Sprachen, Musikprogramme, ungewöhnliche Sportarten oder auch technische Neuigkeiten präsentieren, im Internet empfangen werden. Einen fundierten Einblick in die Welt von IPTV (Internet Provided Television) gab es beim Innovationsforum Internet-basiertes Fernsehen, das am 4. Mai in Potsdam stattfand.
Die Initiative der Medienbranche in Berlin/Brandenburg wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der BMBF-Innovationsinitiative UNTERNEHMEN REGION gefördert. Referatsleiter Hans-Peter Hiepe vom Bundesforschungsministerium begründet dies mit der "Überzeugungskraft der Idee und des Konzeptes, das besonders kleine und mittelständische Unternehmen mit Unterstützung der Wissenschaft zu einem innovativen Mediennetzwerk knüpfen wird."
Hans-Peter Hiepe, Referatsleiter im BMBF. |
Alexander Schulz-Heyn, Mitinitiator IPTV. |
Initiatoren der IPTV-Initiative sind Prof. Dr. Robert Strzebkowski von der Technischen Fachhochschule Berlin (TFH) und Alexander Schulz-Heyn von der TeleClix GmbH Potsdam. Schulz-Heyn macht die Ziele des Vorhabens deutlich: "Miteinander haben wir hier am Medienstandort Berlin-Brandenburg die Chance, die Technologie des internetbasierten Fernsehens spürbar zu verbessern, die redaktionellen Inhalte und deren attraktive Visualisierung auf die Erwartungshaltung der Nutzer auszurichten sowie realistische Geschäftsmodelle zu entwickeln."
Beim Innovationsforum referierten unter der Schirmherrschaft von Brandenburgs Ministerpräsidenten Matthias Platzeck Medien-Menschen, -Macher und -Interessierte, unter ihnen der Berliner Medienexperte Prof. Dr. Jo Groebel vom Deutschen Digital Institut. Durch das Programm mit seinen abwechslungsreichen Vorträgen führte Ulli Zelle, Moderator vom Radio Berlin Brandenburg.
Wer auf der Hauptveranstaltung nicht dabei sein konnte und sich dennoch für das Angebot dieser zukunftsträchtigen Branche interessiert, ist herzlich eingeladen, sich für folgende Workshops in Berlin und Potsdam anzumelden. Hier sollen die gewonnen Erkenntnisse diskutiert und die bereits geknüpften Kontakte der Veranstaltung vertieft werden. Der erste Workshop zum Thema "Neue Programmformen - neue Geschäftsmodelle" findet mit Unterstützung der I-D Media AG bereits am 24. Mai in Berlin statt.
Dass die Veranstaltung den richtigen Nerv getroffen hat, zeigt übrigens die Anzahl der Teilnehmer: 400 Fachleute aus der Medien- und Kommunikationsbranche, die beim Innovationsforum in Potsdam dabei waren, machen deutlich, dass IPTV nicht nur ein Thema der Zukunft, sondern bereits der Gegenwart ist.
Unterstrichen wurde dies auch durch die Präsentation des "1. Deutschen IPTV Awards" im Rahmen der Potsdamer Veranstaltung. Der Preis soll auf der diesjährigen Internationalen Funkausstellung erstmals vergeben werden. Er richtet sich an Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern, Hochschulen, institutionelle Auftraggeber, Agenturen, Freelancer und Studenten und wird in drei Kategorien ausgelobt.