Im Blickpunkt

Ein Jahr InnoProfil PaFaTherm

Nach einem Jahr intensiver Forschungsarbeit hat das InnoProfil PaFaTherm sein erstes Statusseminar abgehalten. Im Mittelpunkt der Fachvorträge standen vor allem die technologischen Problemstellungen bei der Realisierung der Spritzgießtechnologie mit werkzeugintegrierter Faserverstärkungsstruktur. Der Rektor der TU Chemnitz nahm das Statusseminar zum Anlass, das neue Technikum der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung einzuweihen.

Thermoplastische Spritzgussbauteile lokal mit einer textilen Faserstruktur zu verstärken ist das Forschungs- und Entwicklungsziel des InnoProfile-Projektes PaFaTherm. Das Projektteam um Dr.-Ing. Frank Helbig an der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung der TU Chemnitz kann mittlerweile auf ein Jahr intensiver Forschungsarbeit zurückblicken. Aus diesem Anlass fand am 18. Juli 2007 das erste Statusseminar statt, um die gewonnenen Erkenntnisse einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen und gemeinsam mit den beteiligten Kooperationspartnern zu diskutieren und erste Ergebnisse auszuwerten.

Im Mittelpunkt der Fachvorträge standen neben grundlegenden Untersuchungen zur Faserverstärkung von Kunststoffbauteilen vor allem die technologischen Problemstellungen bei der Realisierung der Spritzgießtechnologie mit werkzeugintegrierter Faserverstärkungsstruktur. So wurden die Verbesserung der Faserimprägnierung und Faser-Matrix-Haftung, die Handhabung und Lagefixierung biegeschlaffer Verstärkungshalbzeuge und die Prozessverkettung innerhalb der Technologieplattform PaFaTherm diskutiert. Darüber hinaus konnten die Nachwuchswissenschaftler durch die Anwesenheit von Frau Dr. Roswitha Becker vom Projektträger Jülich alle Fragen zum Projektablauf klären.

Der Rektor der TU Chemnitz, Herr Prof. Dr.-Ing. K.-J. Matthes nahm das Statusseminar zum Anlass, das neue Technikum der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung einzuweihen. Im Rahmen der InnoProfile-Initiative sind bereits ein Laborcompounder sowie eine Spritzgießmaschine zur Herstellung von belastungsgerechten Strukturbauteilen angeschafft worden. Weitere Fördermittel stehen zur Verfügung, um noch in diesem Jahr eine Erweiterung des Technikums um leistungsstarke Labor- und Analysetechnik vornehmen zu können.

Dipl.-Ing. Martin Kausch bei der Überwachung des Laborcompounders,
der dem polymeren Spritzgießwerkstoff dosiert spezielle Fasern beimischt.
Die erfolgreiche Umsetzung der bisherigen Investitionsmaßnahmen beruht unter anderem  auf einer engen Zusammenarbeit mit der Firma Krauss-Maffei Kunststofftechnik GmbH. Das renommierte Unternehmen konnte im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung als strategischer Partner gewonnen werden und steht somit der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung beim weiteren Ausbau des Forschungsfeldes rund um die PaFaTherm-Technologie zur Seite.


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