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1. Deutsche IPTV-Awards werden am 30. August in Berlin vergeben
Im Rahmen der Medienwoche Berlin-Brandenburg gibt es in diesem Jahr eine ganz besondere Premiere. Zum ersten Mal werden in Deutschland die IPTV-Awards vergeben. Die 4 Großbuchstaben stehen dabei für den englischen Fachbegriff Internet Protocol Television. Im Kern werden dabei Fernsehprogramme über das digitale Datennetz Internet verbreitet.
Die Auszeichnungen, die am 30. August 2007 ab 19 Uhr im Berliner Congress Center am Alexanderplatz an die Gewinner übergeben werden, konzentrieren sich auf vier Kategorien: Geschäftsmodelle, Technologie, Kreativität/Design und Content/Inhalt.

"Die Resonanz auf unseren 1. Deutschen IPTV-Award hat uns überwältigt.", so bringt es Alexander Schulz-Heyn auf den Punkt. Nach seinen Angaben wurden 121 Beiträge eingereicht. Darunter von so bekannten Anbietern wie BMW-TV, N-TV oder auch dem FC Bayern München TV sowie Maxdome. Aber auch Newcomer wie mediaclipping.de oder auch idee07 sind dabei. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt exklusiv bei der Galaveranstaltung am 30. August.
Initiatoren des IPTV-Awards sind Alexander Schulz-Heyn, Geschäftsführer der Potsdamer TeleClix GmbH und Prof. Robert Strzebkowski von der Technischen Fachhochschule in Berlin. Die beiden IPTV-Pioniere haben bereits im Mai ein stark beachtetes Innovationsforum zur Zukunft des Fernsehens via Internet organisiert.
"Wir stehen am Vorabend der Revolution des Fernsehens. TV-Vollprogramme mit ihrer starren Struktur sind ein Auslaufmodell.", formuliert IPTV-Visionär Schulz-Heyn seine Meinung. Dabei weist er daraufhin, dass bereits heute für die Mehrheit der Jugendlichen in Deutschland "die Glotze out ist". Ihre Kommunikationsbasis ist der ans Internet angeschlossene interaktive Computer.
"Beim Fernsehen via Internet trifft Hochtechnologie auf Anarchie. Das World Wide Web bietet alle technischen Möglichkeiten, um TV-Angebote für fast j
eden Geschmack bereitzustellen, egal wann und wo wir dies abrufen - ob als ,Couch Potato' mit Berieselungseffekt oder als interaktiver Macher mit Engagement. Fast jeder kann mitmachen.", ist sich der TeleClix-Geschäftsführer sicher. Die heute noch nicht absehbare Vielfalt im IPTV werde von großen Filmanbietern bis zu kleinteiligen Spartensendern wie z.B. Kiez-TV reichen. "Und das nicht nur national sondern weltweit und zu jeder Zeit abrufbar.", betont Alexander Schulz-Heyn.
Zwei grundlegende Aufgaben haben die IPTV-Pioniere noch vor sich: die Konzeption der Geschäftsmodelle für das Fernsehen via Internet und das Bereitstellen einer Suchmaschine, die Videos und nicht nur Wörter finden kann. Bei Ersterem zeichnet sich bereits ab, dass nur ein kostengünstiges Abonnementsystem und ein durch Werbespots finanziertes IPTV überleben werden. Die neue Suchmaschine erfordert allerdings noch viel Forschungs- und Entwicklungsarbeit.
"IPTV muss für den Medienstandort Berlin-Potsdam die Technologieplattform der Zukunft werden!", unterstreicht Schulz-Heyn. Kaum eine andere Region in Deutschland und Europa versammle eine solch kompetente und kreative Vielfalt von großen, mittleren und kleinen Unternehmen der Medienbranche. Dieses Know-how müsse nicht nur gesichert, sondern permanent ausgebaut werden.
Um diesem Anspruch gerecht zu werden, verrät Alexander Schulz-Heyn noch ein wichtiges Ziel der IPTV-Initiative: "Zusammen mit der Brandenburgischen Landesregierung, der Zukunftsagentur Brandenburg, dem Hasso-Plattner-Institut, der Universität und der Fachhochschule Potsdam sowie der Universität der Künste in Berlin feilen wir am Konzept für die neue Media School Potsdam. Sie soll weltweit die erste Forschungs-, Bildungs- und Ausbildungseinrichtung rund um das Zukunftsthema IPTV sein und Innovationspool für die gesamte Branche werden." Beim nächsten IT-Gipfel der Bundesregierung in Potsdam soll das Konzept vorgestellt werden.
(URL: http://www.unternehmen-region.de/de/1811.php)