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Netz der Automobilzulieferer in Sachsen-Anhalt wird enger und stärker. BMBF-Förderung startete Erfolgsgeschichte.
"Sie werden so gut wie kein Auto der fünf weltgrößten Hersteller finden, das nicht mit einer Nockenwelle aus Sachsen-Anhalt fährt." Diesen Satz hätte er noch in den 1990er Jahren für eine gut gemeinte, aber wohl doch zu ambitionierte Vision gehalten, gibt Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff vor den über 100 Teilnehmern des 7. MAHREG-Forums unumwunden zu.
Und er fährt fort: "Wir sind das Land der Automobilzulieferer in Mitteldeutschland geworden." Was noch vor einigen Jahren als Nachteil bewertet wurde - nämlich keinen der großen Automobilproduzenten im Land zu haben - erweise sich heute zunehmend als Vorteil. Die kleinen und mittelständischen Zulieferer zwischen Elbe und Saale seien nicht an einen Hersteller gebunden, sondern inzwischen Partner mehrerer OEM (Original Equipment Manufacturer) geworden.
Um die vor einigen Jahren mit einer Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im InnoRegio-Wettbewerb ausgezeichnete MAHREG-Initiative nachhaltig zu sichern und auszubauen, werden das Land Sachsen-Anhalt und der Bund das erforderliche Clustermanagement von 2007-2009 mit insgesamt 500.000 Euro weiter fördern.
Bei der Pressekonferenz v.l.: Dr. Jürgen Ude, Dr. Reiner Haseloff, Prof. Roland Kasper, Prof. Klaus E. Pollmann.
Dr. Jürgen Ude, Vorsitzender des MAHREG e.V., wies vor den Teilnehmern des Forums in der Landeshauptstadt Magdeburg auf die langfristige Begleitung durch das BMBF hin: "Mit dem AL-Cast-Konzept konnten wir die Fachleute davon überzeugen, dass wir durch Innovationen in absehbarer Zeit in Sachsen-Anhalt einen Aluminium-Guß herstellen können, der zum besten auf der Welt zählen wird." Durch Aufnahme dieses ambitionierten Projektes als Wachstumskern in die BMBF-Innovationsinitiative "Unternehmen Region" können wesentliche Forschungs- und Entwicklungsvorhaben realisiert werden.
Ude machte deutlich, dass der MAHREG e.V. inzwischen 170 Unternehmen und Dienstleistern aus der Branche der Automobilzulieferer mit über 18.000 Mitarbeitern ein Dach und eine Plattform biete. Umso mehr freue er sich, dass das seit dem Jahr 2000 veranstaltete MAHREG-Forum zum ersten Mal im Rahmen der Magdeburger Maschinenbautage stattfindet, die seit 1999 von der Magdeburger Otto-von-Guericke-Universität durchgeführt werden: "Nachdem die Leitung der Universität 2006 entschieden hat, die traditionsreiche Fakultät für Maschinenbau wieder als profilgebend für die Universität anzusehen, und allein zum Start des Wintersemesters 2007 gut 500 Frauen und Männer ihr Ingenieurstudium in Magdeburg neu beginnen, werden wir die Zusammenarbeit mit der Universität noch ausbauen."
Universitätsrektor Prof. Dr. Klaus E. Pollmann brachte die Kooperation mit MAHREG, dem Fraunhofer IFF und dem IFAK Magdeburg auf den Punkt: "Geht es der Fakultät für Maschinenbau gut, geht es der Guericke-Universität gut." Zusammen mit dem Sprecher des neugegründeten Forschungsschwerpunktes Automotive, Prof. Dr. Helmut Tschöke, machte er auf die neue Ausrichtung bei Forschung und Entwicklung in Magdeburg aufmerksam. Die Universitätsleitung hatte vor einigen Monaten beschlossen, die vier vorhandenen ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten der Universität im Forschungsschwerpunkt Automotive zusammenzuführen. Hier stehen z.B. die Themen alternative Kraftstoffe und Antriebe, Effizienz der Motoren, Leichtbauweise und Elektronik im Zentrum der wissenschaftlichen Arbeit.
Ständiger Partner dabei wird auch der MAHREG e.V. sein. Ehrgeiziges Ziel dieser Aktivitäten ist unter anderem die Gründung einer Magdeburg Automotive Akademie. "Wenn es in Deutschland um universitäre Forschung und Entwicklung für die Automobilbranche geht, soll Magdeburg künftig in einem Atemzug mit Stuttgart, Aachen oder München genannt werden" sagte Tschöke.
(URL: http://www.unternehmen-region.de/de/1357.php)
(URL: http://www.unternehmen-region.de/de/279.php)
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