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Enormes Energie- und Kostensparpotenzial versprechen sich sieben Industrieunternehmen und zwei Institute der TU Bergakademie Freiberg von Technologien, mit denen Einscheibensicherheitsglas energieeffizienter produziert werden kann. Bei einer internationalen Konferenz des Innovativen regionalen Wachstumskerns GLASING am 9. September 2008 in Freiberg wurden erste Ergebnisse vorgestellt.
Unter dem Titel "Thermisch vorgespanntes und chemisch resistentes Flachglas für Architektur- und Solaranwendungen" trafen sich rund 100 internationale Spezialisten von Universitäten über die Zulieferindustrie, Glashersteller und -veredler bis hin zu Investoren aus Freiberg. Ziel der Konferenz, zu der der Fachbereich Glas am Institut für Keramik, Glas- und Baustofftechnik der TU Bergakademie Freiberg eingeladen hatte, war der intensive Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.
Professor Hessenkemper (links) im Gespräch mit Tagungsteilnehmern.
Institutsleiter Professor Heiko Hessenkemper betonte in seinem Eröffnungsvortrag: "Eine enge Kooperation mit der Industrie ist bereits in der Entwicklungsphase einer Innovation notwendig. Nur so lässt sich eine Idee über die Produktionsreife bis zum optimalen Einsatz der Glasmaschinentechnik effektiv umsetzen." Hessenkemper sagte, dass die aktuellen umweltpolitischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zunehmend Impulse für die Entwicklung ökologisch optimierter Produkte erzeugen. "Gerade beim Einsatz von Glas in der Photovoltaik haben wir noch erhebliche Potenziale. Wir sind uns sicher, dass dünnes Glas mit verbesserten optischen, chemischen und mechanischen Eigenschaften auf dem Markt nachgefragt wird."
Michael Hennig, Mitarbeiter des Instituts für Keramik, Glas- und Baustofftechnik, beim Vortrag.
Insgesamt befassten sich vier Vorträge mit dem GLASING-Projekt. Neben Referenten von der TU Bergakademie Freiberg sprach Florian Fey von der Johanna Solar Technology GmbH über die Anforderungen der Solarindustrie an Spezialglas. Das Brandenburger Unternehmen ist einer der Industriepartner im Wachstumskern. Neben den Fachvorträgen war der Austausch der Tagungsteilnehmer zentrales Anliegen. Nach einem positiven Feedback der Teilnehmer zeigte sich Initiator Hessenkemper zufrieden: "Wir haben mit der Tagung neue Möglichkeiten für den Einsatz von Flachglas präsentiert und der Industrie damit neue Perspektiven aufgezeigt." In der Diskussion habe sich gezeigt, dass dem Werkstoff Glas bei der Entwicklung der Photovoltaik eine wachsende strategische Bedeutung zukomme. "Eine erheblich intensivierte symbiotische Zusammenarbeit der unterschiedlichen Marktteilnehmer - von Rohstoffindustrie, Glasherstellern, Technologiezulieferern, Photovoltaikherstellern bis zu Forschungs- und Entwicklungsinstitutionen - ist dafür Voraussetzung."
Weitere Informationen zum Innovativen regionalen Wachstumskern GLASING finden Sie hier.
(URL: http://www.unternehmen-region.de/de/2087.php)