Im Blickpunkt

MBC-Technologie - thematischer Schwerpunkt des 4. Max-Bergmann-Symposiums

Mit seinen neuen Möglichkeiten biomolekularer Oberflächenbeschichtungen für die Technik und Medizin stand der Wachstumskern "Molecular Designed Biological Coating" (MBC) im Fokus des 4. internationalen Max-Bergmann-Symposiums.

Die hochkarätige Tagung fand vom 4. bis 6. November 2008 in Dresden statt, das Programm hatten alle Partner des Wachstumskerns aktiv mitgestaltet.

Neue Ideen für Forschungsansätze und Kooperationen

"Ziel war es, uns über den internationalen Status quo auf dem Gebiet der biomolekularen Oberflächenbeschichtungen zu informieren und neue Ideen für weitere Forschungsansätze und Kooperationen zu generieren", sagte Dr. Martin Jung, Koordinator des Wachstumskerns. Der Kongress fand hervorragende Resonanz: In sechs Workshops diskutierten mehr als 200 Wissenschaftler aus Australien, Belgien, Israel, Italien, Japan, Frankreich, Spanien und den USA gemeinsam mit Fachkollegen aus Deutschland neue Entwicklungen zum Aufbau von Funktionsschichten aus Biomolekülen oder lebenden Mikroorganismen auf Werkstoffoberflächen. Mit solchen biologischen Funktionsschichten erschließt sich ein breites Feld neuer Anwendungen in der Technik und Medizin.

MBC als Marke bekannt machen

Neben dem inhaltlichen Diskurs war der Brückenschlag zwischen den kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Region Dresden, die im Wachstumskern organisiert sind, ein wichtiges Anliegen der Tagung. Diese insgesamt 16 Firmen, darunter die Biotype AG, die InnoTERE GmbH, die Namos GmbH und die UMEX GmbH Dresden sowie die Qualitype AG präsentierten sich auf der Tagung mit eigenen Entwicklungen. Dr. Martin Jung: "Es ging uns darum, den Wachstumskern MBC als Marke bekannt zu machen. Aus unserer Sicht ein voller Erfolg."

Vielfältige Anwendung: Nahrungsergänzungsmittel und Gewässerreinigung

Inhaltlicher Schwerpunkt der Tagung war es, neue Verfahren zur Synthese von Spezialchemikalien, z.B. hochwertige Wirkstoffe oder Nahrungsergänzungsmittel, durch Umwandlung von Kohlendioxid mittels Sonnenenergie unter Nutzung von phototrophen Mikroorganismen vorzustellen. Auch Prozesse für die Erzeugung von Biokraftstoff aus immobilisierten Mikroalgen wurden behandelt. Ein weiteres Highlight war die Erzeugung von Wasserstoff durch Bakterien mit Hilfe von porösen Biokeramiken. Für die großen Herausforderungen bei einem nachhaltigen Umgang mit den weltweit begrenzten Wasserressourcen sind interessante Lösungsansätze mit biohybriden Materialien zu erwarten, bei denen immobilisierte Bakterien und Mikroalgen zum Abbau von unterschiedlichsten Schadstoffen im Trinkwasser oder in Industrieabwässern genutzt werden.
Ein weiteres Thema war die Erzeugung von biologisch modifizierten Katalysatoren zur Einsparung von Edelmetallen.

Knochen aus bioaktiven Metallschäumen

Auch die Entwicklung von biologisierten Materialien für den Einsatz in der Medizin war Thema auf dem Symposium - hier wurden Materialien für Anwendungen von Stammzellen zur Regeneration von geschädigtem Knochengewebe oder für den Aufbau von Blutgefäßen vorgestellt. Immobilisierte Zellen für die Heilung von Erkrankungen wie Diabetes oder die Entwicklung neuer Impfstoffe mit Hilfe der Immobilisierung von Viren in geeigneten Mikroträgersystemen sind interessante Anwendungen in diesem Bereich.

 

Weitere Informationen zum Innovativen regionalen Wachstumskern MBC finden Sie hier.

 


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