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Im Rahmen des InnoProfile-Projektes "Hybride Diodenlaser-Systeme" fand am 26.11.2008 ein Workshop am Ferdinand-Braun-Institut zum Thema "Hochbrillante hybrid integrierte Laserstrahlquellen" statt. Die Nachwuchsforschungsgruppe unter der Leitung von Dr. Katrin Paschke entwickelt solche hochbrillanten hybriden Laserstrahlquellen mit Hilfe von Mikrooptiken und Kristallen. Ziel des Workshops war es, kompakte und brillante Laserlichtquellen für Bildschirme, für die Materialanalytik (Medizin und Biologie) und für den Einsatz im Entertainmentbereich (z.B. Lasershows) zu präsentieren.
Bilder mit neuartiger Farbbrillanz, Klarheit und Farbtiefe - so werben Gerätehersteller seit Jahren für das Laserfernsehen und kündigen die baldige Markteinführung an. Noch allerdings ist keines der Geräte, für die kompakte Laser in den Grundfarben rot, grün und blau benötigt werden, kommerziell erhältlich. Laserprojektoren werden bisher meist für aufwendige Großprojektionen etwa in Planetarien oder Flugsimulatoren eingesetzt, denn ein Laserprojektor bietet immer ein scharfes Bild, auch wenn auf eine Kugel oder eine unebene Fläche projiziert wird. Die dafür genutzten Lasertypen sind allerdings schrankgroß und für den Einsatz zu Hause ungeeignet.
Dr. Katrin Paschke (vorne mitte) und ihre Nachwuchsforschungsgruppe.
Halbleiterlaser dagegen bieten wegen ihrer geringen Größe, Wartungsfreiheit und Leistungsfähigkeit ideale Voraussetzungen für den Einsatz in der Displaytechnologie. Rotes Licht mit Wellenlängen von etwa 635 Nanometern (nm) lässt sich aus Halbleiterlasern direkt erzeugen. Solche rot emittierenden Laser mit einer Ausgangsleistung von mehr als einem Watt wurden am Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH) entwickelt. Schwierigkeiten bereiten derzeit noch die grünen und blauen Lichtquellen, da sie sich mit Halbleiterlasern bislang nur schwer erzeugen lassen. Am FBH ist es nun gelungen, einen blauen Laserstrahl mit 488 nm Wellenlänge und einer Ausgangsleistung von 1,15 W zu erzeugen. Dies ist weltweit der höchste bislang erreichte Wert mit einem Halbleiterlaser.
Das 12-köpfige Team um Dr. Paschke möchte nun die Ausgangsleistung auf etwa 3 W erhöhen, da eine solche Leistung für Projektionen auf einer Fläche von 2 m2 benötigt wird. Dieses Ziel soll durch Anpassungen im Design der Hochleistungslaser erreicht werden, wobei insbesondere die Strahlqualität weiter verbessert werden soll. "Das ist eine echte Herausforderung", erläutert Paschke, "da wir sowohl hohe Ausgangsleistungen benötigen als auch eine Modenfilterung integrieren müssen, um einen für die Frequenzkonversion optimalen Strahl zu erzeugen." Darüber hinaus soll der Testaufbau stark miniaturisiert werden. Dadurch werden Module im Streichholzschachtelformat möglich, die gestochen scharfe Bilder für das Laserfernsehen in greifbare Nähe rücken.
Weitere Informationen zum InnoProfil "Hybride Diodenlaser-Systeme" finden Sie hier.
(URL: http://www.unternehmen-region.de/de/1807.php)