
Bundesforschungsministerin Annette Schavan gab am 18. Mai 2009 zusammen mit dem Juryvorsitzenden, Prof. Dr. Hans N. Weiler, die elf Gewinner der zweiten Förderrunde des Programms Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern bekannt, die jeweils zwischen 10 und 14 Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren erhalten.
"Mit diesem Programm stärken wir die Universitäten und Forschungseinrichtungen in ihrer Profilbildung, und wir unterstützen die beteiligten innovativen Unternehmen darin, technologisch bedeutsame Zukunftsmärkte zu bearbeiten. Ziel ist der Ausbau nachhaltiger Forschungskooperationen in Ostdeutschland. So legen wir gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mit unserer Innovationspolitik die entscheidende Grundlage für Wachstum und Arbeitsplätze", sagte Schavan.
Ziel des Programms sind langfristig angelegte, strukturbildende Kooperationen. Diese sollen dazu beitragen, in den Neuen Ländern international sichtbare, themenorientierte und wettbewerbsfähige Forschungsstandorte zu etablieren. Gefördert wird Grundlagenforschung mit internationaler Reputation bzw. anwendungsorientierte Forschung mit großem Markteintrittspotenzial. Viel Wert legt das BMBF auch auf eine gezielte Nachwuchsförderung und auf den Transfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.
In einem länderinternen Vorauswahlverfahren hatten die fünf Neuen Länder und Berlin dem BMBF jeweils vier Initiativen zur Förderung vorgeschlagen. Die insgesamt 24 Strategiekonzepte wurden dann in einem zweiten Schritt durch eine unabhängige, 20-köpfige Jury begutachtet. Der Juryvorsitzende Professor Weiler sagte: "Die Gutachter sind vom Ergebnis dieses Wettbewerbs voll überzeugt und haben ihre Entscheidung auf der ganzen Linie einvernehmlich getroffen. Die ausgewählten Standorte und Regionen haben das Potenzial, auch international wettbewerbsfähige Forschungsstrukturen und -kapazitäten weiterzuentwickeln und mit der regionalen und überregionalen Wirtschaft zu verknüpfen. Ich werde mit großem Interesse ihre Entwicklung in den nächsten Jahren verfolgen."
Von den erfolgreichen Bewerbungen kommen zwei aus Sachsen (Chemnitz, Freiberg), eine aus Sachsen-Anhalt (Halle-Wittenberg), zwei aus Thüringen (Jena), drei aus Mecklenburg-Vorpommern (Greifswald, Rostock), eine aus Berlin und zwei aus Brandenburg (Potsdam). Mit den sechs Pilotprojekten aus der ersten Förderrunde stehen damit jetzt insgesamt 17 Initiativen in den Neuen Ländern für Spitzenforschung und Innovation.
06.12.2010
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