Im Blickpunkt

Sachsen-Anhalt macht mobil: Neues Institut für Kompetenz in Automobilität entsteht in Magdeburg

Das aus dem InnoRegio-Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) hervorgegangene Bündnis der Automobilzulieferer in Sachsen-Anhalt, MAHREG, steht vor einer neuen Herausforderung.

Gruppenbild mit Zuwendung: v.l. Prof. Dr. Helmut Tschöke (Universität Magdeburg), Dr. Jürgen Ude (MAHREG/IGZ Magdeburg), Minister Dr. Reiner Haseloff, Prof. Dr. Erich Pollmann (Universität Magdeburg) und Klaus Olbricht (IHK Magdeburg).

Das Land Sachsen-Anhalt gab jetzt grünes Licht für den Aufbau eines neuen Forschungsinstituts für Kompetenz in Automobilität (IKAM). Dafür stehen insgesamt 32,5 Millionen Euro zur Verfügung. Diese Gelder stammen aus dem Konjunkturpaket II sowie aus dem Landeshaushalt.

Sachsen-Anhalts Minister für Wirtschaft und Arbeit, Dr. Reiner Haseloff, übergab die entsprechende Zuwendung am 2. Oktober 2009 im Innovations- und Gründerzentrum (IGZ) Magdeburg und gab damit den Startschuss für den Aufbau des IKAM. Voraussichtlich Mitte 2010 soll es den Betrieb aufnehmen. Betreiber der neu aufzubauenden Forschungs- und Entwicklungsanlagen wird die IKAM GmbH, die je zur Hälfte der Otto von Guericke-Universität Magdeburg und der Industrie- und Handelskammer Magdeburg als Gesellschafter gehören wird.

Reiner Haseloff lobte den Mut von Uni und IHK: "Trotz widriger Krisenstimmung setzen die Partner gemeinsam auf Zukunft. Das ist ein kraftvolles Signal aus Magdeburg an die Forschungslandschaft in Deutschland."
Universitätsrektor Prof. Dr. Erich Pollmann ergänzte: "Die strategische Entscheidung pro IKAM wird das wissenschaftlich Profil der Otto von Guericke-Universität für die nächsten 20 bis 30 Jahre prägen. Besonders unsere Fakultät für Maschinenbau muss sich auf inhaltliches und organisatorisches Neuland begeben, das in Deutschland bisher ohne Beispiel ist."

Dr. Jürgen Ude, MAHREG-Vorstand und IGZ-Geschäftsführer, erinnerte an den Ursprung der MAHREG-Vision: "Ohne das BMBF-Förderprogramm InnoRegio wären wir heute nicht soweit. Auch ohne großen Automobilhersteller in Sachsen-Anhalt konnten wir so ein Netzwerk aus Wirtschaft und Wissenschaft aufbauen, das kleine und mittelständische Automobilzulieferer in die Lage versetzte, dass heute in fast allen in Deutschland hergestellten Autos ein gutes Stück Sachsen-Anhalt steckt."

Herzstück des neuen IKAM soll ein Antriebsstrang-Prüfstand sein. Mit ihm wird es möglich, innovative Antworten auf die zahlreichen Fragen zu weniger Kraftstoff, guter Umweltverträglichkeit und zu alternativen Antriebstechnologien zu finden.

 

Weitere Informationen zum InnoRegio MAHREG finden Sie hier.


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