Im Blickpunkt

Neues von Rapid Microtooling beim Statusseminar in Mittweida

Es hat sich einiges getan bei der InnoProfile-Initiative Rapid Microtooling. 20 Leute waren zum 2. Statusseminar an die Hochschule Mittweida gekommen, auf dem interessante Ergebnisse präsentiert wurden.

Mikroabtrag mit Ultrakurzpulslaser.

Für die Forschungs- und Entwicklungsarbeit bei Rapid Microtooling konnten viele junge Wissenschaftler gewonnen werden. Sie werden besonders gefördert und unterstützt, indem ihnen beispielsweise Auslandsaufenthalte und die Teilnahme an Fachkonferenzen ermöglicht werden. Dass die Studenten mehr als 5.000 Stunden in den Projekten der Initiative beschäftigt waren, zeigt deren großes Interesse. Es wurden zahlreiche Praktika sowie Diplom- und Bachelorarbeiten angefertigt. Das hat einerseits positive Effekte auf die Forschungsarbeit von Rapid Microtooling, andererseits eröffnen sich den jungen, gut ausgebildeten Absolventen beste Karrieremöglichkeiten bei den Wirtschaftspartnern der InnoProfile-Initiative.

Dank der Unterstützung von Rapid Microtooling haben zwei Projektmitarbeiter erfolgreich Firmen ausgegründet. Zusätzlich wurde die LIM Laserinstitut Mittelsachsen GmbH, eine hundertprozentige Tochter des Laserinstitut Mittelsachsen e.V., gegründet. Der Nachwuchsforschungsgruppenleiter wirkt hier als Geschäftsführer. Und auch die bestehende Zusammenarbeit mit den kooperierenden Firmen konnte weiter ausgebaut werden. Rapid Microtooling hat mittlerweile 10 Wirtschaftspartner. Davon sind sechs Unternehmen schon von Anfang an dabei und vier neue hinzugekommen, unter anderem auch die Jenoptik L.O.S. GmbH und die Roth & Rau AG. Außerdem gibt es mit dem Wachstumskern FASKAN, der ebenfalls in Mittweida ansässig ist, eine enge Zusammenarbeit, beispielsweise bei der Lösung des Laserschutzproblems unter Verwendung hochbrillanter Strahlquellen.

Rapid Microtooling bedeutet die schnelle Erzeugung von Mikrostrukturen, Mikroteilen und Mikrowerkzeugen. Dahingehend hat sich die Initiative große Ziele gesetzt. Die Wissenschaftler wollen gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern fünf neue Laserverfahren entwickeln: das Lasermikrosintern mit fs-Lasern, das 3-D-Schneiden von transparenten Materialien, das Micro-Cladding, die 3-D-Mikrostrukturierung mit Ultrakurzpulslasern und die Mikrostrukturierungen mit einem Hochleistungsfaserlaser. Anwendungen finden sich vom Werkzeugbau und der Mikrosystemtechnik über die Medizintechnik bis hin zur Solartechnik.

Um diese Ziele zu erreichen, hat die Initiative mehrere neuartige Lasermaterialbearbeitungsanlagen zur Lasermikrostrukturierung und zum Lasermikrosintern entwickelt und selbst aufgebaut. Ein Polygonscanner zur Anwendung mit dem Hochleistungsfaserlaser befindet sich gerade in der Erprobung. Das ist eine weltweite Novität, die auch patentiert wurde. Besonders stolz sind die Wissenschaftler der Initiative außerdem darauf, dass es ihnen gelungen ist, Laserprozesse mit einer Ultra-High-Speed-Kamera zu visualisieren. Die Belichtungszeit der Kamera beträgt 3 Nanosekunden, das sind 3 Milliardstel Sekunden. Dadurch können auch kurzzeitige Laserprozesse sichtbar gemacht und Rückschlüsse auf den Ablauf gezogen werden. Dies ist wiederum die Voraussetzung dafür, Laserprozesse zu optimieren und letztendlich so effektiv wie möglich anzuwenden.


Weitere Informationen zum InnoProfil Rapid Microtooling erhalten Sie hier.


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