Im Blickpunkt

Sachsen-Anhalts Automobilzulieferer haben Innovationschancen genutzt

Beim 9. MAHREG Innovationsforum des InnoRegio MAHREG Automotive, referierten zahlreiche Experten aus der Automobilindustrie zu den Themen Design und Gestaltung im Automobil, Elektromobilität und Batteriesysteme, alternative Werkstoffe, Fahrdynamik, Mechatronik sowie Antriebstechnik.

Hans-Peter Hiepe, Referatsleiter im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), blickte vor den Teilnehmern des 9. MAHREG-Innovationsforums im Magdeburger Innovations- und Gründerzentrum zunächst kurz zurück: "Der Start des InnoRegio-Wettbewerbs im Jahr 1999 war natürlich auch ein Stück Experiment. Heute sind wir alle klüger und wissen, dass unsere Idee, die in den neuen Ländern vorhandenen wirtschaftlichen und technologischen Potenziale der Regionen heraus zu arbeiten, zu bewerten und mit den Akteuren vor Ort strategisch weiter zu entwickeln, inhaltlich und zeitlich genau richtig war."

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff bezeichnet die Automobilzulieferer im Land als Branche mit Zukunft.

Die MAHREG-Initiative sei ein besonders gutes Beispiel für dieses Vorgehen, unterstrich Hans-Peter Hiepe. Die Region rund um die Landeshauptstadt Magdeburg war seit Jahrzehnten ein Kompetenzzentrum für den Maschinen- und Anlagenbau gewesen. Durch den wirtschaftlichen Zusammenbruch der nach 1945 entstandenen Hauptmärkte in Mittel- und Osteuropa ab 1990 musste die vorhandene technologische Kompetenz völlig neu ausgerichtet werden. Im Zuge dieser MAHREG-Strategie fokussierten sich zahlreiche Unternehmer, aber auch Wissenschaftler vor allem der Magdeburger Otto von Guericke-Universität auf die Automobilindustrie.

Dr. Jürgen Ude, MAHREG-Mitbegründer und heute Leiter des Magdeburger Innovations- und Gründerzentrums, ergänzte mit aktuellen Fakten: "Das BMBF-Startkapital von ca. 10 Millionen Euro war gut angelegt. Heute sind 250 Unternehmen im MAHREG-Netzwerk Sachsen-Anhalt Automotive tätig, in denen 18.000 Frauen und Männer arbeiten. Durch weitere gezielte Förderung im Rahmen der BMBF-Innovationsinitiative Neue Länder Unternehmen Region in Höhe von insgesamt 28 Millionen Euro und weiteren 14 Millionen Euro Investitionsmittel durch die Unternehmen selbst, wurde zum Beispiel in der Technologie des Aluminiumgusses eine Kompetenz erarbeitet, die das Automobilcluster Ostdeutschland veranlasste, die Themenführerschaft für die Weiterentwicklung dieser Technologie an MAHREG  zu übertragen."

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff zeichnete sein Bild von der MAHREG-Weiterentwicklung zu einem nationalen und internationalen Innovationstreiber: "Sachsen-Anhalt wird sich zu einem Land mit beispielhafter innovativer Mobilität entwickeln. Aus diesem Grund fördern wir mit Mitteln des Bundes und des Landes den Aufbau eines Institutes für Kompetenz und AutoMobilität (IKAM) in den kommenden drei Jahren mit über 32 Millionen Euro. Die IHK Magdeburg und die Otto von Guericke-Universität Magdeburg als Hauptpartner beschreiten mit dem MAHREG-Netzwerk wieder ein Stück Neuland, das sich als enorm fruchtbar zeigen wird." 

 

Mehr Informationen zum InnoRegio-Netzwerk MAHREG Automotive erhalten Sie hier.


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