
In Beelitz hat nun am 9. Dezember 2009 die Firma fenotec eine neue Produktionsanlage für die Herstellung von Prepregs eingeweiht.
Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (rechts) startet die neue Maschine. Links Burkhard Staabs, Geschäftsführer der fenotec GmbH.
Mit Harz imprägnierte Carbon- und Glasfasern sind das Material der Zukunft: leichter als Aluminium und stabiler als Stahl. Schon heute fertigen etwa Ingenieure in der Formel 1 die Karosserien der Boliden fast komplett aus mit Harzen vorgetränkten Carbonfasern. Mit diesen sogenannten Pregrebs ist es gelungen, das Fahrzeuggewicht deutlich zu senken und die Sicherheit für den Fahrer noch einmal zu erhöhen. Auch im industriellen Automobilbereich gewinnt das Material zunehmend an Bedeutung: So bringt das neue 1-Liter-Auto von VW dank der Hilfe von Prepegs merklich weniger Kilos auf die Waage. Gerade im Fahrzeugbereich und bei den neuen Elektroautomobilen werden Prepregs einen wichtigen Beitrag zur Einsparung von Kohlendioxid leisten.
In Beelitz hat nun am 9. Dezember 2009 die Firma fenotec eine neue Produktionsanlage für die Herstellung von Prepregs eingeweiht. Geschäftsführer Burkhard Staabs und sein kaufmännischer Leiter Jörn von Bornstädt zielen mit dieser Millioneninvestition auf die Zukunftsmärkte Verkehrstechnik bzw. Leichtbau. Damit wird der Erfolg der Strategie des InnoRegio FIRM, Hightech-Verfahren für polymere Hochleistungsmaterialien in der Region Südostbrandenburg zu etablieren, mit einem weiteren überzeugenden Beispiel bestätigt. Die bei fenotec gewachsene Erfahrung im Umgang mit Harzsystemen wird nicht zuletzt aus der Kooperation mit der Technischen Hochschule Wildau [FH] gespeist.
Sehr vereinfacht dargestellt werden Prepegs hergestellt, indem man ein Gewebe, z.B. aus Carbon gleichmäßig mit Harz tränkt. Danach wird das Harz so weit getrocknet, dass es geeliert, aber noch nicht austrocknet. Das Gewebe ist dann mit einem garantierten durchgängigen Harzanteil von z.B. 40 Prozent imprägniert. Es kann nun einige Monate ungekühlt oder mehrere Jahre gekühlt gelagert werden. Das Prepreg mutet dann in etwa wie ein Doppelklebeband an, das allerdings bis zu 1,4 m breit ist. Es kann anschließend zugeschnitten und in eine beliebige Form gelegt werden. Die Lagen müssen dann miteinander verpresst und unter Temperatur aushärten werden. So entsteht z.B. die Sicherheitszelle für einen Formel-1-Rennwagen.
Aber nicht nur in der Automobiltechnik spielen Pregrebs eine immer größere Rolle. Der Markt für faserverstärkte Kunststoffe ist sehr viel breiter. Überall, wo leichte und gleichzeitig stabile Materialien benötigt werden, sind Pregrebs der Stoff der Zukunft. Ob im Flugzeug- oder Schiffsbau, bei der Fertigung von Prothesen, im Skisport oder bei der Herstellung von Windkraftanlagen.
Durch die Investition in den Standort Beelitz und die neue Produktionsanlage für die Herstellung von Prepregs haben die Macher bei fenotec aber noch in eine andere Richtung auf die Zukunft gebaut - denn am Ort entstehen insgesamt 20 neue Arbeitsplätze.
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(URL: http://www.unternehmen-region.de/de/300.php)