
Das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) in Hermsdorf wurde mit dem bundesweit ausgeschriebenen Innovationspreis der Fördergesellschaft Erneuerbare Energien e.V. (FEE) ausgezeichnet.
Dr. Karl-Heinz Heckner, Mitglied der Jury gratuliert den Siegern des Innovationspreises Energie 2010, Dr. Hannes Richter, Jan-Thomas Kühnert, Dr. Marcus Weyd (von links) vom Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme, IKTS, Institutsteil Hermsdorf.
Erst im Februar dieses Jahres wurde das 1992 gegründete Hermsdorfer Institut für Technische Keramik e.V. (HITK) Teil der Fraunhofer-Gesellschaft und neben dem Standort Dresden Teil des Fraunhofer IKTS. Das HITK war Initiator und wichtiger Forschungspartner bei dem vom BMBF geförderten Innovativen regionalen Wachstumskern fanimat nano, der sich mit Anwendungen von Nanotechnologien beschäftigt.
Mit dem Innovationspreis ehrt die FEE Erfindungen und Innovationen zur Minderung des Energiebedarfs, der effizienten Energiewandlung und -speicherung und zum Einsatz erneuerbarer Energien. Die Hermsdorfer Forscher erhielten den Preis für eine nanoporöse keramische Membran, die wie ein Filter Wasser von Ethanol abtrennen kann. Die Porenöffnung der Membran beträgt nur 0,4 Nanometer und ist damit größer als der Durchmesser des Wassermoleküls und kleiner als das Ethanolmolekül. Mit diesem rein physikalischen Prozess kann Bioethanol ohne chemische Hilfsstoffe auf über 99,5 Prozent aufkonzentriert werden. Im Vergleich zu konventionellen Verfahren können so bis zu 90 Prozent Energie eingespart werden. Das Verfahren wird bereits in einer ersten Anlage zur Produktion von Biokraftstoff eingesetzt.
Weitere Informationen zum Innovativen regionalen Wachstumskern "fanimat nano" finden Sie hier.
(URL: http://www.unternehmen-region.de/de/1288.php)