Im Blickpunkt

Wissenstransfer in Fernost - MacroNano® auf Japanreise

Vertreter des Ilmenauer Instituts für Micro- und Nanotechnologien (IMN) MacroNano® präsentierten sich gemeinsam mit dem Sonderforschungsbereich (SFB) "Nanopositionier-und Nanomessmaschinen" der Technischen Universität Ilmenau auf der größten Nanotechnologiemesse der Welt, der "nano tech" in Tokio.

Posterdiskussion während eines Workshops an der Universität Tokio.

Die Schwerpunkte dieser jährlich stattfindenden internationalen Messe sind Nanoelektronik, -messtechnik und -fabrikation sowie neue Materialien, Photonik, Biotechnologie und Sensorik. Eine hervorragende Plattform, die MacroNano® und der Ilmenauer SFB intensiv nutzten. Am Stand der Bundesrepublik Deutschland präsentierten sie sich den rund 43.000 Fachbesuchern aus aller Welt. Interessenten konnten sich über die weltweit einzigartige Nanopositionier- und Nanomesstechnik aus Ilmenau informieren und erfuhren Details über die Möglichkeiten interdisziplinärer Forschungskooperationen mit dem IMN MacroNano®. Die Ilmenauer Wissenschaftler führten über 100 Kontaktgespräche.

Mit seinen fast 40 Fachgebieten und Nachwuchsforschungsgruppen präsentierte sich das IMN MacroNano® potenziellen Partnern als ideale Kooperationsplattform. Trotz der vielfältigen Forschungsthemen des Instituts können Industrieunternehmen, Hochschulen und Netzwerke auf eine einheitliche Kontaktstelle zwischen Wirtschaft und Industrie zugreifen: den Mikro- und Nanosystemtechnik-Broker. Damit wird Unternehmen aller Branchen und ausländischen Interessenten, ein unkomplizierter Zugang zum wissenschaftlichen Know-how und zu Projektpartnern ermöglicht. Der Kompetenzatlas des IMN MacroNano® ist ein weiteres Kommunikationsinstrument, das von den Gesprächspartnern in Tokio überaus interessiert entgegengenommen wurde. Der Atlas enthält ausführliche Informationen zu den einzelnen Fachgebieten und Ansprechpartnern, zur technischen Ausstattung des Instituts sowie zahlreiche Projektbeispiele für gelungene Kooperationen - extern wie intern. 

Vor Beginn der Messe fand eine Workshopreihe an verschiedenen japanischen Universitäten in Fukuoka, Osaka und Tokio statt, an der das IMN MacroNano® und der Sonderforschungsbereich teilnahmen. Die Workshops wurden durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Bei den zahlreichen Vorträgen und Posterpräsentationen interessierten sich die Teilnehmer vor allem für das Zentrum für Innovationskompetenz (ZIK), das am Institut MacroNano® angesiedelt ist. Dessen Besonderheit ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Physikern, Chemikern und Biologen mit Maschinenbauern, Hochfrequenztechnikern und Systemanalytikern. Spezialisten für keramische Materialien, Polymere, Halbleiter oder Gläser vergleichen hier die speziellen Eigenschaften ihrer Materialsysteme und finden so eine optimale Lösung. Auf diese Weise ergänzen sich die technologietragenden und die anwendungsorientierten Fachgebiete des Instituts. Durch den Austausch der Forschungsergebnisse werden die interne und externe Kommunikation sowie die Kooperation der Wissenschaftler gefördert. Und auch die Industrie ist an der Forschung von MacroNano® interessiert, insbesondere daran, wie Mikro- und Nanotechnologien für makroskopische Objekte nutzbar gemacht werden können.

Für das IMN MacroNano® hat sich die Reise nach Japan gelohnt. Auf der Messe konnten die Ilmenauer Wissenschaftler Kompetenz demonstrieren und Kooperationen anbahnen. Sie haben zahlreiche neue Kontakte geknüpft, nicht nur zu japanischen Partnern, sondern auch zu europäischen Einrichtungen. Schließlich  waren alle, die im Wirtschafts- und Forschungsbereich Nanotechnologie Rang und Namen haben, in Tokio vertreten. Darunter auch das niederländische Institut für Nanotechnologie MESA+, das in Zukunft ein interessanter wissenschaftlicher Partner für MacroNano® sein könnte. Eine Einladung in die Niederlande haben die Ilmenauer bereits.

 

Weitere Informationen zum ZIK MacroNano finden Sie hier.


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