Im Blickpunkt

Kleines Fest für eine große Aufgabe: InnoZug bekommt Versuchsanlage für Tests an hochfesten Faserseilen

Für ein gemeinsames Forschungsprojekt hat die MAGEBA Textilmaschinen GmbH & Co. KG den Wissenschaftlern des InnoProfils InnoZug eine Versuchsanlage zur Verfügung gestellt. Damit wollen die Nachwuchsforscher der Technischen Universität Chemnitz die Beschichtung und thermisch-mechanische Behandlung von hochfesten synthetischen Faserseilen testen. In Anwesenheit von Professor Klaus Nendel, Leiter der Professur Fördertechnik und Dekan der Fakultät Maschinenbau, Professor Klaus-Jürgen Matthes, Rektor der TU Chemnitz und Dr. Rolf Bergrath von MAGEBA wurde die Anlage feierlich eingeweiht.

Natürlich musste ein Seil aus synthetischen Fasern durchschnitten werden: Prof. Dr. Klaus Nendel, Dekan der Fakultät Maschinenbau, Dr. Rolf Bergrath von MAGEBA und Prof. Dr. Klaus-Jürgen Matthes, Rektor der TU Chemnitz (v. l. n. r.) bei der Einweihung der Versuchsanlage.

Sie ist 12 Meter lang und fast vier Meter hoch. Das ist klein, verglichen mit den Maschinen, die in den Produktionshallen der Seilhersteller stehen. Für Forschungszwecke ist die nagelneue Versuchsanlage allerdings schon recht groß. Die Firma MAGEBA hat sie zusammen mit den Ingenieuren von InnoZug konzipiert, konstruiert und gebaut, immer unter Berücksichtigung der von der TU Chemnitz gestellten Anforderungen. Herausgekommen ist eine einzigartige Anlage mit einer ganz besonderen Technologie: Sie verfügt über drei verschiedene Trocknungssysteme, einen Mikrowellen-, einen Infrarot- und einen Warmlufttrockner. Damit ist eine sehr schonende Trocknung der verschiedensten Seil- und Beschichtungswerkstoffe möglich. Die Wissenschaftler haben auf diese Weise die Chance, ganz unterschiedliche Werkstoffe für die Beschichtung von Seilen zu testen. Aufgrund der diversen Trocknungssysteme können sie außerdem Werkstoffe beschichten, die äußerst temperaturempfindlich sind.

Ziel des Forschungsteams des InnoProfils InnoZug ist es, synthetische Faserseile mit neuen Beschichtungen zu entwickeln, die bessere Eigenschaften haben. Dafür haben sie das gemeinsame Forschungsprojekt mit MAGEBA ins Leben gerufen. In dem Projekt geht es um die Auswirkungen der Beschichtungen und Thermofixierprozesse auf die Eigenschaften der Seile. Gleichzeitig optimieren die Chemnitzer Forscher auch den Prozess für die Herstellung der Seile. Das heißt, die Anlage wird, je nach Bedarf, technisch verändert, Maschinenteile können ausgewechselt werden. Am Ende soll eine optimale Technologie zur Verfügung stehen, die MAGEBA als Basis für den Bau neuer Maschinen für die Seilindustrie nutzen kann. Die Ingenieure von InnoZug wiederum wollen mit ihrer Forschungsarbeit an der modernen Versuchsanlage neue wissenschaftliche Erkenntnisse gewinnen, die von großem Interesse sind. Die Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft steht in Chemnitz also nicht nur auf dem Papier, sondern wird in der Praxis gelebt. Die Ergebnisse dieser fruchtbaren Zusammenarbeit kommen sowohl der Forschung als auch der Industrie zugute und am Ende auch den Menschen.

 

Weitere Informationen zum InnoProfil InnoZug finden Sie hier.


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