
Erfolgreiche Innovationspolitik muss optimale Rahmenbedingungen für Innovationen schaffen. Sie muss den Innovationsprozess ganzheitlich betrachten und für jedes Stadium des Prozesses geeignete Förderinstrumente zur Verfügung stellen. Das BMBF hat mit „Unternehmen Region“ spezifische Fördermaßnahmen für Ostdeutschland entwickelt, um den besonderen Bedingungen gerecht zu werden. Die Einzelprogramme der Innovationsinitiative „Unternehmen Region“ bauen aufeinander auf und setzen an unterschiedlichen strategischen Punkten des Innovationsprozesses an:
Das Programm "Innovative regionale Wachstumskerne" setzt den Schwerpunkt auf Initiativen mit einem mittel- und langfristig umsetzbaren Marktpotenzial. Ideen und Aktivitäten der regionalen Innovationsbündnisse sollen sich vom Start weg an einer wirtschaftlichen Umsetzung am Markt ausrichten. Bei der Erarbeitung ihres Innovationskonzeptes - das sich an Business-Plänen für Unternehmensgründungen orientiert - werden die Initiativen durch professionelle Beratungsleistung unterstützt. Jährlich werden neue Initiativen zusätzlich in die dreijährige Förderphase aufgenommen. Seit dem Start im Jahr 2001 wurde das Programm "Innovative regionale Wachstumskerne" kontinuierlich weiterentwickelt und im Juni 2007 durch das Programm WK Potenzial ergänzt. Für beide Programme sind Bewerbungen fortlaufend möglich.
Start des Programms Innovative regionale Wachstumskerne: 2001
Zahl der bislang geförderten Initiativen: 46
Fördersumme für die bisher ausgewählten Initiativen: 319 Mio. Euro bis 2015
Start des Programms WK Potenzial: 2007
Zahl der bislang geförderten WK-Potenzial-Initiativen: 27
Fördersumme für die bisher ausgewählten Initiativen: 45 Mio. Euro bis 2015
Fortlaufender Auswahlprozess
Ziel des Programms "Zentren für Innovationskompetenz: Exzellenz schaffen - Talente sichern" ist es, an ostdeutschen Universitäten und Forschungsinstituten interdisziplinäre Exzellenzzentren aufzubauen. Diese Zentren sollen mit in- und ausländischen Nachwuchswissenschaftlern international wettbewerbsfähige Spitzenforschung betreiben und mittel- bis langfristig ihre Forschungsergebnisse ökonomisch verwerten. Im Mittelpunkt steht dabei die Finanzierung zweier international besetzter Gruppen von Nachwuchswissenschaftlern.
Start: 2002
Zahl der geförderten Initiativen (1. Runde): 6 plus 1 Verbund-ZIK
Förderung durch das BMBF (1. Runde, bislang beantragt): 145 Mio. Euro bis 2017
Zahl der geförderten Initiativen (2. Runde): 8
Fördersumme (2. Runde, bislang beantragt): 99 Mio. Euro bis 2016
Das Programm "Innovationsforen" richtet sich an regionale Bündnisse, die am Anfang ihrer Entwicklung stehen sowie an existierende, bereits geförderte Innovationsverbünde, die durch das Innovationsforum eine neue qualitative Ebene in ihrem Innovationsfeld erreichen wollen. Die Förderung löst mit einem Zeitraum von sechs Monaten und einem Förderhöchstbetrag von 85.000 Euro (neue Initiativen) bzw. 40.000 Euro (bestehende, bereits geförderte Innovationsbündnisse) eine Initialzündung aus und soll Initiativen zu einer guten Startposition oder zur qualitativen Weiterentwicklung des Bündnisses verhelfen. Der Schwerpunkt der Förderung liegt in einem "Innovationsforum", einer zweitägigen Veranstaltung, die dem Wissenstransfer, dem Knüpfen von Kontakten und der Positionsbestimmung im Wettbewerb dient.
Start: 2001
Zahl der bislang geförderten Initiativen: 151
Fördersumme: 12 Mio. Euro
Fortlaufender Auswahlprozess
Mit dem Programm "InnoProfile“ setzt das BMBF auf das Miteinander von regionaler Nachwuchsforschung mit regionaler Wirtschaft. Gefördert wird entsprechend die technologie- und branchenspezifische Zusammenarbeit zwischen Nachwuchsforschungsgruppen an Institutionen der öffentlich finanzierten Forschung und denjenigen Unternehmen vor Ort, die das wirtschaftliche Kompetenzprofil ihrer Region prägen, deren Markt- und Technologieentwicklung ein besonderes Potenzial aufweist und die ein wesentlicher Bestandteil der Wertschöpfung in der Region sind oder werden können. In drei Auswahlrunden wurden seit Juni 2005 insgesamt 43 Initiativen für eine Förderung ausgewählt. Mit "InnoProfile-Transfer" soll eine stärkere Ausrichtung bestehender InnoProfile-Nachwuchsforschungsgruppen auf den Technologietransfer erfolgen und zugleich KMU zu einer gezielteren Zusammenarbeit mit der Wissenschaft motiviert werden.
Start des Programms InnoProfile: 2005
Zahl der bislang ausgewählten Initiativen: 44
Programmetat: 157 Mio. Euro bis 2013
Start der Programmlinie InnoProfile-Transfer: Ende 2010
Zahl der bislang geförderten Initiativen: 27
Programmetat für die bislang bewilligten Initiativen: 59 Mio. Euro
Mit dem neuen Förderprogramm „ForMaT“ (Forschung für den Markt im Team) will das BMBF Ergebnisse aus der öffentlichen Forschung besser und schneller für die Wirtschaft nutzbar machen. Zum einen sollen Forscherinnen und Forscher motiviert werden, schon in einer frühen Phase zu analysieren, inwieweit ihre Untersuchungen sich für eine Verwertung am Markt eignen und spezifischen Kundenbedürfnissen entsprechen. Zum anderen fördert das Programm die interdisziplinäre Zusammenarbeit: Lehrstühle aus der technisch-naturwissenschaftlichen Forschung, aber auch sozial- oder geisteswissenschaftliche Fachbereiche bilden mit wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten ein Team. Dieses Team soll dann Verwertungskonzepte entwickeln und diese gemeinsam umsetzen.
Start: 2007
Förderphase I: 86 Konzeptteams
Förderphase II: 33 Innovationslabore
Förderetat: 59 Mio. Euro bis 2013

Am 22. August 2012 wurde das Programm „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ bekanntgegeben. Mit dem Programm sollen die in den Neuen Ländern aufgebauten herausragenden wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Kompetenzen durch überregionale und interdisziplinäre Kooperationen systematisch für die Zukunft ausgebaut werden. Dabei gilt es, Grenzen im Denken zu überwinden. Aber auch Grenzen von Technologien, wissenschaftlichen Disziplinen, Branchen, Märkten und Organisationskulturen. Über neue Formen der Vernetzung, über offene, transparente und reflexive Prozesse des Netzwerkmanagements bei der Projektumsetzung sollen neuartige Innovationsstrukturen entstehen. Im Mittelpunkt stehen dabei das gemeinsame Identifizieren von Zukunftsthemen und künftigen Bedarfsfeldern sowie die entsprechende Erarbeitung konkreter, wirtschaftlich tragfähiger Lösungen.
Start: 2012
Förderetat: bis zu 500 Mio. Euro bis 2019
Das Programm "InnoRegio" wurde 1999 als themenoffener Wettbewerb („bottom up“-Ansatz) ausgeschrieben und stellt die Basis für die weiteren Programme dar. Ziel war der Aufbau sich selbst tragender Innovationsnetzwerke, die durch neue Formen der Zusammenarbeit die Innovationspotenziale ihrer Region zu einem wettbewerbsfähigen Leistungsprofil zusammenführen. Aus insgesamt 444 Bewerbern wurden 23 regionale Initiativen mit unterschiedlichsten Branchen- und Themenschwerpunkten für die Förderung ausgewählt und bis Ende 2006 gefördert.
Start: 1999 / Ende: 2006
Zahl der geförderten Initiativen: 23
Programmetat 1999-2006: 230,6 Mio. Euro