Im Blickpunkt

Startschuss für neues Forschungszentrum in Potsdam-Golm

Der Vermehrung von Bildung und Forschung steht - zumindest in Potsdam - ab sofort nichts mehr im Wege. Am Universitätsstandort Potsdam-Golm wurde im Dezember der Grundstein für ein weiteres Gebäude gelegt, das Studierenden, Lehrenden und Forschenden ab Sommer 2013 ein Dach über dem Kopf bietet.

Es boomt! Zur Grundsteinlegung an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät bei herrlichem Sonnenschein auf dem Campus Golm kam die brandenburgische Wissenschafts- und Forschungsministerin Prof. Dr. Sabine Kunst. In ihrer Rede betonte sie die imponierende Entwicklung des Standorts: "Nahezu jährlich entstand in den letzten fünf bis acht Jahren ein Neubau in Golm. Das macht Golm zu einem der wichtigsten Wissenschaftsstandorte Deutschlands." Die Zahlen beweisen es: Mit 1.500 Wissenschaftlern und Mitarbeitern sowie über 6.000 Studenten ist er der größte Forschungsstandort Brandenburgs, der allein schon durch die Nähe der einzelnen Fachgebiete viel Raum für Synergie-Effekte bietet. Selbst noch bis Anfang 2011 Prösidentin der Universität, hob die Ministerin hervor, dass der Standort Golm mittlerweile auch einen wertvollen Innovations- und Wachstumsmotor für die Wirtschaft Brandenburgs darstellt.

Die für den Bauherren - das Brandenburger Finanzministerium - anwesende Finanzstaatssekretärin Daniela Trochowski nannte weitere Zahlen: Mehr als 350 Mio. Euro habe das Land Brandenburg in die Gebäude der Universität Potsdam seit 1991 investiert, davon allein rund 172 Millionen Euro in den Campus in Golm, den sie als " jung, modern und forschungsnah" beschreibt. In dem Gebäude, in dem sich Labor- und Büroflächen für interdisziplinäre Forschung der Physikalischen Chemie, Physik (Laser und Photonik), Human- und Kognitionswissenschaften, Linguistik, Biochemie und Biologie befinden werden, wird Zukunft gemacht.

V.l.n.r.: Dr. Thomas Grünewald, Vizepräsident der Universität Potsdam, Sabine Kunst, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Norbert John, Technische Geschäftsführer des Brandenburgischen Landesbetriebs für Liegenschaften und Bauen und Staatssekretärin Daniela Trochowski, Ministerium der Finanzen, bei der Grundsteinlegung

Noch mehr Zimmer mit Aussicht

4.300 Quadratmeter für Projekte, die ausschließlich aus Drittmitteln gefördert werden, sind aber nicht alles, was Potsdam an diesem Tag zu bieten hat: Die Aussicht auf weitere Investitionen in die baulichen Einrichtungen der Universität Potsdam - in Kürze geht es am Griebnitzsee mit dem Bau für ein weiteres Fakultäts- und Drittmittelgebäude los - lassen die Landeshauptstadt Stück für Stück geradezu zu einer Wissenschafts-Metropole anwachsen.

Der Weg ist das Ziel bei innoFSPEC

In kleinerer Runde wurde am Vormittag in den neuen Räumen und Laboren des Zentrums für Innovationskompetenz innoFSPEC ebenfalls über die Zukunft geredet. Im Statusseminar wurde von den Vortragenden Prof. Dr. Löhmannsröben, Dr. Reich, Dr. Haynes, Dr. Roth und Prof. Dr. Roth hervorgehoben, wie gut die Arbeit auf dem Campus im Bereich der Physikalischen Chemie und Astrophysik voranschreitet. "Der Mut wird jetzt belohnt", so Ministerialrat Hans-Peter Hiepe (BMBF), der damit zum Ausdruck bringen wollte, wie gut die Kooperationen, Neueinstellungen, Ergebnisse und Partnerschaften am Institut funktionieren. Es gibt einen regen Austausch zum Beispiel mit der Uni Cottbus, von den internationalen Beziehungen u.a. nach Australien und Chile ganz zu schweigen. Projekte und Workshops für nächstes Jahr wurden besprochen. Höchst erfreulich ist die Wahrnehmung von außen, die innoFSPEC erfährt: In Lehre und Ausbildung ist die Meinung der Wissenschaftler aus Golm und vom Babelsberg gefragter denn je. Martin M. Roth, Initiator des Teams, fasst zusammen: "Vision und Realismus sind der Weg zum Ziel."


Weitere Informationen zum Zentrum für Innovationskompetenz innoFSPEC erhalten Sie hier.


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