Im Blickpunkt

Richtfest für Photovoltaik-Forschungszentrum in Halle

Zusammen mit rund 150 Gästen aus Wirtschaft und Wissenschaft, Politik und Verwaltung feierten die beiden Leiter des Fraunhofer-Centers für Silizium-Photovoltaik, Professor Jörg Bagdahn und Dr. Peter Dold, kurz vor Ostern Richtfest für das neue Forschungszentrum auf dem Weinberg-Campus.

Das neue Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik (CSP) in Halle an der Saale, auf dessen Baustelle am 27. März Richtfest gefeiert wurde, wird für die Industrie Lösungen aus einer Hand bieten: Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten fokussieren sich unter anderem auf die Entwicklung von Verfahren zur Kristallisation und Herstellung dünner Siliziumwafer, die Bewertung mechanischer Eigenschaften von Wafern und Solarzellen sowie die Zuverlässigkeit von Solarmodulen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierte in diesem Zusammenhang die InnoProfile-Initiative „SiThinSolar“ am Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik Halle von 2006 bis 2011 und fördert aktuell in der Saalestadt das Zentrum für Innovationskompetenz „SiLi-nano“ an der Martin-Luther-Universität, dessen Forschungsschwerpunkt das Zusammenwirken von Silizium und Licht ist. Assoziierte Partner sind u.a. das Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik (IWMH) und das Fraunhofer CSP.

Auf rund 4.000 Quadratmetern entsteht auf dem Weinberg-Campus in Halle ein neues Zentrum für angewandte Forschung in den Bereichen Kristallisationstechnologien, Solarwafer und Solarmodulprüfung für die Photovoltaik. Das Gebäude wird Platz für bis zu 85 Mitarbeiter bieten. „Wir freuen uns, dass wir den Photovoltaikunternehmen in der Region als Partner für gemeinsame, praxisorientierte Forschungsprojekte zur Verfügung stehen können“, sagte Professor Jörg Bagdahn, Leiter des Fraunhofer CSP. 

In das Fraunhofer CSP mit seinem bereits fertig gestellten Modultechnologiezentrum in Schkopau werden insgesamt 60 Millionen Euro investiert.

Die bis zum Sommer 2013 entstehende CSP Forschungseinrichtung wird nicht nur den Photovoltaikunternehmen der Region Solar Valley als Partner für gemeinsame anwendungsorientierte Forschungsprojekte zur Verfügung stehen. Mit höchster Kompetenz entwickelt das Fraunhofer CSP neue Technologien von der Kristallisation über die Waferherstellung bis zur Modulfertigung und beschäftigt sich mit der Entwicklung neuer Materialien entlang der Wertschöpfungskette.

Zahlen und Fakten

  • Das Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP ist 2007 vom Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM und dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE gegründet worden.
  • Das Fraunhofer CSP gliedert sich in die Bereiche „Zuverlässigkeit und Technologien für Netzparität“, unter der Leitung von Professor Jörg Bagdahn, und „Labor für Kristallisationstechnologie“, unter der Leitung von Dr. habil. Peter Dold.
  • Das Fraunhofer CSP besteht aus zwei Standorten, Halle und Schkopau (Sachsen-Anhalt).
  • Der Standort Halle wird eine Hauptnutzfläche von circa 4.000 Quadratmetern haben und besteht aus dem Labor- und Bürogebäude des Fraunhofer CSP und einem Technikum für Kristallisation und Wafering. Mit der Fertigstellung wird im Sommer 2013 gerechnet.
  • Derzeit sind am Fraunhofer CSP bereits 53 Mitarbeiter und zusätzlich mehr als 20 Studenten und Gastwissenschaftler beschäftigt.

 

Nähere Informationen zum Zentrum für Innovationskompetenz "SiLi-nano" stellen wir Ihnen hier zur Verfügung. Weitere Informationen zum InnoProfil "SiThinSolar" finden Sie hier.


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