Glossar Zwanzig20

Glossar

Was wird im Rahmen des Programms "Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation" unter einem Initialkonsortium verstanden, wie definiert sich die Roadmap, was macht einen Problemraum aus? Im "Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation"-Glossar finden Sie eine Zusammenfassung zentraler Begriffe der Programm-Philosophie.
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Antrag für Strategieentwickung

Im Initialkonzept müssen auch die Projekte dargestellt werden, die (im Falle einer positiven Auswahlentscheidung durch das BMBF) bereits in der Strategiephase gefördert werden sollen. Die Anträge für diese Projekte können erst gestellt werden nach einer positiven Bewertung durch die Jury und der Aufforderung durch den Zuwendungsgeber.

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie gemeinnützige Organisationen, die einem Konsortialverbund zur Umsetzung einer gemeinsamen Strategie angehören, der auf einem Initialkonzept basiert, das vorab für eine Förderung ausgewählt worden ist.

Forschungseinrichtungen, die gemeinsam von Bund und Ländern grundfinanziert werden, kann nur unter bestimmten Voraussetzungen ergänzend zu ihrer Grundfinanzierung eine Projektförderung für ihren zusätzlichen Aufwand bewilligt werden.

Beirat des Konsortiums

Bereits im Initialkonzept hat das sich bewerbende Konsortium nachzuweisen, dass es willens und in der Lage ist, einen paritätisch besetzten Beirat von ca. zehn anerkannten Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft (je zur Hälfte vom BMBF und vom Konsortium benannte Mitglieder) zu etablieren, erste Zusagen von möglichen Experten, die das Konsortium im Beirat vertreten sollen, müssen vorliegen.

Mit Beginn des Förderzeitraums überprüft der Beirat regelmäßig die strategische Ausrichtung des Konsortiums hinsichtlich der angestrebten Problemlösung und die diesbezüglichen Fortschritte, macht gegebenenfalls Auflagen zur Nachjustierung und entscheidet über die Zulassung der einzelnen Fördervorhaben.

EU-Förderung

Antragsteller sollen sich – auch im eigenen Interesse – mit dem EU-Forschungsrahmenprogramm vertraut machen. Sie sollen prüfen, ob das beabsichtigte Vorhaben spezifische europäische Komponenten aufweist und damit eine ausschließliche EU-Förderung möglich ist. Weiterhin ist zu prüfen, inwieweit ergänzend ein Förderantrag bei der EU gestellt werden kann. Das Ergebnis der Prüfungen soll im nationalen Förderantrag kurz dargestellt werden.


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förderfähige Vorhaben

Im Einzelnen sind Aktivitäten (Vorhaben) in den folgenden Bereichen förderfähig, soweit sie den in Nummer 1.1 der Förderrichtlinie formulierten Zielstellungen entsprechen:

  • Forschung und Entwicklung (FuE),
  • Entwicklung einer Strategie für die Lösung des vom Konsortium adressierten Problems und für die Gewinnung hierfür geeigneter weiterer Partner,
  • Durchführbarkeitsstudien im Vorfeld der industriellen Forschung und der experimentellen Entwicklung,
  • Entwicklung eines für das Konsortium besonders geeigneten Organisations- und Managementmodells sowie Prozesse des Innovationsmanagements und Maßnahmen zur Umsetzung,
  • Investitionen in Geräte und Ausrüstungen für Ausbildung, Qualifizierung, Forschung und Entwicklung,
  • Maßnahmen zur Integration von Nachwuchsförderung und Qualifizierungsaktivitäten der Vorhabensbeteiligten in die Strategie des Konsortiums,
  • Nationales und internationales Kompetenzmarketing des Konsortiums insgesamt,
  • Gewinnung von Fach- und Führungskräften,
  • Gründung kleiner innovativer Unternehmen,
  • Entwicklung und Erstumsetzung von Patentierungsstrategien, Innovationsberatung und weitere innovationsunterstützende Dienstleistungen für die mitwirkenden KMU.

Die Beantragung von Fördervorhaben bedarf der vorherigen positiven Begutachtung durch den Projektbeirat. Die endgültige Entscheidung über die Zuwendung behält sich der Zuwendungsgeber vor.

Initialkonsortien

Als Initialkonsortien werden diejenigen Gruppen von Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen bezeichnet, die sich in einem ersten Schritt zur Gründung von strategischen Allianzen gefunden haben, und die sich mit einem Initialkonzept für die spätere Förderung bewerben. In diesem Konzept hat das jeweilige Initialkonsortium darzulegen, dass es

  • in Bezug auf die angestrebte Problemlösung bereits heute eine aussichtsreiche Position in Markt und Wettbewerb sowohl national als auch international innehat.
  • die personellen, organisatorischen und fachlichen Voraussetzungen besitzt, um eine von allen Partnern mitgetragene tragfähige Lösungsstrategie für den adressierten Problemraum innerhalb eines Jahres zu entwickeln.
  • bereits über eine Vision sowie erste Ansätze bezüglich der Art der Lösung(en) sowie einen Zeit- und Arbeitsplan für ihre Weiterentwicklung und Detaillierung verfügt.
  • über ausreichende Kontakte und Interessenbekundungen verfügt, um noch weitere notwendige Partner zu integrieren.
  • in der Lage ist, die voraussichtlich entstehenden Gesamtkosten sowie die Fördermittel, die für eine erfolgreiche Lösung des adressierten Problems bis 2019 benötigt werden, insgesamt und beginnend ab 2013 auch pro Kalenderjahr abzuschätzen.
  • willens und in der Lage ist, einen paritätisch besetzten Beirat zu etablieren.

Initialkonzept

Grundlage der Förderung ist zunächst ein sogenanntes Initialkonzept, mit dem sich die bewerbenden Initialkonsortien mit ihrer Mission, den zugrundeliegenden Problem- und Fragestellungen, den damit verbundenen Chancen, ihren Zielen und Perspektiven, ihrem bereits bestehenden Leistungsvermögen sowie ihrer grundlegenden Konzeption zur Gestaltung des Prozesses der Strategiebildung, Partnerfindung und Organisationsentwicklung darstellen. Dabei handelt es sich um eine erste Konzeption, die neben den Zielen und Inhalten des gesamten Projekts (Projektbeschreibung) vor allem die Planung und Durchführung des Gesamtprozesses, einschließlich der erweiterten Strategiephase, umfasst.

Das Initialkonzept wird von einem Initialkonsortium bis spätestens zum 3. April 2012 beim Projektträger eingereicht.

Der dem Initialkonzept beigefügte Antrag auf Förderung der sich gegebenenfalls anschließenden Strategieentwicklung ist durch einen legitimierten Vertreter des Konsortiums einzureichen. In dem Antrag ist auch in geeigneter Form darzustellen, dass der Antragsteller vom Konsortium legitimiert wurde, die Strategie bzw. das Organisations- und Managementkonzept federführend mit dem Konsortium zu entwickeln.

Aus der Vorlage einer Projektskizze kann kein Rechtsanspruch auf eine Förderung abgeleitet werden.

Die eingereichten Konzeptunterlagen dürfen einen Umfang von 80 DIN A4-Seiten inklusive Anlagen nicht überschreiten.

Innovationsstrategie/Strategiekonzept

In dieser ersten Förderphase soll auf Grundlage des Initialkonzepts eine umfassende Innovationsstrategie erarbeitet werden. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der detaillierten Beschreibung und Abgrenzung der gemeinsam adressierten Herausforderung, dem gleichzeitigen Auf- und Ausbau der Partnerstruktur, dem Management, der Strategieformulierung und Umsetzungsplanung. Hierzu zählen u.a. die Beschreibung des Problemraums, der gewählten Herangehensweise, der Partner und des wissenschaftlichen und ökonomischen Potenzials, der Kooperationswege und Wertschöpfungszusammenhänge (ökonomische Strategie und Forschungsstrategie).

Ergebnis ist nach rund einem Jahr eine ausgearbeitete wissenschaftliche, technische, organisatorische und ökonomische Roadmap bzw. detaillierte Eckpunkte für geplante Entwicklungsschritte der nächsten Jahre sowie eine hierfür geeignete Organisations- und Managementstruktur. Daraus soll ersichtlich sein, welche Maßnahmen von welchen Akteuren wann und mit welchen Mitteln umgesetzt werden sollen, um die angestrebte Problemlösung zu erreichen.

Bereits mit Abgabe des Initialkonzepts kann das jeweilige Initialkonsortium einen förmlichen Antrag auf Förderung der Strategiephase einreichen, um im Fall der positiven Bewertung durch die Jury zügig in die erste Förderphase (Erarbeitung Innovationsstrategie/Strategiekonzept) eintreten zu können.

Diese Phase der Fördermaßnahme wird gegebenenfalls durch ein Management- und Innovationscoaching unterstützt. Während dieser Phase werden erste Umsetzungsvorhaben definiert und in Angriff genommen und der Beirat des Konsortiums wird bestimmt.

In einem Strategieworkshop zusammen mit dem Beirat des Konsortiums wird erstmalig Mitte 2014 (im weiteren Verlauf einmal jährlich) die Innovationsstrategie evaluiert sowie Empfehlungen und Auflagen ausgesprochen.

interdisziplinär

Die Aufgabenstellung der bewerbenden Konsortien muss, um förderfähig zu sein, eine interdisziplinäre, d.h. über die Grenzen einer einzelnen Wissenschaftsdisziplin hinaus gehende Lösung erfordern. Im Gegensatz etwa zu multidisziplinären Ansätzen kombiniert interdisziplinäre Forschung Methoden unterschiedlicher Fachdisziplinen und es findet ein intensiver Austausch von Informationen und Inhalten statt, um neuartige Konzepte zur Lösung von Problemen zu entwickeln, auf die Einzelwissenschaften bisher keine adäquate Antwort geben konnten.

intersektoral

Neben der Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen (interdisziplinärmultidisziplinärtransdisziplinär) verlangt die Förderrichtline intersektorale Kooperation. In Deutschland werden FuE-Tätigkeiten von folgende Sektoren durchgeführt: Wirtschaft, Staat, Hochschulen, sogenannte private Einrichtungen ohne Erwerbszweck bzw. außeruniversitäre Forschungseinrichtungen (z.B. FhG, MPG, HGF). Intersektoral steht zugleich für die konzeptionelle und kooperative Überschreitung der Grenzen von sektoralen Märkten, Branchen und Technologiefeldern.
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Jury

Voraussetzung für eine spätere Förderung ist die positive Bewertung durch eine vom BMBF berufene Expertenjury in einem vorgelagerten Auswahlverfahren auf Basis des vorgelegten Initialkonzepts. Die Bewertung erfolgt entsprechend der Zuwendungsvoraussetzungen (vgl. Punkt 4. der Förderrichtlinie). Die Entscheidung der Jury wird im Juli 2013 bekanntgegeben. Es werden ca. zehn Konsortien ausgewählt, die als Projektkonsortien in die zweistufige Strategie- bzw. Umsetzungsphase eintreten. Die endgültige Entscheidung über die Förderung trifft der Zuwendungsgeber auf der Grundlage der Empfehlungen der Jury.

Kooperation

mit überregionalem Ansatz: inter-trans- und multidisziplinäre Kooperationen und Forschungsansätze.

Management-/Innovationscoaching

Die einjährige Phase der Fördermaßnahme zur Erarbeitung der Innovationsstrategie wird gegebenenfalls durch ein Managementcoaching unterstützt. Während dieser Phase werden erste Umsetzungsvorhaben definiert.

multidisziplinär

Multidisziplinäre Forschungsansätze zeichnen sich durch die weitgehend parallele und unabhängige Bearbeitung von wissenschaftlichen Fragestellungen durch verschiedene Fachdisziplinen aus. Im Unterschied zu interdisziplinären Ansätzen werden die Ergebnisse hier erst am Ende additiv zusammengeführt, ein kontinuierlicher Austausch von Informationen und Methoden findet nicht statt.


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Partnerdatenbank

Neben überregionaler Vernetzung ist auch die inter-trans- und multidisziplinäre Zusammenarbeit Bedingung für eine Förderung. Um Initiativen beim Aufbau eines solchen vielschichtigen Netzwerks zu unterstützen, wurde im Rahmen des Förderprogramms eine Partnerdatenbank eingerichtet. Mit der Partnerdatenbank wird eine Plattform zur Verfügung gestellt, die zum einen bereits formierten Initialkonsortien die Möglichkeit gibt, sich zu präsentieren und neuen Partnern vorzustellen. Zum anderen bietet die Partnerdatenbank einzelnen Institutionen, Unternehmen etc. die Möglichkeit, sich mit den individuellen Kompetenzen als potenzielle Partner für Konsortien vorzustellen bzw. anzubieten.

Problemraum

Mit der Förderung soll die Lösung volkswirtschaftlich und gesellschaftlich bedeutsamer Problemstellungen und Herausforderungen durch ostdeutschlandweite, überregionale und Ländergrenzen überschreitende Kooperationen unterstützt werden. Es geht um die Lösung eines Zukunftsproblems.

Der definierte Problemraum umfasst alle Facetten der Aufgabenstellung, die durch das Forschungs- und Innovationsprojekt bearbeitet werden soll. Voraussetzung für die Förderung ist, dass es sich um einen technologisch/wissenschaftlich anspruchsvollen, volkswirtschaftlich und gesellschaftlich bedeutsamen Problemraum handelt, dessen Lösung grundlegende Innovationen mit großen wirtschaftlichen Erfolgsaussichten und überdurchschnittlichen Wachstumsmöglichkeiten verspricht. Erwartet wird zudem eine Aufgabenstellung, die inter-trans- und multidisziplinäre Zusammenarbeit erfordert.

Projektkonsortien

Nach positiver Bewertung des Initialkonzepts durch die Jury gehen die Initialkonsortien mit Beginn der Förderung im Programm „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ in Projektkonsortien über.

Der Wechsel der Bezeichnung macht den vorläufigen Charakter der Initialkonsortien und der Initialkonzepte deutlich. Durch die intersektorale Partnerfindung und Zusammenarbeit in Wissenschaft und Wirtschaft sind in der Strategiephase erhebliche konzeptionelle und strukturelle Veränderungen zu erwarten.

Die Mitglieder von Initialkonsortien und Projektkonsortien müssen nicht identisch sein. Sie sind zunächst mit der Erarbeitung einer Innovationsstrategie betraut, in der Folge ebenso mit der Umsetzung des Projekts. Die Projektkonsortien verfügen über die notwendige Kompetenz, Finanzkraft, Organisations-, Management-, Kooperations- und Leistungsfähigkeit, um das adressierte Problem gemeinsam lösen zu können.

Das jeweilige Projektkonsortium hat Partner in allen Neuen Ländern und mindestens einen Partner in Westdeutschland. Der Anteil der Wirtschaftsunternehmen im Konsortium wird mindestens 50 Prozent betragen, 80 Prozent aller Projektpartner haben ihren Sitz in Ostdeutschland. Der Konsortialführer soll aus Ostdeutschland kommen.

Projektträger

Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMBF derzeit folgenden Projektträger (PT) beauftragt:

Projektträger beim Forschungszentrum Jülich GmbH
Geschäftsbereich TRI
52425 Jülich

Ansprechpartner: Herr Dr. Hartmut Paetsch
Tel: 030 20199-482
Fax: 030 20199-400
E-Mail: h.paetsch[at]fz-juelich.de

Soweit sich hierzu Änderungen ergeben, wird dies erneut im Bundesanzeiger bekannt gegeben.

Beim Projektträger sind bis spätestens zum 3. April 2013 Initialkonzepte in 15-facher Ausfertigung in Papierform und in elektronischer Form in deutscher Sprache einzureichen. Das Initialkonzept ist durch einen legitimierten Vertreter des Konsortiums einzureichen. Auf der Grundlage ihrer Initialkonzepte für eine Förderung ausgewählte Initialkonsortien können für im Konzept dargestellte und von der Jury positiv bewertete Projekte förmliche Förderanträge voraussichtlich bis 30. September 2013 beim Projektträger einreichen.

Roadmap

Ergebnis der ersten Förderphase (Erarbeitung Innovationsstrategie/ Strategiekonzept) ist eine sogenannte Roadmap, die detailliert das geplante Vorgehen, die Akteure, die Ziele und Mittel sowie die Organisations- und Managementstruktur benennt. Die Roadmap wird kontinuierlich ergänzt und angepasst und über den gesamten Projektzeitraum hinweg einmal im Kalenderjahr in geeigneter Form vor dem Beirat und dem BMBF präsentiert.


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Strategieworkshop

Ungefähr ein Jahr nach Projektstart wird durch das BMBF und den Beirat des Konsortiums erstmalig der Projektfortschritt anhand eines bis dahin von den Projektkonsortien zu erstellenden Berichts evaluiert, der den Projektstatus und die fortgeschriebene Strategie umfasst. Für die weitere Umsetzung werden gemeinsam mit dem Projektkonsortium Empfehlungen und gegebenenfalls Auflagen formuliert. Im weiteren Projektverlauf findet einmal jährlich ein solcher Strategieworkshop statt.

transdisziplinär

Wird Forschung transdisziplinär betrieben, so sind neben unterschiedlichen wissenschaftlichen Akteuren zusätzlich Personen und/oder Institutionen aus der Praxis eingebunden. Zum Theoriewissen tritt somit Praxiswissen. Dabei arbeiten die verschiedenen Akteure nicht nur beratend zusammen, sondern entwickeln die Fragestellung und die Methodik gemeinsam, bis hin zu den daraus resultierenden Lösungsansätzen. Transdisziplinäre Forschung findet folglich nicht nur kontinuierlich zwischen den wissenschaftlichen Disziplinen statt, sondern weicht deren Grenzen auf und reicht über sie hinaus.

Umsetzung und Monitoring (Zweite Phase)

In der zweiten Phase werden in einem offenen und transparenten Prozess weitere Vorhaben identifiziert, ausgearbeitet und durchgeführt sowie weitere Partner integriert. Dabei sollte auch auf neue Applikationsfelder, neue Partner, neue Technologieentwicklungen im Hinblick auf gerade entstehende oder sich verändernde Märkte reagiert werden.

Bei der Umsetzung wird die entwickelte Roadmap fortgeschrieben und zusammen mit den geplanten neuen Projekten in einem jährlichen Strategieworkshop vom BMBF und dem Beirat des Konsortiums begutachtet. Hierfür sind von den Projektkonsortien Berichte zu erstellen, die den Projektstatus und die entwickelte bzw. fortgeschriebene Strategie umfassen. Auf dieser Grundlage werden BMBF Beirat Empfehlungen und gegebenenfalls Auflagen für die weitere Strategieumsetzung formulieren.

Verbundprojekt

Ein Verbundprojekt bezeichnet die vertraglich geregelte projektbezogene Zusammenarbeit von mindestens einem Unternehmen und mindestens einer Forschungseinrichtung. Die behandelte Fragestellung (Problemraum) muss dabei für alle Projektpartner relevant sein, jeder Partner arbeitet an einem für sich geschlossenen und definierten Projektteil und trägt somit zum Erreichen des Projektziels bei. Entscheidend für den Erfolg eines Verbundprojekts ist intensiver Austausch und ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen den Projektpartnern. Nicht-Verbundpartner sind Dritte, die nur durch Leistungsaustausch im Auftragsverhältnis zuarbeiten.

Bei der Auswahl der Verbundpartner soll im Interesse einer vertrauensvollen Zusammenarbeit darauf geachtet werden, dass diese in der späteren Wertschöpfungskette nicht wirtschaftlich konkurrieren.

Die Partner eines Verbundprojekts haben ihre Zusammenarbeit in einer Kooperationsvereinbarung zu regeln. Vor der Förderentscheidung muss eine grundsätzliche Übereinkunft über bestimmte vom BMBF vorgegebene Kriterien nachgewiesen werden. Einzelheiten können einem BMBF-Merkblatt – Vordruck 0110 – entnommen werden (https://foerderportal.bund.de/easy/easy_index.php?auswahl=easy_formulare&formularschrank=bmbf#t6).

wissenschaftliche Begleitung

Die Fördermaßnahme wird durch eine wissenschaftliche Begleitung evaluiert. Dazu wird von den Antragstellern die Bereitschaft zur projektübergreifenden Zusammenarbeit mit der Begleitforschung und anderen Verbünden erwartet. Es wird erwartet, dass im Kontext des Förderprogramms auch an öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen des BMBF mitgewirkt wird, die über die Einzelprojekte hinausgehen.

Zuwendung (Bemessung)

Die Zuwendung können im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden.

Bemessungsgrundlage für Zuwendung an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten, die in der Regel – je nach Anwendungsnähe des Vorhabens – bis zu 50 Prozent anteilfinanziert werden können. Nach BMBF-Grundsätzen wird eine angemessene Eigenbeteiligung – grundsätzlich mindestens 50 Prozent der entstehenden zuwendungsfähigen Kosten – vorausgesetzt.

Bemessungsgrundlage für Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben (bei Helmholtz-Zentren und der Fraunhofer-Gesellschaft – FhG – die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten), die individuell bis zu 100 Prozent gefördert werden können.

Die Bemessung der jeweiligen Förderquote muss den Gemeinschaftsrahmen der EU-Kommission für staatliche Beihilfen für Forschung, Entwicklung und Innovation (FEuI-Beihilfen) berücksichtigen. Dieser Gemeinschaftsrahmen lässt für Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) differenzierte Aufschläge zu, die gegebenenfalls zu einer höheren Förderquote führen können.

Zuwendungsgeber

Zuwendungsgeber ist das BMBF.

zweistufiges Verfahren

Wegen der außergewöhnlich hohen Anforderungen an Struktur und Management der strategischen Innovationsnetzwerke (Projektkonsortien) durchlaufen die von einer Jury ausgewählten Initiativen grundsätzlich zwei ineinander übergehende Phasen:

  1. Erarbeitung Innovationsstrategie/Strategiekonzept
  2. Umsetzung und Monitoring: FuE etc.

Beide Phasen sind weder zeitlich noch inhaltlich strikt voneinander getrennt, sondern gehen ineinander über. Dabei verändert sich das Schwergewicht von der konzeptionellen Entwicklung im Strategieprozess hin zur Strategieumsetzung und Gestaltung der dafür erforderlichen Prozesse. Diese Unterteilung trägt der herausragenden Bedeutung des prozessualen Charakters und der Rolle neuer Organisations- und Managementformen bei der Umsetzung der Ziele dieser Fördermaßnahme in komplexen Innovationsnetzwerken Rechnung.


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Dokumente

  • Förderrichtlinie

    [PDF - 54,7 kB]

     (URL: http://www.unternehmen-region.de/_media/FR_Zwanzig20_web_07_13.pdf)

Ansprechpartner

  • Bundesministerium für Bildung und Forschung

    • Referat 114 "Regionale Innovationsinitiativen; Neue Länder"
    • Kapelle-Ufer 1
    • 10117 Berlin
    • Telefonnummer: 030 1857-5273
    • Faxnummer: 030 1857-85273
    • E-Mail-Adresse: Gudrun.Kurek@bmbf.bund.de
    • Homepage: http://www.bmbf.de