Im Blickpunkt

Licht am Ende des Tunnels

Die Forscher des innoFSPEC-Teams um Prof. Dr. Martin Matthias Roth und Prof. Dr. Hans-Gerd Löhmannsröben planen neue Laborräume auf dem Universitätscampus in Potsdam-Golm. Das dafür im Bau befindliche Gebäude erhielt am 30. Juli 2012 die Richtkrone. Bis zum Jahresende 2013 entstehen auf rund 3.500 qm moderne Labor- und Büroräume.

„Gut zehn Jahre haben wir hart für das neue Forschungsgebäude auf dem Unicampus in Golm gearbeitet und gekämpft. Dieses Richtfest heute bringt uns dem Ziel immer näher, in gut einem Jahr modernste Laborräume für die Photonik einzurichten.“, unterstreicht Hans-Gerd Löhmannsröben die Bedeutung des Tages.

Der Professor für Physikalische Chemie an der Universität Potsdam und Wissensbotschafter des Landes Brandenburg schaut zufrieden in den strahlend blauen Himmel über der Landeshauptstadt. Gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern der Universität und des Leibniz-Instituts für Astrophysik Potsdam initiierte er 2008 das Zentrum für Innovationskompetenz ZIK innoFSPEC. Ins Deutsche übersetzt heißt die zungenbrecherische Abkürzung ganz einfach: Grundlagenforschung für innovative faseroptische Spektroskopie und Sensorik.

Die Initiative betreibt im Schwerpunkt die Manipulation von Licht. Im Fokus der Forschung stehen dabei das Miniaturisieren und Modulieren von optischen Komponenten, das Charakterisieren von Materialien, das Analysieren chemischer Prozesse, das Entwickeln photonischer Filter sowie die Vielkanalspektroskopie für Anwendungen in der physikalischen Chemie, den Lebenswissenschaften und der Medizin, bis hin zur Astrophysik.

„Bei der Spektroskopie schauen wir danach, welche Wechselwirkung Licht mit unterschiedlichen Stoffen erfährt.“, erklärt Hans-Gerd Löhmannsröben. Auf diese Weise erhalten die Forscher wichtige Informationen über Zustand und Konzentration einzelner Verbindungen. Mithilfe von Glasfasern lenke man zu diesem Zweck Laserlicht genau dorthin, wo es gebraucht wird. Die Physiker und Chemiker arbeiten bei innoFSPEC inzwischen auch an neuen optischen Analyseverfahren von Gasen. Spezielle Laser sollen die früher üblichen chemischen Verfahren schrittweise ersetzen. Sie nutzen dabei den Effekt, dass Moleküle Licht bei spezifischen Wellenlängen absorbieren.

Hans-Gerd Löhmannsröben hat die neuen Laborräume, die zurzeit noch schlichter Rohbau sind, klar vor Augen: „Extra stark ausgelegte Fundamente zum Beispiel ermöglichen uns im neuen Forschungszentrum das Durchführen von präzisen Experimenten, wie wir sie heute noch nicht erreichen können. Außerdem wird uns ein Laborraum für astrophysikalische Untersuchungen den Blick auf Himmel und Sterne freigeben.“

Das neue Forschungsgebäude auf dem Unicampus in Potsdam-Golm entsteht im Rahmen des Infrastrukturprogramms für Drittmittelfinanzierung. Hier wird investiert, um nationalen und internationalen Forschungskooperationen moderne Labor- und Büroräume zur Verfügung zu stellen. Bei Bedarf können auch weitere Funktionsflächen nachinstalliert werden. Zum Jahresende 2013 soll das Forschungsgebäude in den wissenschaftlichen Betrieb gehen.


Mehr Informationen über das ZIK innoFSPEC erhalten Sie hier.


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