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Innovationsforum im Magdeburger Wissenschaftshafen zeigt, was geht
27 Monate - das ist die Regelzeit in der Automobilbranche, die vergeht, bis aus einer Idee ein neues innovatives Produkt entsteht. In der Regel ... Es geht aber auch viel schneller - zum Beispiel bei der IFC Composite GmbH in Haldensleben bei Magdeburg. Davon berichtete Clemens Aulich, Geschäftsführer der IFC, bei der Veranstaltung "innovation live - Best Practice im Innovationsmanagement" am 23. April 2008 in Magdeburg: "Ganze sechs Wochen brauchten Forscher und Entwickler, um den Prototyp eines glasfaserverstärkten Querblatts aus Kunststoff für die Federung der Vorderachse zu bauen. Dieses neue Bauteil ist 20 kg leichter als das konventionelle Querblatt aus Stahl. Unsere Innovation hat zum Beispiel VW und Mercedes überzeugt."
Nach insgesamt nur 16 Monaten konnten die ersten Querblätter aus Kunststoff in die neuen Transporter eingebaut werden. Mittlerweile liegt der Jahresausstoß pro Jahr bei 250.000 Stück, die in Haldensleben vom Band laufen. Mit dieser Leistung sei man inzwischen Weltmarktführer bei diesem Produkt, unterstrich Clemens Aulich.
Mit einem Investitionsvolumen von 16 Millionen Euro könne man nun die Umsatzverdoppelung auf 20 Millionen Euro erreichen.
Dass auch im Handwerk Innovationen ein Thema und unbedingt nötig sind, machte Dirk Cuno von der Magdeburger Delikata Fleisch- und Wurstwaren GmbH deutlich:
"Dass Folsäure bei werdenden Müttern und ihren Kindern oft ein Mangelstoff ist, wissen vielleicht manche. Aber gezielt dagegen vorgegangen wurde im Alltag bisher wenig. Da es bei uns in der Firma vor allem um die Wurst geht, haben wir mit Wissenschaftlern überlegt, untersucht und getüftelt, was machbar ist." Das Ergebnis war die "Folsami", stark im Geschmack, nachweisbar in der gesunden Wirkung. Zum ersten Mal auf der Grünen Woche Berlin mit entsprechendem Medienrummel vorgestellt, sei sie inzwischen eine feste Umsatzgröße im Sortiment. Und das nicht nur in den 14 Filialen in Sachsen-Anhalt, sondern Dank des Internets auch weit darüber hinaus.
Clemens Aulich von der IFC Composite GmbH.
Dirk Cuno von der Delikata Fleisch- und Wurstwaren GmbH.
Zwei Innovationsbeispiele, wie sie verschiedener und vielfältiger nicht sein können. Und damit typisch für die Wirtschaftsstruktur in Sachsen-Anhalt. Darauf verwies Prof. Dr. Hansheinz Kreuter von der Fachhochschule Magdeburg-Stendal in seinem einführenden Vortrag: "99 % der deutschen Unternehmen sind kleine und mittelständische Firmen. Sie geben fast 13 % des Umsatzes für Forschung und Entwicklung aus und investieren insgesamt fast 30 % in innovative Produkte. Aber sie kämpfen mit den Tücken des Managements von Innovationen, spüren den Druck der Großindustrie und kämpfen mit den Banken um die Finanzierung von Innovationen."
Vor diesem Hintergrund habe seine Hochschule gemeinsam mit der heimischen Wirtschaft einen Fernstudiengang "Innovationsmanagement in Kleinen und Mittleren Unternehmen" entwickelt. Die Resonanz auf das erste Angebot war gut und offensichtlich marktgerecht. 20 Teilnehmer, überwiegend aus dem unternehmerischen Führungsbereich, nehmen dieses Angebot zurzeit in Anspruch.
Weitere Informationen zum Innovationsforum "innovation live: Best Practice im Innovationsmanagement" finden Sie hier.
(URL: http://www.unternehmen-region.de/de/2753.php)
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(URL: http://www.innovation-live.de)