
Auf der Abschlussveranstaltung zur Evaluation der ersten ZIK-Förderrunde am 4. März in Berlin wurde deutlich, dass alle sechs Zentren für Innovationskompetenz (ZIK) der ersten Förderrunde in den vergangenen fünf Jahren erfolgreich mit der Umsetzung ihrer Strategiekonzepte begonnen haben.
Hans-Peter Hiepe vom BMBF zeigte sich sehr zufrieden mit der Entwicklung der ZIK.
Nun müssen diese Erfolge langfristig gesichert und der Ausbau der Zentren weiter vorangetrieben werden. Das BMBF wird diesen wichtigen Prozess mit einer zweiten Förderphase unterstützen.
Ziel des Programms Zentren für Innovationskompetenz im Rahmen der BMBF-Initiative Unternehmen Region sei gewesen, in sehr kurzer Zeit ein entsprechendes Image in Ostdeutschland aufbauen und das sehen wir bei allen ZIK als sehr gelungen an", sagte Ministerialrat Hans-Peter Hiepe vor Vertretern der ZIK-Initiativen und der Länder.
Dies haben auch die Ergebnisse der Evaluation der sechs ZIK gezeigt, mit der die Unternehmen Dr. Thielbeer Consulting und Roland Berger Strategy Consultants im vergangenen Sommer begonnen hatten. Workshops und Interviews vor Ort mit den Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern sowie Landesvertretern haben ergeben, dass "die ZIK grundsätzlich positive Effekte erreicht haben", berichtete Dr. Markus Thielbeer in seinem Gesamtüberblick über die Evaluierung.
Dr. Markus Thielbeer evaluierte gemeinsam mit Roland Berger Strategy Consultants die ZIK der ersten Förderrunde.
So hätten alle Zentren eine hohe Sichtbarkeit erreicht, was in großen Universitäten wie Leipzig schwieriger zu realisieren war als beispielsweise in Greifswald. Es habe erste strukturbildende Effekte gegeben, wie z.B. die Schaffung neuer ordentlicher Professuren und die Errichtung von Laboren. Auch die Arbeit in Forschung, Lehre und wirtschaftlicher Verwertung sei erfolgreich gewesen, was in einer hohen Drittmitteleinwerbung, neuen Studiengängen und ersten Ausgründungen erkennbar werde.
Dies alles sei nicht ausschließlich auf Basis der BMBF-Förderung möglich geworden. Auch die Länder hätten ihren Beitrag geleistet, sagte Hans-Peter Hiepe. So haben alle Länder die ZIK in ihre Landesförderung aufgenommen. Einige Länder haben die ZIK direkt finanziell unterstützt, andere haben einen Neubau finanziert oder in die Personalförderung investiert. Die Zentren waren aber auch Trendsetter und haben damit eine Vorreiterfunktion in der Wissenschaftsförderung der Neuen Länder übernommen.
Um die bisherigen Erfolge zu sichern und die Nachhaltigkeit der ZIK zu gewährleisten, stellt das BMBF den sechs ZIK der ersten Förderrunde eine weitere Förderphase in Aussicht. Diese umfasst drei Module. Modul 1 beinhaltet den Aufbau einer neuen Nachwuchsforschungsgruppe mit dem Schwerpunkt "internationale Spitzenforschung" bzw. "Technologie- und Verfahrensinnovation". Darüber hinaus besteht im Rahmen dieses Moduls die Möglichkeit der Förderung von Gastaufenthalten der Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler zur wissenschaftlichen Weiterbildung. Modul 2 sieht strategische Investitionen in den bestehenden ZIK vor - dies kann beispielsweise die Anschaffung neuer Geräte sein. Mit Modul 3 können Verbundprojekte gefördert werden, d.h. Kooperationen von ZIK mit anderen Forschungseinrichtungen, aber auch mit Wirtschaftsunternehmen.
Im Anschluss an die Vorträge bestand die Möglichkeit zum informellen Austausch.
Die sechs ZIK der ersten Förderrunde können sich für diese zweite Förderphase bis Ende August diesen Jahres bewerben. Zur Bewerbung müssen die Zentren ein neues Strategiekonzept einreichen, in dem auch wirtschaftliche Perspektiven darlegt werden müssen. "Gut ist es, wenn sich hier der Zusammenhang mit der Region herstellen lässt", betonte Hiepe. Die Anträge werden wie zu Beginn der ersten Förderphase von einer unabhängigen Jury begutachtet.
Nähere Informationen zum Unternehmen-Region-Programm "Zentren für Innovationskompetenz" finden Sie hier. Zu den ZIK-Initiativen geht es hier.
(URL: http://www.unternehmen-region.de/de/350.php)
(URL: http://www.unternehmen-region.de/de/73.php)