
Auf drei Jahre intensiver Forschungsarbeit in enger Kooperation mit den beteiligten Unternehmen kann VERDIAN inzwischen zurückblicken. Kein Wunder also, dass die Wissenschaftler beim jüngsten Statusseminar viele interessante Ergebnisse präsentieren konnten.
An der Technischen Universität Ilmenau fand die Fachausschusssitzung der Arbeitsgemeinschaft "Elektrische Geräte und Stellantriebe" statt. Diese Gelegenheit nutzte VERDIAN, um vor einem breiten Fachpublikum konkrete wissenschaftliche und technische Resultate zu präsentieren.
Insgesamt waren 21 Vertreter aus der Industrie sowie den Hochschulen und Universitäten Deutschlands und Österreichs gekommen, die auf dem Gebiet der elektrischen Antriebe arbeiten. Dazu gehörten zum Beispiel Prof. Dr. Oesigmann von der TU Ilmenau, Prof. Dr. Weißmantel, TU Darmstadt, Prof. Dr. Amrhein von der Johannes Kepler Universität Linz und Herr Halfmann, ein Vertreter der Robert Bosch GmbH.
Drei Arbeitsgruppen von VERDIAN trugen zu speziellen Schwerpunkten vor: Regelbare Wasserpumpe, Schnellschaltventile und Mikroaktoren sowie Mehrkoordinaten-Direktantriebe. Zwei der Arbeitsgruppenvertreter gehören zu den insgesamt zehn Wirtschaftspartnern des Wachstumskerns. So stellte Eberhard Geißel von der Geräte- und Pumpenbau GmbH aus Merbelsrod in Südthüringen den Prototypen einer neuen elektrischen Zusatzwasserpumpe vor. Diese Pumpe soll in Autos eingesetzt werden. Sie dient als regelbares Kühlsystem. Die Systeme sind insbesondere in der Kaltstartphase zur Kraftstoffeinsparung und Schadstoffreduzierung äußerst wichtig.
Diplom-Ingenieur Olaf Mollenhauer von der TETRA GmbH Ilmenau berichtete von den Ergebnissen seiner Arbeitsgruppe, die sich besonders mit der hohen Dynamik und Genauigkeit von Antrieben beschäftigt.
Lars Dittrich, ebenfalls Diplom-Ingenieur von der Technischen Universität Ilmenau präsentierte die neuesten Ergebnisse zu schnell schaltenden Magnetventilen für den Einsatz in der Fluidtechnik. Bei dem zugrunde liegenden Prinzip des magnetischen Resonanzaktors wird die Energie für die Bewegung des Magnetankers von einem Federsystem bereitgestellt bzw. in diesem gespeichert. Außerdem werden die Ankerendlagen leistungslos durch Permanentmagnete gehalten, sodass lediglich die auftretenden Verluste durch Energiezufuhr von außen kompensiert werden müssen. Unter bestimmten Bedingungen können die schnell schaltenden Magnetventile auch für Hydraulikanwendungen genutzt werden.
Mit ihrer Forschung konnten Lars Dittrich und seine Kollegen den effizienten Einsatz miniaturisierter magnetischer Antriebe in der Ventiltechnik nachweisen. Die Basis für die Herstellung der Komponenten des Antriebs sind technologische Konzepte aus der Mikrosystemtechnik. Mit ihrer Arbeit tragen die beteiligten Mitarbeiter entscheidend zu einer Vernetzung von Industrie- und Forschungspartnern bei.
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(URL: http://www.unternehmen-region.de/de/1732.php)