Im Blickpunkt

Sicherheit geht vor - Si-Optik auf Tagung des Arbeitskreises Security

Auf der Tagung des Arbeitskreises Security des Industrieverbandes SPECTARIS präsentierte die WK-Potenzial-Initiative Si-Optik ihre Zwischenergebnisse. Eingeladen hatte der Projektpartner POG Präzisionsoptik Gera GmbH, um aktuelle Entwicklungen im Bereich Security & Defence zu besprechen. "Die Märkte Sicherheit und Wehrtechnik aber auch Luftfahrt und Astronomie stellen für Silizium-Optiken höchst interessante Anwendungsbereiche dar", betonte Dr. Stefan Risse vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der die Initiative vorstellte.

Auf der Tagung wurden erste Ergebnisse des Projektes mit potentiellen Kunden der Sicherheitsbranche diskutiert. Es gelang den Partnern der Initiative, die Haftung von dicken amorphem Silizium-Schichten auf AlSi-Substraten bei verschiedenen Umweltbedingungen zu verbessern, sodass keine Schichtablösung erfolgt. Die Schichten und die anschließende Politur reduzieren die Mikrorauheit der Spiegel erheblich und ermöglichen einen Einsatz in der Astronomie und der Weltraumtechnik. Bei derartigen Anwendungen werden Silizium-basierten Optiken gegenüber Glas oder Keramik bevorzugt, was vor allem an ihrer geringeren Dichte bei gleichzeitig hohem E Modul, also einer deutlich höheren spezifischen Steifigkeit liegt. Zudem ist bei Silizium eine Formgebung mit Diamantdrehen und -fräsen möglich, dies lässt nicht nur komplexere Geometrien sondern auch deutlich preisgünstigere Prozesse zu. Die Unternehmen zeigten großes Interesse an den Ergebnissen, da nun beispielsweise hybride optische Systeme kostengünstiger in hoher Qualität im Infrarotbereich für sensorische, sicherheits- und messtechnische Applikationen entwickelt werden können.

Weitere Referenten der SPECTARIS-Arbeitskreistagung waren Ulrich Esselborn vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Ray George Geschäftsführer der POG Präzisionsoptik Gera GmbH und Bruce Greenwood der Präsident des Council of American States in Europe CASE, welcher über Abläufe und Marktchancen von deutschen Unternehmen in den USA informierte. Den Abschluss der Tagung bildete eine Diskussion des Arbeitskreises, der langfristig seine Aktivitäten im Bereich Security & Defense weiter ausbauen möchte.

Der WK Potenzial Si-Optik untersucht seit Anfang 2010 neue Prozesse zur Herstellung ultrapräziser Silizium-basierter Komponenten und Systeme. Projektpartner sind das Fraunhofer IOF und drei mittelständige Thüringer Unternehmen, die POG Präzisionsoptik Gera GmbH, die asphericon GmbH aus Jena und die LAYERTEC GmbH aus Mellingen. Zielsetzung ist der Aufbau einer regionalen Technologieplattform zur Bearbeitung von µm dicken Silizium-Schichten mit herausragender Oberflächenqualität und Formgenauigkeit. Dafür werden neben der Ultrapräzisionsbearbeitung von Silizium weitere hochwertige Technologien genutzt, wie das chemisch-mechanische Polieren zur Rauheits- und Formkorrektur, das Strukturieren und Beschichtungstechniken etwa das Magnetronsputtern zur Si-Schichtaufbringung sowie verschiedene Vergütungsverfahren.

 


Weitere Informationen zum WK Potenzial Si-Optik stellen wir Ihnen hier zur Verfügung.


nach oben