
Alle Internet-Adressen sowie weitere Informationen zur Wissenschaftlerinnen-Datenbank "FemConsult" und speziellen Frauenstudiengängen.
Jeder zweite Studienanfänger ist weiblich, doch je weiter es nach oben geht, desto männlicher wird der Wissenschaftsbetrieb: Der Frauenanteil bei den Promotionen liegt immerhin noch bei 44 Prozent, bei den Habilitationen sind es rund 24 Prozent (Stand 2009) - und nur etwa jeder sechste Lehrstuhlinhaber ist eine Frau. Doch es gibt eine Reihe von Initiativen und Programmen, die das ändern wollen und sich ausschließlich an Frauen richten.
Eine Auswahl.
Professorinnen-Programm des BMBF
Mehr als 200 neue Stellen für Professorinnen an deutschen Hochschulen - Dieses Ziel verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit dem 2007 aufgelegten Professorinnen-Programm. Zusammen mit den Bundesländern fördert das BMBF bis 2012 die Berufung von Frauen auf unbefristete W2- und W3-Professuren und stellt dafür insgesamt 150 Millionen Euro bereit.
Zentrale Voraussetzung: Die beantragenden Hochschulen müssen ein überzeugendes Gleichstellungskonzept vorlegen. Zwischenzeitlich werden rund 260 Professuren gefördert, derzeit wird das Programm evaluiert.
unabhängige Einrichtungen:
Spitzenforschung und eine Familie mit Kindern unter einen Hut zu bringen, ist doppelt schwer und scheitert oft an der fehlenden Zeit. Hier setzen die Stipendien der Christiane Nüsslein-Volhard-Stiftung an. Stiftungsvorstand ist die Nobelpreisträgerin für Physiologie oder Medizin Professorin Christiane Nüsslein-Volhard. Mit ihrer Einrichtung verschafft sie Wissenschaftlerinnen mit Kindern mehr Zeit - durch finanzielle Unterstützung für Haushaltshilfen, Haushaltsgeräte oder zusätzliche Kinderbetreuung.
wirtschaftsnahe Einrichtungen:
Für die wissenschaftliche Karriere reichen fachliche Kompetenzen oft nicht aus. Mit dem Programm "Fast Track" vermittelt die Robert-Bosch-Stiftung deshalb Nachwuchswissenschaftlerinnen aus den verschiedensten Disziplinen wichtige Sozial- und Führungskompetenzen. Seit dem Jahr 2007 bietet die Stiftung ein umfangreiches Seminarprogramm kombiniert mit einer finanziellen Unterstützung von 4.800 Euro über zwei Jahre. Die nächste Ausschreibung für Lebenswissenschaftlerinnen ist für April 2011 geplant.
Die Universität Leipzig bietet promovierten Wissenschaftlerinnen Wiedereinstiegsstipendien an, um sie bei ihrer Habilitation zu unterstützen. Das Programm wendet sich an Frauen, die mehr als fünf Jahre einer qualifizierten Arbeit außerhalb einer Hochschule nachgegangen sind und ihre wissenschaftliche Tätigkeit an der Universität fortsetzen wollen. Die Universität Leipzig fördert die Vorbereitungsmaßnahmen zur Habilitationen maximal ein halbes Jahr lang mit monatlich 1.285 und 100 Euro Familienzuschlag pro Kind.
FemConsult ist eine Online-Datenbank des Kompetenzzentrums Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS. Sie umfasst rund 3.000 promovierte und habilitierten Wissenschaftlerinnen aus dem deutschsprachigen Raum, die in Hochschulen, Forschungseinrichtungen und in der Wirtschaft arbeiten.
http://www.gesis.org/cews/femconsult/
Aktuell gibt es in Deutschland fünf reine Frauenstudiengänge, zwei davon in den Neuen Ländern: