Bundesministerin Schavan zu Besuch bei ICCAS

Am 13. Januar war die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan, zu Besuch beim Interdisziplinären Zentrum für computer- und robotergestützte Chirurgie (ICCAS) an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig.

Bundesministerin Schavan informierte sich vor Ort über den Arbeitsstand des ambitionierten Zentrums für Innovationskompetenz, das vom BMBF im Rahmen der Innovationsinitiative "Unternehmen Region" gefördert wird. Unter fachmännischer Anleitung von Prof. Dr. Jürgen Meixensberger, Dekan der Medizinischen Fakultät und Sprecher von ICCAS, probierte die Ministerin die neueste Entwicklung von ICCAS selbst aus: eine spezielle Fräse für Operationen in der Nasenhöhle. Beherzt setzte sie die Fräse am Demonstrationsschädel aus Plastik an, um eine vermeintliche Schleimhaut-Entzündung zu entfernen. Plötzlich stoppte das Instrument automatisch. "Sonst wäre gesundes Gewebe verletzt worden", erklärte Meixensberger dieses bei ICCAS entwickelte Alarmsystem. "Klasse. Ich bin beeindruckt, was Sie mit Ihrem internationalen Team aus Medizinern, Informatikern und Technikern bisher alles erreicht haben", so Schavan.

Bundesministerin Dr. Annette Schavan und der
Rektor der Universität Leipzig, Prof. Dr. Franz Häuser (links) 

Jetzt wollen die Forscher den Aktionsradius des Gerätes noch näher definieren: Der Fräser macht dann direkt vor einem sensiblen Organ Halt, beispielsweise dem Gesichtsnerv. "Erste Versuche an unserem ICCAS-Phantom, einem dreidimensionalen Kunstschädel, sind abgeschlossen und lassen im neuro- und HNO-chirurgischen Bereich auf viel versprechende Einsätze hoffen", erklärte Meixensberger.