Innovationsforum "RFID-Technologie" in Cottbus

Die Region Berlin-Brandenburg strebt eine führende Rolle bei der Entwicklung und Erprobung von RFID-Lösungen für die Automobilindustrie an. Im Rahmen eines Innovationsforums diskutieren rund 150 Vertreter von Forschung und Industrie Mitte Februar in Cottbus Anwendungsmöglichkeiten und wirtschaftliche Potenziale dieser Technologie.

Mit der Vielzahl der Ausstattungsvarianten bei PKW steigt auch die Zahl der Einzelteile bzw. der daraus gefertigten Systemkomponenten. Die heute zur Identifikation der Bauteile eingesetzte Barcode-Technologie stößt mit wachsenden Informationsanforderungen allmählich an ihre Grenzen.

Erste Forschungsprojekte lassen den Schluss zu, dass mittelfristig Bauteile mit einem Chip versehen werden, die dann mit Hilfe der gespeicherten Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette bis hin zur Wartung und dem Recycling eindeutig identifizierbar sind.

Prof. Uwe Meinberg, Leiter des Fraunhofer-Anwendungszentrums für Logistiksystemplanung und Informationssysteme in Cottbus, und Initiator des Innovationsforums: „Die Einführung der Barcodes hat der Logistik bereits riesige Möglichkeiten eröffnet. Ziel unserer Initiative ist es, das in der Region zum Thema RFID vorhandene Know-how zu bündeln, und die Potenziale dieser noch jungen Technologie speziell für die Automobilzulieferer in der Region Berlin-Brandenburg zu erschließen.“ Derzeit sind rund 20.000 Menschen in den etwa 150 Unternehmen des Automobilclusters Berlin-Brandenburg beschäftigt.

Nach ersten Untersuchungen könnte durch die Einführung von RFID-Lösungen in der Automobilindustrie ein Markt mit einem geschätzten Umsatzvolumen von bis zu 25 Mrd. Euro erschlossen werden. Im nächsten Schritt geht es nun unter anderem darum, sich innerhalb der Automobilbranche auf einheitliche Standards bei dieser neuen Technologie zu verständigen.