Interaktionsdesign - Potsdam

Thema

Im Zuge der Digitalisierung eröffnen sich neue Möglichkeiten und Beschränkungen bei der Gestaltung und Organisation von interaktiven Geräten und Systemen. Die menschliche Hand und das menschliche Vorstellungsvermögen bestimmen die Bedienung von interaktiven Systemen.

Für ein- und dasselbe Gerät können vollkommen unterschiedliche Benutzungskonzepte entwickelt werden. Der Nutzer muss also nicht mehr die Maschine selbst, sondern das Modell, das die Bedienung beschreibt, verstehen. Interaktionsdesign ist relevant für den Endverbraucher- und den Investitionsgütermarkt. In vielen Industriebranchen sind Arbeitnehmer mit hochkomplexen Geräten konfrontiert. Somit ist es nicht nur für das Selbstverständnis der Arbeitnehmer von Bedeutung, diese Geräte effizient und möglichst fehlerfrei bedienen zu können, sondern hat auch spürbare ökonomische Auswirkungen.

Design als Wirtschaftsfaktor
Der Standort Potsdam/Berlin mit seiner hohen Dichte an innovativen mittelständischen Unternehmen der Medien-, Film- und Spielebranche kann von den Ergebnissen des Innovationsforums Interaktionsdesign profitieren. Digitale Produkte mit einem attraktiven Erscheinungsbild und einfacher Bedienung können neu entwickelt oder überarbeitet auf den Markt gebracht werden und in der Zukunft weitere Arbeitsplätze mit dieser speziellen Ausrichtung schaffen.

Veranstalter
Das Innovationsforum wird veranstaltet vom Studiengang Interface Design und dem dazugehörigen Forschungsinstitut IDL//Interaction Design Lab der FH Potsdam.
Partner sind: Human Interface Design, Hamburg; IBM, E-Business Innovation Center, Hamburg; IHK Potsdam, Industrie- und Handelskammer; Siemens AG Automation and Drives, Nürnberg; SMI, SensoMotoric Instruments GmbH, Teltow; UID User Interface Design GmbH, Ludwigsburg.

Ziele

Aus dem Innovationsforum Interaktionsdesign soll direkt ein Netzwerk aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen hervorgehen, um das vorhandene Innovations- und
Wachstumspotential zu erweitern.

  • Die FH Potsdam wird zusammen mit dem IDL und dem
    neu entstandenen Netzwerk zu einem Kompetenzzentrum
    für Interaktionsdesign und Usability werden,
    mit überregionaler und internationaler Anerkennung.
  • Expertengruppen sollen gebildet werden, die regelmäßig
    aktuelle Fragestellungen beraten und austauschen
    und die entwickelten Interface-Standards und Design-
    Strategien für benutzerfreundliche Bedienkonzepte
    fortschreiben.
  • Strategische und konzeptionelle Entwicklung einer
    Online-Plattform (Baukastensystem) für den Aufbau
    einer Interaction Design Patterns Library.
  • Studierende der FHP werden in das Netzwerk einbezogen,
    um so Kompetenzen hinsichtlich der Methodik
    anwendungsorientierter Forschung und digitaler Produktentwicklung
    zu bündeln.
  • Konkrete Kooperationsprojekte unter Ausnutzung aufeinander
    abgestimmter Wertschöpfungsketten werden von
    erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung sein und für die
    Region einen messbaren Bedeutungszuwachs bringen.

Wissen

Das Innovationsforum Interaktionsdesign ist eingebettet in eine Reihe von Workshops und Events, die zum Thema Interaktionsdesign veranstaltet werden.

Innovationen für die Schnittstelle Mensch-Maschine
Dieser Markt benötigt Innovation und Standards gleichermaßen. Die Problemstellung ist bei großen und kleinen IT- und Medien-Unternehmen dieselbe: Die Suche nach allgemeingültigen Interface-Standards und Designstrategien für benutzerfreundliche, attraktive Bedienoberflächen.

Interaction Design Patterns
Die Nachfrage nach geräte- und serviceübergreifenden Interaktionsformen (sog. Multiple User Interface Konzepte) wird in den nächsten Jahren rapide ansteigen.  Konsumenten werden in der Zukunft mit einer Vielzahl unterschiedlicher Endgeräte, Displays und Services konfrontiert. Um eine intuitive, geräteübergreifende Interaktion für verschiedene Nutzungssituationen und Nutzergruppen sicherzustellen, ist die Entwicklung eines Sets von Interaction Design Patterns notwendig. Interaction Design Patterns bestehen aus der Beschreibung eines wiederkehrenden Designproblems mit der dazugehörigen Lösung. Ihre Anwendung erhöht die Konsistenz zwischen spezifischen Endgeräten und Services und gewährleistet für zukünftige Applikationen eine einheitliche Interaktionslogik. Dahinter steht die Erkenntnis der Unternehmer, dass zukünftig nur diejenigen Hersteller von interaktiven Dienstleistungen und Endverbraucherprodukten am Markt erfolgreich sein werden, die eine Harmonisierung ihrer Bedienkonzepte für spezifische Endgeräte und Services (z. B. Video on Demand via PDA, Spieleconsole, Mobile Communication, Webpad und Fernsehoberfläche) anbieten können.

Die Region

Der Wirtschaftsstandort Potsdam/Berlin ist mit rund 3000 kleinen und mittelständischen Unternehmen aus der Medienindustrie, Studio Babelsberg, HFF-Hochschule für Film und Fernsehen,Hasso-Plattner Institut für Softwaresystemtechnik, Universität Potsdam und der Fachhochschule Potsdam traditionell Branchenschwerpunktort
für Medien. Als erste Hochschule in Deutschland berücksichtigte die Fachhochschule Potsdam den Wirtschaftsfaktor Interaktionsdesign und führte zum Wintersemester 2003
den Studiengang Interface Design ein. 2005 wurde das IDL//Interaction Design Lab zur Bündelung der Forschungsinteressen und Kompetenzen auf dem Gebiet interaktiver Systeme und Anwendungen gegründet.

Die Kombination der Spezialausrichtung des Forschungsbereiches Usability und Interaktionsdesign und dessen klare Definition in der Lehre gibt es nur an der FH Potsdam,  was ein bedeutender, marktrelevanter Mehrwert und Impulsgeber für die Region ist.

Kontakt

Fachhochschule Potsdam
University of Applied Sciences Potsdam
Fachbereich Design – Interface Design
IDL//Interaction Design Lab
Pappelallee 8–9
14469 Potsdam
Tel.: 0331/580 2481
Fax: 0331/580 1499
E-Mail: innoforum[at]fh-potsdam.de


Innovationsforum am 30./31. März 2007 in Potsdam.
Eine Fördermaßnahme des BMBF in Zusammenarbeit mit dem Land Brandenburg.