HEMONT - Hochleistungs-Elektromotoren neuester Technologie - Zwickau

Thema

Der von HEMONT zu entwickelnde Motor entspringt der Evaluation von Defiziten an Werkzeugmaschinen hinsichtlich effizienter Antriebe für Dreh- und Drehschwenktische.

Ziel ist es, ein neues, modernes und preisgünstiges Direktantriebssystem für Werkzeugmaschinentische zu entwickeln. Dieses soll gleichermaßen bei Neumaschinen als auch zur Nachrüstung gebrauchter Werkzeugmaschinen eingesetzt werden können. Dabei soll ein am Markt bisher nicht verfügbares Preis-Leistungs-Verhältnis bei gleichzeitig deutlich erhöhter Zerspanungsleistung sowie verbesserter Automation durch optimale Gestaltung aller Baugruppen erreicht werden.

Kern des Vorhabens ist die Entwicklung eines preisgünstigen leistungsstarken Reluktanzmotors als kompaktes System mit neuartigen Werkstoffen und sehr kurzer Baulänge. Zur Antriebsregelung ist eine industrietaugliche Leistungsversorgung zu entwickeln, die sowohl in neuen flexiblen Fertigungszellen eingesetzt werden kann als auch bei der Nachrüstung vorhandener Fertigungssysteme einen sicheren Betrieb gewährleistet.

Dieses Antriebssystem soll zu einem serienreifen Produkt entwickelt werden, das die jetzigen Projektpartner ggf. unter Einbindung weiterer Partner in der Region Sachsen produzieren und gemeinsam vermarkten wollen.

Ziele

Das Innovationsforum „HEMONT – Hochleistungs-Elektromotoren neuester Technologie“ hat folgende Zielstellungen:

  • Eruieren der bestehenden wirtschaftlichen und wissen-schaftlichen Potenziale mit dem Ziel des Aufbaus einer Technologieplattform zur Bündelung der Kompetenzen
  • Schaffung eines nachhaltigen überregionalen interdisziplinären Netzwerkes und Anbahnung von Kooperationen zwischen Branchenunternehmen, Zulieferern, Dienstleistern, potenziellen Kunden und Forschungseinrichtungen mit Unterstützung von Politik, Verbänden und Verwaltungen
  • Eruieren weiterer Anwendungsfelder im Rahmen der Technologieplattform
  • Gewinnung neuer Netzwerkpartner durch Wecken des Interesses für das zu erschließende Innovationspotenzial bei den Abnehmer- bzw. Anwenderbranchen.
Zentraler Ansatzpunkt des Innovationsforums ist das Finden von Lösungsansätzen für abzuleitende Forschungsthemen zur Entwicklung flacher Reluktanzmotoren, die den vielfältigen Anforderungen der Werkzeugmaschinenindustrie sowie der Anwender entsprechen.

    Wissen

    Der Maschinen- und Anlagenbau ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Sachsens und hat eine lange Tradition. Sachsen war die Wiege des deutschen Textil- und Werkzeug-maschinenbaus. Der Maschinenbau in Sachsen ist durch seine Vielfalt geprägt. Von A wie Armaturen bis Z wie Zahnräder werden Maschinen und Anlagen für nahezu alle Gewerbe produziert.

    Aufbauend auf jahrhundertealten Traditionen und den heutigen Forderungen der Industrie entwickelten sich im Wirtschaftsraum Sachsen neue Unternehmen mit den Schwerpunkten Fahrzeug- und Maschinenbau, Erforschung, Entwicklung und Herstellung neuer Werkstoffe sowie Elektronik.

    Diese enge interdisziplinäre wirtschaftliche Verflechtung im Verbund mit dem hervorragenden wissenschaftlichen Umfeld durch die Technischen Universitäten in Dresden, Chemnitz und Freiberg sowie die Westsächsische Hochschule Zwickau, das Fraunhofer IWU und zahlreiche Forschungseinrichtungen bietet Raum für völlig neue Produktentwicklungen.

    Thema dieser Plattform ist die Organisation von Entwicklungs- und Fertigungsstrukturen für neuartige kompakte Hochleistungs-Elektromotoren neuester Technologie (HEMONT). Inhaltlich fokussiert sie sich auf die Schaffung eines nachhaltig angelegten Netzwerkes, um die Innovationskraft der Unternehmen zu stärken, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und aus dem Verbund heraus neue hochproduktive Wertschöpfungsketten zu schaffen

    Die Region

    Sachsen ist die Wiege des deutschen Maschinenbaus. Johann von Zimmermann eröffnete 1844 in Chemnitz eine Fabrik zur Herstellung von Spezialdrehbänken, Bohr-, Fräs- und Hobel-maschinen. Erfindergeist und unternehmerischer Mut sorgen seitdem kontinuierlich für Maschinenbau-Innovationen »Made in Saxony«. Der erste maschinelle Tuchwebstuhl der Welt, die erste Farbdruckschnellpresse Deutschlands und die Nähwirktechnik sind sächsische Erfindungen. Bearbeitungszentren der Marken WMW, Heckert und Niles eroberten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts den Weltmarkt.

    Heute gilt Mitteldeutschland als das Maschinenbauzentrum. Rund 34.000 Beschäftigte in über 450 Unternehmen (> 20 Mitarbeiter) sind für diesen Industriezweig tätig.

    Ziel des Innovationsforums ist die Etablierung einer über-regional interagierenden Technologieplattform unter Nutzung vorhandener regionaler Potenziale.

    Kontakt

    Wolfgang Krug
    Industrie- und Automobilregion Westsachsen (IAW) e.V.
    Lessingstr. 4
    08058 Zwickau
    Tel.: 0375/541 710
    Fax: 0375/541 713
    E-Mail: sekretariat[at]iaw-2010.de
    Internet: http://www.iaw-2010.de/


    Innovationsforum am 03. Dezember 2007 in Chemnitz.
    Eine Fördermaßnahme des BMBF in Zusammenarbeit mit dem Freistaat Sachsen.