TRAINS – Wandel zur Technologieregion: Zukunftssicherung der Region Anhalt durch Innovative und Nachhaltige Technologien für Schienenverkehrssysteme – Köthen

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Das WIR!-Bündnis

Das Bündnis aus Bahntechnikfirmen, Wissenschaftlern der Hochschule Anhalt und spezialisierten Forschungseinrichtungen will, in enger Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsförderern, der Agentur für Arbeit und den politisch Verantwortlichen der Region und des Landes, durch technische und soziale Innovationen neue Beschäftigung und bedarfsgerechte Mobilitätsangebote im ländlichen Raum schaffen und Anhalt in eine Region wandeln, die von Fachkräften und Familien nicht verlassen, sondern aufgesucht wird.

Die Ziele

Die geplanten Innovationen im gewählten Innovationsfeld „Bahntechnologie“, wie Energiewende für Züge, Industrie 4.0 und Künstliche Intelligenz für die Instandhaltung von Zügen sowie bedarfsgerechte und saubere Mobilität im ländlichen Raum, sollen neue Kompetenzen, Produkte und digitale Prozesse für die traditionelle Bahntechnikbranche Anhalts hervorbringen.

Das Bündnis zielt ab auf die Umrüstung der Triebzugbestände von Verbrennungsmotoren für Diesel auf solche für Methan-/Wasserstoff aus nachhaltiger Gaserzeugung, z.B. in Wind- oder Solarparks, also zu „grünen“ Triebzügen. Dadurch soll ein Alleinstellungsmerkmal der Region auf dem nationalen und europäischen Schienenfahrzeugmarkt geschaffen werden. Mit den neuen Antriebs- und Instandhaltungstechnologien soll eine neue Wertschöpfungskette der Bahntechnik in Anhalt entstehen, die neue, attraktive Beschäftigung schafft und damit wesentlich zur Sicherung der wirtschaftlichen Zukunft der Region beiträgt.

Durch kontinuierliche, intensive und anschauliche Information der Bürger über die technologischen Neuerungen und deren Einfluss auf die Attraktivität und Zukunftssicherung ihrer Region sollen Interesse für die entstehenden Innovationen und ein kollektives Selbstbewusstsein („WIR in Anhalt“) in der regionalen Bevölkerung aufgebaut werden, das nicht nur den Verbleib, sondern sogar den Zuzug von Fachkräften mit jungen Familien fördert.

Die Region

Die Region Anhalt zählt zu den ältesten Industrieregionen Deutschlands. Die Chemie-, Pharma- und Luftfahrttechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau, insbesondere im Bereich Bahntechnik, haben sie früher zu einem national und international bedeutenden Wirtschaftsstandort gemacht. Die Bahntechnik in Anhalt basiert auf einer mehr als 100-jährigen Geschichte. Gegen Ende der DDR-Zeit waren dort ca. 10.000 Menschen in der Bahntechnik beschäftigt. Heute sind, nach einem tiefen Einschnitt in den 1990er-Jahren, wieder ca. 2.500 Personen in dieser Branche mit überwiegend mittelständischen Firmen und ihren Zulieferern beschäftigt. Gut 99 Prozent aller Firmen in Sachsen-Anhalt sind kleine oder mittlere Betriebe, die drei Viertel aller Angestellten beschäftigen und zwei Drittel aller Umsätze erwirtschaften. Allerdings leidet die Region stark unter dem demografischen Wandel: Sie wurde als überalterte Region mit schrumpfender Bevölkerung identifiziert und benötigt dringend den Strukturwandel zur Technologieregion.

Die Partner

Dem Bündnis aus insgesamt 46 Mitgliedern gehören Firmen, Institute, Bahnbetreiber, Strukturplaner, die Industrie- und Handelskammer, regionale Verbände und Politikvertreter an.

Der Verein Bahntechnologie Dessau e.V. als Repräsentant der Bahntechnik-Branche der Region Anhalt und die Hochschule Anhalt sind die Protagonisten des Bündnisses. Im Verein sind Unternehmen und Institutionen der Bahntechnikbranche organisiert, die zum Teil als aktive Partner und zum Teil als Unterstützer mitarbeiten. Ein wichtiger Partner ist zum Beispiel die WTZ Roßlau gGmbH, die die Kompetenz für Motorentechnik einbringt.

Die Hochschule Anhalt ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Sachsen-Anhalt. Wegen ihres starken Einsatzes für Forschung und intensive Transferaktivitäten wird sie vom BMBF auch als Innovative Hochschule gefördert.

Kontakt

Dr. Hans-Joachim Krokoszinski
Leiter des Forschungs- und Technologietransferzentrums
(FTTZ) der Hochschule Anhalt
Tel.: 03496 67 5301
Fax: 03496 67 95301
E-Mail: hans-joachim.krokoszinski[at]hs-anhalt.de
www.hs-anhalt.de