Luftsicherheit - Anforderungen an ein Europäisches Luftsicherheitszentrum - Schönhagen

Thema

Die internationale Bedrohung durch den Terrorismus stellt die Luftverkehrswirtschaft vor erhebliche Herausforderungen, bietet aber gleichzeitig den Unternehmen der Sicherheitswirtschaft Chancen, an einem Wachstumsmarkt zu partizipieren.

Die umfassende Gewährleistung eines sicheren Flugbetriebes ist Primärziel für alle am Luftverkehr Beteiligten. Insbesondere die Bedrohung durch den Terrorismus stellt die Luftverkehrswirtschaft vor erhebliche Herausforderungen. Flugplätze, Luftfahrtunternehmen und Luftsicherheitsbehörden müssen sich auf ständig wechselnde Bedrohungslagen einstellen und Technik sowie Verfahren weiter entwickeln. Dabei sind rein Technologie basierte Lösungen auf Dauer unzureichend. Zukunftsweisende Ansätze liegen in flexiblen, proaktiven, ganzheitlichen Lösungen, die die gesamte Prozesskette berücksichtigen.

Vor diesem Hintergrund besteht Bedarf an einem herstellerunabhängigen Luftsicherheitszentrum, das sich an Forschungsaktivitäten beteiligt, Testfelder und Zertifizierungslösungen bereitstellt, Bedrohungsszenarien simuliert und geeignete Ausbildungsmodule entwickelt.

Gemeinsam können sich die beteiligten Partner stärker im europäischen Umfeld positionieren und an der wachstumsstarken Sicherheitsbranche, speziell im Luftfahrtbereich, partizipieren. Nicht zuletzt werden auch die Grundlagen erarbeitet, die die Luftverkehrswirtschaft benötigt, um an Entscheidungsprozessen des Gesetzgebers auf nationaler und europäischer Ebene mitzuwirken.

Ziele

Das Innovationsforum schafft die Vorrausetzungen, um rund um das Thema Luftsicherheit einen zukunftsfähigen Wirtschaftskern mit neuem Wertschöpfungspotential zu bilden.

Mittelfristiges Ziel ist der Aufbau eines europäischen Luftfahrtsicherungszentrums, das auf den Säulen Training/Simulation, Testbed und Zertifizierung sowie einem Forschungszentrum basiert und diese zu flexiblen, ganzheitlichen, proaktiven Lösungen zusammenführt. Durch europaweite Kooperationen der beteiligten Unternehmen wird der überregionale Marktzugang verbessert. Gleichzeitig erhalten deutsche Unternehmen der Sicherheitstechnik, aber auch die mit Sicherheitsfragen beschäftigten Landes- und Bundesbehörden die Chance, sich mit ihren jeweiligen Aufgabenstellungen an einen deutschen Dienstleister zu wenden und nicht auf Zentren im europäischen
Ausland ausweichen zu müssen.

Die bisher erfolgreiche regionale Netzwerkbildung wird durch das Innovationsforum stabilisiert und er weitert. Dies ist die Basis, um in weiteren Schritten einen zukunftsfähigen Wirtschaftskern mit neuem Wertschöpfungspotential aufzubauen.

Wissen

Die Region Berlin-Brandenburg zeichnet sich durch herausragende Kompetenzen im Bereich der Luftverkehrs- und Sicherheitswirtschaft aus. Durch die Zusammenführung der beteiligten Netzwerke beider Branchen mit den kooperierenden Hochschulen sowie dem DLR und der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) entsteht eine leistungsfähige Initiative, die sich bereits mit ersten Konzepten und Initiativen bewährt hat.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Flugplatz Schönhagen entsteht mit dem BBI ein neuer internationaler Verkehrsflughafen. Die bereits bestehende Zusammenarbeit der beiden Flugplätze, die sich in Funktion und konzeptioneller Ausrichtung ergänzen, bietet ideale Voraussetzungen, den BBI auch im Bereich Security zu einem Vorzeigeobjekt zu entwickeln und einen neuen Wirtschaftskern zu schaffen.

Einrichtungen wie das nahe Schönhagen gelegene Sprengstoffversuchsgelände der BAM sowie das neue Bundespolizeipräsidium in Potsdam runden die regionalen Kompetenzen ab.

Region

Die Region Berlin-Brandenburg ist der dritte große Luft- und Raumfahrtstandort in Deutschland.

Zahlreiche Unternehmen der Luftverkehrswirtschaft haben sich in den Netzwerken ne-sis (Netzwerk: Systeme für integriertes Sicherheitsmonitoring), BBAA (Berlin Brandenburg Aerospace Alliance) und SeSamBB (Security and Safety made in Berlin/Brandenburg) mit Unternehmen der Sicherheitswirtschaft zusammengefunden. Weitere kooperierende Partner sind regionale Hochschulen wie die BTU Cottbus, die FH Brandenburg, die TU-Berlin, die Uni Potsdam und die TFH Wildau.

Diese Partner verfolgen gemeinsam das Ziel, ihre Kompetenzen zu bündeln und in eine gemeinsame Luftsicherheitsinitiative einzubringen. Dadurch können sie an der wachstumsstarken Sicherheitsbranche, speziell im Luftfahrtbereich, partizipieren und auf künftige Entwicklungen Einfluss nehmen.

Kontakt

EASC Schönhagen
Dr. Wolfgang Rehak
Tel.: 030 - 65 76 24 15
E-Mail: rehak[at]out-ev.de
Internet: www.ne-sis.org

Dr. Klaus-Jürgen Schwahn
Tel.: 033731 - 305 20
E-Mail: drschwahn[at]edaz.de


Innovationsforum am 03. und 04. Juli in Schönhagen.
Eine Fördermaßnahme des BMBF in Zusammenarbeit mit dem Land Brandenburg.