ibi - Innovative Braunkohlen Integration in Mitteldeutschland. Neue Strategien zur stofflichen Verwertung - Halle

ibi vernetzt Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung in Mitteldeutschland mit dem Ziel, die verfügbaren Rohstoffpotenziale der Braunkohle zu analysieren und innovative Technologiefelder zur stofflichen Verwertung zu identifizieren, ihre Zukunftschancen zu bewerten und neue Marktfelder zu erschließen.

Die Entwicklung neuer Strategien der stofflichen Verwertung von Braunkohle in neuen, chemiegeführten Kohleveredelungs- und Energiegewinnungsanlagen stellt den Kern des Innovationsvorhabens „ibi“ dar. Ziel ist es, eine nachhaltige Rohstoff- und Energiewirtschaft zu sichern.

Leitvision ist der Technologiesprung von der ausschließlich thermischen Energiewandlung hin zu einer stofflichen Nutzung und nachhaltigen Verwertung von Braunkohle. Der Schwerpunkt des Innovationsforums liegt neben der Rohstoffpotenzialerfassung und der Rohstoffgewinnungstechnik sowie den volkswirtschaftlichen Aspekten auf der innovativen stofflichen Verwertung von Braunkohle, der so genannten „clean-coal-technology“.

Durch die Entwicklung von neuen Verfahrenstechnologien und Anlagentechniken zur Rohstoffgewinnung und -verwertung soll die Braunkohle in qualitativ hochwertige chemische Basisstoffe und Produkte umgewandelt und vermarktet werden. Neben der Wirtschaftlichkeit und dem Nutzen für die Region spielt die Umweltverträglichkeit der Technologien und damit die Nachhaltigkeit eine herausragende Rolle.      

Ziele

Das Innovationsforum erarbeitet die regionalen Potenziale für eine effiziente stoffliche Nutzung der Braunkohle Mitteldeutschlands und gibt deutliche Impulse zur zukünftigen Entwicklung der Region.

„ibi“ verfolgt dazu wirtschafts- und marktorientierte Ziele:

  • Erfassung und Zusammenführung der Kernkompetenzen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung zur Netzwerkbildung
  • Entwicklung des Netzwerkes entlang der Wertschöpfungskette der stofflichen Nutzung der Braunkohle von der Rohstoffpotenzialerfassung,der -gewinnung, der Verfahrenstechnik, dem Anlagen- und Apparatebau bis hin zur Herstellung chemischer Basisstoffe und markt fähiger Produkte
  • Identifizierung zukunftsfähiger Verfahren zur stofflichen Verwertung von Braunkohle
  • Nachhaltige Etablierung der Verfahren und Techniken zur stofflichen Verwertung von Braunkohle
  • Stärkung der Innovationsfähigkeit durch überregionale und internationale Partnerschaften

Wissen

Zur Umsetzung der Ziele des Innovationsforums stehen in der Region Mitteldeutschland leistungsfähige Partner aus der chemischen Industrie, dem Anlagen- und Maschinenbau zur Produktherstellung, der Anlagentechnik zur Rohstoffgewinnung, dem Bergbau und der Braunkohleveredlung sowie der Ver- und Entsorgungsbranche zur
Verfügung.

In den Unternehmen der Region und den Forschungseinrichtungen des Landes Sachsen-Anhalt mit den Universitäts- und Hochschulstandorten Halle (Saale), Merseburg und Magdeburg und des Freistaates Sachsen mit dem Standort der Technischen Universität Bergakademie Freiberg spielt die Erforschung und Entwicklung der wirtschaftlichen und umweltgerechten Kohleveredlung bis heute eine große Rolle. Ein Praxisbeispiel für die wirtschaftlich effiziente Nutzung der Braunkohle und die regionale Wertschöpfung stellt das Unternehmen ROMONTA am Standort Amsdorf dar.

Die Region

In Sachsen-Anhalt und Sachsen hat die Nutzung von Braunkohle Tradition. Die industrielle Entwicklung und der wirtschaftliche Aufschwung der Region im vorigen Jahrhundert waren unmittelbar mit der stofflichen Verwertung der Braunkohle verbunden.

In Mitteldeutschland existieren große Mengen hochwertiger Braunkohle, die nur dann erschlossen werden können, wenn wirtschaftliche und umweltverträgliche Technologien zur Rohstoffgewinnung und -wandlung in chemische Basisstoffe und Produkte verfügbar sind.

Aufbauend auf den Traditionen, Kompetenzen und Potenzialen der Region werden unter Nutzung von innovativen Verfahren und Anlagentechniken die Voraussetzungen für eine effiziente, stoffliche Nutzung der Braunkohle erforscht und entwickelt. Da mit verfolgt die regionale Wirtschaft das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung im mitteldeutschen Wirtschaftsraum.

Kontakt

IHU Gesellschaft für Ingenieur-, Hydro- und Umweltgeologie mbH
Dr. A. Schroeter
Tel.: 0345 52088-0
Fax: 0345 52088-21
E-Mail: aschroeter[at]ihu-gmbh.com
Internet: www.ihu-gmbh.com; www.ibi-mitteldeutschland.de

 

Innovationsforum am 26. und 27. Februar 2009 in Freiberg.
Eine Fördermaßnahme des BMBF in Zusammenarbeit mit dem Land Sachsen-Anhalt.