MIGRATA - Zellbiologische Strategien zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit - Dresden

Das ForMaT-Vorhaben

Es gibt im Gesundheitssystem angesichts zunehmender Alzheimer-Erkrankungen einen äußerst dringenden Bedarf an wirksamen Therapeutika. Daher ist dies ein Markt mit enormem Potenzial. Das MIGRATA-Projekt basiert auf biotechnologischen Forschungsansätzen für die frühe Phase der Medikamentenentwicklung. Diese Phase setzt am Ende der Grundlagenforschung an und ist das Bindeglied zur präklinischen Phase. Der Technologietransfer- und Innovationsprozess sichert dabei die Verwertung der Grundlagenforschung.

Das Innovationslabor besteht dabei im Kern aus drei Forschergruppen (Membranintervention, Screening, Tiermodell) und der betriebswirtschaftlichen Projektunterstützung und ist am Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) in eine exzellente Forschungsinfrastruktur für frühe Phasen der Medikamentenentwicklung eingebunden.

Darüber hinaus bietet das Biotech-Cluster Biopolis Dresden die Grundlage für einen effizienten Technologietransfer und eine erfolgreiche Verwertung der MIGRATA-Forschungsansätze. Möglichkeiten der Verwertung sind die Auslizenzierung neuer Patente an Biotechnologie- und Pharmaunternehmen, die Ausgründung eines Biotechnologieunternehmens sowie die Integration des Projektes in ein Drug Development Center.

Die Ziele

Das Ziel ist die Erforschung und Entwicklung von Medikamenten, die direkt im zellulären Mechanismus eingreifen und die Bildung des Amyloid-Peptids hemmen. Dadurch könnte die Alzheimer-Krankheit verhindert und geheilt werden. Bisherige Therapien mildern allein die Symptome, können jedoch die Krankheit nicht heilen.

Die thematischen Schwerpunkte

Das MIGRATA-Projektteam verfügt über umfassende Kenntnisse der zellbiologischen Grundlagen der Krankheitsentstehung und wird genau dort, in die Entstehung der für Alzheimer verantwortlichen β-Amyloid-Peptide, eingreifen. Dabei werden zwei unabhängige Strategien verfolgt:

  • die Störung der Produktion des toxischen β-Amyloids durch Membranintervention
  • die Identifikation von möglichen Inhibitoren in der β-Amyloid-Produktion durch Hochdurchsatz-Substanz-Screens. Neue Wirkstoffe werden bis zum Beginn der präklinischen Phase der Medikamentenentwicklung (bis zum Abschluss der Tierversuche im Labor) verfolgt und patentiert.

Die Partner

  • Dr. Regina Reszka
  • Dr. Marc Hentz (Biopolis Consultants)
  • Prof. Dr. Michael Schefczyk (SAP-Stiftungslehrstuhl für Entrepreneurship und Innovation, TU Dresden)
  • Prof. Dr. Boris Schmidt (Technische Universität Darmstadt)
  • Prof. Bart de Strooper (Katholieke Universiteit Leuven, Belgien)

Kontakt

Herr Prof. Dr. Kai Simons
Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik
Pfotenhauerstr. 108
01307 Dresden
Tel.: (0351) 2102800
Fax: (0351) 2102900
E-Mail: simons[at]mpi-cbg.de