OncoRay - Dresden

Das Zentrum für Innovationskompetenz

 

 

Das Zentrum für Innovationskompetenz (ZIK) für "Medizinische Strahlenforschung in der Onkologie" in Dresden, OncoRay®, wird auf der Basis der gut ausgebauten wissenschaftlichen Infrastruktur und der international anerkannten Kompetenz des Dresdener Umfelds auf dem Gebiet der Strahlenforschung etabliert.

2010 wurde eine Kooperation mit dem Heidelberger Institut für Radioonkologie (HIRO) etabliert: OncoRay und HIRO gemeinsam bilden das National Center for Radiation Research in Oncology.

Die Ziele

Die Vision des Dresdener ZIK OncoRay® ist es, die Heilung von Krebserkrankungen durch biologisch individualisierte, technologisch optimale Strahlentherapie zu verbessern. Strahlentherapie ist ein hocheffektives Verfahren zur Vernichtung des Primärtumors und verringert dadurch auch die Gefahr der Streuung von Metastasen, die gewöhnlich das Endstadium einer Krebserkrankung darstellen. Im Gegensatz zu anderen Verfahren kann die Strahlentherapie nicht nur zeitlich, sondern auch räumlich exakt gesteuert werden. Ein Ersatz der Strahlentherapie durch andere Methoden ist nicht in Sicht. Im Gegenteil, in den nächsten Jahrzehnten wird die Effizienz und Bedeutung der Strahlentherapie durch physikalisch-technologische Weiterentwicklung von Hochpräzisions-Bestrahlungsverfahren und durch die Integration moderner Elemente der biologischen Forschung, die einen individualisierten Zuschnitt der Behandlung auf den einzelnen Patienten erlauben, weiter zunehmen. Dies erfordert die enge transdisziplinäre Verzahnung von modernster Biologie, Physik und Medizin.

Im Rahmen einer zweiten Förderphase für die Zentren für Innovationskompetenz der ersten Förderrunde werden am OncoRay zwei neue Nachwuchsforschungsgruppen durch das BMBF gefördert. Im Herbst 2010 wurde der Bauantrag für den Bau einer weltweit einmaligen Hochtechnologieplattform zur patientenorientierten Strahlenforschung und Entwicklung neuartiger Technologien für die Radioonkologie, dem OncoRay – Gemeinsames Zentrum (OGZ) eingereicht. Dieser Neubau am Medizinischen Campus wird im Rahmen der Landesexzellenzinitiative Sachsen durch das sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert und beinhaltet unter anderem einen Referenzprotonenstrahl zur Therapie und Forschung sowie die Technologie zur Entwicklung völlig neuartiger Lasererzeugter Teilchen für die Strahlentherapie von Krebserkrankungen.

Die thematischen Schwerpunkte (2004/-05 bis 2010)

  • Nachwuchsforschungsgruppe „Biologisches und Molekulares Targeting“
    Ziel der Forschungsgruppe war die Verbesserung der Strahlentherapie durch die gezielte Kombination von Strahlentherapie mit neuartigen, spezifisch biologisch wirksamen Substanzen. Die Arbeit dieser Gruppe wird seit 2011 fortgeführt im Rahmen der Forschungsgruppe "Molekulare und Zelluläre Strahlenbiologie", die durch die das OncoRay tragenden Institutionen finanziert wird. Arbeitsschwerpunkt ist hier die Identifizierung von Schlüsselmolekülen der zellulären Strahlenantwort in Tumorzellen und die molekulare Modifikation der Strahlenempfindlichkeit von Tumor- und Normalgeweben.
  • Nachwuchsforschungsgruppe „Biologisches und Molekulares Imaging“
    Forschungsfokus der Gruppe war die Erschließung neuartiger Verfahren der räumlichen Darstellung biologisch-funktioneller Informationen zum Tumor für die individualisierte Bestrahlungsplanung. Ziel der Arbeit der Forschungsgruppe, die seit 2011 von den das OncoRay tragenden Institutionen finanziert wird, ist die Etablierung neuer Bildgebungsverfahren für die Krebsdiagnostik und die biologisch bildgeführte Strahlentherapie.

Die thematischen Schwerpunkte (2011 bis 2016)

Durch das BMBF geförderte Gruppen:
  • Forschungsgruppe "Hochpräzisionsstrahlentherapie"
    Schwerpunkt dieser Forschungsgruppe ist die translationale Evaluation der Protonenbestrahlung für bewegliche Targets und inhomogene Dosisverteilungen durch Integration der biologischen Bildgebung als Basis für die Entwicklung und Implementierung laser-beschleunigter Protonen für die Strahlentherapie.
  • Nachwuchsforschungsgruppe „In-vivo-Dosimetrie für neue Strahlenarten“
    Die Gruppe beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Prototypen einer Kamera zur Realisierung einer „Echtzeit-in-vivo-Dosimetrie“ für die Hadronenstrahltherapie.
  • Nachwuchsforschungsgruppe „Biomarker für die individualisierte Strahlentherapie“
    Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dieser Forschungsgruppe befassen sich mit neuen spezifischen molekularen Markern zur präzisen Vorhersage der Ergebnisse der Strahlen- und Kombinationstherapie.
  • Verbundprojekt „onCOOPtics“
    Ziel ist die Entwicklung laserbasierter Strahlentherapiegeräte für die präzise therapeutische Behandlung von Krebserkrankungen mit Protonen und Ionenstrahlen.
Durch die tragenden Institutionen finanzierte Gruppen:
  • Forschungsgruppe "Biologisch adaptierte Bestrahlungsplanung und Applikation"
    Umsetzung der biologischen Information in eine Strahlenapplikation auf höchstem physikalisch-technischen Niveau
  • Medizinische Strahlenphysik
    Physikalisch-technische und informationstechnologische Entwicklungsarbeit für die präzise Strahlentherapie von Tumoren, speziell mit Protonen- und Ionenstrahlen
  • Tumorpathophysiologie
    Pathophysiologische Prozesse des Tumormikromillieus - Entwicklung einer Anti-Tumor-/Strahlentherapie durch gezielte Beeinflussung pathophysiologischer Parameter

Die Partner

Das Zentrum wird getragen von folgenden beteiligten Einrichtungen:

  • Medizinische Fakultät der TU Dresden
  • Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
  • Technische Universität Dresden
  • Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf

Kontakt

OncoRay - National Center for Radiation Research in Oncology
Prof. Dr. Mechthild Krause
Technische Universität Dresden
Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus
Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie
Fetscherstraße 74
01307 Dresden
Tel.: (03 51) 458 5292
Fax.: (03 51) 458 5716
E-Mail: Mechthild.Krause[at]uniklinikum-dresden.de
http://oncoray.uniklinikum-dresden.de/


Zum Beitrag "Ein Abschied mit Chancen" aus der Rubrik "Im Blickpunkt"