Grund zum Feiern

Im Potsdamer Nikolaisaal fand am 14. Oktober die Auftaktveranstaltung zum Erfahrungsaustausch anlässlich des 100. Innovationsforums statt. Höhepunkt war der Auftritt des 13jährigen Geigentalents Elin Kolev – der demonstrierte den über 500 Gästen hautnah, wozu die Kraft der Innovation in der Lage sein kann.

Ein Klassikkonzert mit einem 13jährigen Ausnahmetalent als Solist an der Geige mag an sich schon spektakulär genug sein. Im Fall des Auftritts von Elin Kolev am Mittwochabend im Potsdamer Nikolaisaal kam noch hinzu, dass der junge Geiger auf einer Hightechgeige aus dem Erzgebirge spielte. Die Geige, eine sogenannte NewStrad, ist das Ergebnis der jahrelangen Forschungen Dr. Friedrich Blutners. Ziel des Klangdesigners Blutner war es, eine Geige zu entwickeln, die in der Klangqualität einer echten Stradivari in nichts nachsteht. Mit der NewStrad ist Dr. Blutner genau das gelungen – die mit Verbundstoffen verstärkte NewStrad schnitt in Klangtests teilweise sogar besser ab als echte Stradivaris. Beim Auftritt Kolevs, zusammen mit dem Babelsberger Filmorchester und Dirigent Daniel Lipton, konnten sich die Gäste  der Auftaktveranstaltung im Nikolaisaal davon selbst überzeugen. 

„Man darf feiern“

Der Applaus der Gäste galt jedoch keinesfalls nur dem Auftritt des jungen Geigentalents sondern auch dem Programm „Innovationsforen“ des BMBF. Genau darum ging es nämlich bei der Veranstaltung im Nikolaisaal. Insgesamt 100 Innovationsforen wurden mittlerweile im Rahmen der Programmfamilie „Unternehmen Region“ in den Neuen Ländern veranstaltet. Grund genug, zurückzublicken und einen Ausblick in die Zukunft zu wagen. Vor allem jedoch auch eine Gelegenheit, mit einem gewissen Stolz das Erreichte zu betrachten. Vor dem eigentlichen Erfahrungsaustausch am 15. Oktober fand daher am Mittwochabend die festliche Auftaktveranstaltung im Potsdamer Nikolaisaal statt. „Man darf feiern“, brachte es Moderatorin Leo Busch auf den Punkt. Und Staatssekretär Prof. Dr. Frieder Meyer-Krahmer erkannte in der Veranstaltung des 100. Innovationsforums ein „richtiges Jubiläum“.

Moderatorin Leo Busch führte durch die feierliche Auftaktveranstaltung zum 100. Innovationsforum im Nikolaisaal in Potsdam.

Große Vielfalt

Und in der Tat kann sich die Erfolgsbilanz von bisher 100 Innovationsforen sehen lassen. Eine große Vielfalt von geförderten Ideen, Visionen und Vorhaben, das Entstehen zahlreicher neuer Netzwerke, Produkte, Dienstleistungen und vieles mehr. Dr. Johann Komusiewicz, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, verwies dabei insbesondere auf die langfristige Bedeutung der im Rahmen der Innovationsforen entstandenen Netzwerke und betonte die Bedeutung der hinter den Programmen stehenden Menschen sowie deren Eigeninitiative bei der Durch- und Fortführung der Innovationsforen. „Innovation ist kein Verwaltungsakt“, so Komusiewicz.

Auch Staatssekretär Meyer-Krahmer richtete sich in seiner Ansprache insbesondere an die Menschen, die hinter den Innovationsforen stehen. Mit Verweis auf den österreichischen Wirtschaftswissenschaftler Josef Schumpeter begrüßte er die anwesenden „Pioniere“ und stellte zunächst fest: „Das Instrument Innovationsforen hat sich bewährt.“ Darüber hinaus, so der Staatssekretär, seien Innovationen genau das, was in der Krise für neues Wirtschaftswachstum sorgen könne. „Was sie hier machen, wofür sie stehen, genau das brauchen wir, um neues Wachstum zu erzeugen“, so der Staatssekretär. Neben den Initiatoren und Machern hinter den Innovationsforen dankte Meyer-Krahmer auch den Ländern und Ländervertretern, sowie den Menschen in den Ministerien, die das Programm vorangetrieben hätten. Abschließend erklärte der Staatssekretär: „Ich bin auf jeden Fall stolz auf sie.“

Im Anschluss an das Konzert hatten die Gäste der Auftaktveranstaltung bei Essen und Trinken noch reichlich Gelegenheit, sich auszutauschen. Dazu hatte Hans-Peter Hiepe in seiner Begrüßungsrede auch ausdrücklich aufgefordert. „Bei so einer Veranstaltung“, so Hiepe, „geht es ja auch darum, dass viele neue Kontakte geknüpft werden.“

 

Weitere Informationen zum Förderprogramm Innovationsforen finden Sie hier. Hier geht es zur Pressemitteilung des BMBF zur Auftaktveranstaltung 100. Innovationsforum.