Climate Media Factory - Potsdam

Das ForMaT-Vorhaben

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen für die Menschheit im 21. Jahrhundert. Klimawissenschaftler in Deutschland und der Welt haben eine Vielzahl von Forschungsergebnissen, Risikoeinschätzungen und Analysen rund um das Thema Klimaveränderung bereitgestellt, die aber hauptsächlich innerhalb der Wissenschaftsgemeinde bekannt sind.

Um eine Bewusstseinsschärfung in der breiten Öffentlichkeit zu erreichen – eine wesentliche Voraussetzung zur effektiven Eindämmung der Klimakatastrophe – ist es wichtig, diese klimawissenschaftlichen Erkenntnisse allgemeinverständlich und interessant aufzubereiten. Die Massenmedien scheitern jedoch bisher mit ihren Vermittlungsansätzen: Versuche, die Komplexität der Themen des Klimawandels formatgerecht zu reduzieren und zuzuspitzen oder zu dramatisieren, führen zu fehlerhaften oder unzureichenden Darstellungen. Oder sie erreichen oft nur jene, die ohnehin schon zu den Interessierten und Informierten zählen. Themen des Klimawandels werden zudem fast ausschließlich in journalistischen und dokumentarischen Genres behandelt, die nur einen kleinen Ausschnitt der Möglichkeiten medialen Erzählens und Vermittelns abbilden.

Die ForMaT-Initiative Climate Media Factory will deshalb neue mediale Ansätze zur Vermittlung der Klimaproblematik entwickeln.

Die Ziele

Das interdisziplinäre Vorhaben verknüpft die Expertise der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam-Babelsberg (HFF) mit der des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Im Fokus des Projekts steht die Vermittlung von klimawissenschaftlichen Erkenntnissen und Handlungsoptionen sowie Themen der Nachhaltigkeit durch audiovisuelle Medien.

In zwei Innovationslaboren erprobt die Climate Media Factory neue Kommunikationsansätze und Formate zu Klimafolgen und Nachhaltigkeit. Es geht zum einen um neue webbasierte, interaktive und partizipative Erzählweisen, zum anderen um Unterhaltungsformate, wie Serien, Filme und Games, die ein breites Publikum erreichen und Lebensweisen und Verhalten verändern sollen.
 

Die thematischen Schwerpunkte

Die beiden Innovationslabore unterscheiden sich hinsichtlich der Adressaten, der Produkte (Medienformate) und der klimawissenschaftlichen Themenfelder:
  • Die Konzepte des Innovationslabor I zielen verstärkt auf den Publikumsmarkt Fernsehen und auf den Endnutzer. Als potenzielle Adressaten bzw. Käufer der entwickelten Formate werden unter andern TV-Sender sowie TV- und Filmproduzenten gesehen.
  • Im Innovationslabor II stellen Wissenschaftseinrichtungen, NGOs und Industrieunternehmen die Adressaten von Produktinnovationen dar. Hier liegt ein Produktschwerpunkt auf innovierenden Ansätzen, dokumentarische Bewegtbild-Medien in der Webkommunikation einzusetzen.

Die Partner

Das Team der Climate Media Factory besteht aus Klimawissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, Medienwissenschaftlern, Betriebswirten, Dramaturginnen und Dramaturgen und Medienpraktikern. In allen Projekt- und Arbeitsphasen werden die unterschiedlichen Akteure gemeinsam an der Entwicklung und Herstellung neuer medialer Darstellungen arbeiten.

Initiatoren des Projekts sind die HFF Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ und das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung e.V. (PIK). Die Projektleitung an der HFF ist dem IBF übertragen, dem Institut Berufsforschung und Unternehmensplanung Medien e.V. an der HFF.

Kontakt

Prof. Dr. Jürgen Kropp
Potsdam Institut für Klimafolgenforschung
Postfach 60 12 03
14412 Potsdam
Tel.: 0331 288-2526
Fax: 0331 288-20709
E-Mail: kropp[at]pik-potsdam.de

Prof. Dr. Klaus-Dieter Müller
Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“
Marlene-Dietrich-Allee 11
14482 Potsdam
Tel.: 0331 2016 58-0
Fax: 0331 2016 58-18
E-Mail: kd.mueller[at]ibf-medien.de