Antitumorale Wirkstoffe - Berlin

Thema

Die Biotechnologie gilt als eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Medizinischer Fortschritt ist heute ohne die modernen Erkenntnisse der Biotechnologie nicht mehr denkbar.

Allein in Deutschland sterben jährlich über 350.000 Personen an Krebs, weltweit sind es über 6 Millionen. Das zunehmende Bevölkerungsalter führt zu einer ansteigenden Häufigkeit an Krebs-Neuerkrankungen. Dem gestiegenen Bedarf an geeigneten Medikamenten und Behandlungsmethoden stehen nur weitgehend unbefriedigende Angebote gegenüber.
Wichtige innovative Ansätze für die Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen kommen aus der modernen Biotechnologie.
Im Gegensatz zu ihren zumeist börsennotierten US-amerikanischen Konkurrenten sind die oftmals sehr jungen deutschen Biotechnologieunternehmen aufgrund zu enger Technologieplattformen und einer mangelnden finanziellen Ausstattung nicht in der Lage, therapeutische Produkte von der Identifikation des Targets bis zur Vermarktung zu entwickeln. Die meisten Unternehmen können nur Teilaspekte abdecken; dies verlangt von den Unternehmen zu kooperieren. Um eigene Kompetenzen im Bereich der Wirkstoffentwicklung aufzubauen, ist eine intensive Zusammenarbeit der einzelnen Unternehmen im Rahmen einer virtuellen Pharmafirma erforderlich.

Ziele

Das Netzwerk
Durch effektive Netzwerke und die Bündelung von Kompetenzen entlang der Wertschöpfungskette, von der Grundlagenforschung bis zum Produkt, sollen zukunftsfähige Entwicklungen vorangetrieben werden.

Das Innovationsforum richtet sich an Vertreter aus der Biotechnologie- und Pharmabranche sowie an akademische und klinische Forschungseinrichtungen, insbesondere um Synergien zwischen den verschiedenen Playern zu identifizieren und schlagkräftige Netzwerke und Verbünde zu initiieren.

Erfolgreiche, produktorientierte Vernetzung zeichnet sich aus insbesondere durch die

  • Bündelung verteilter Ressourcen aus Wissenschaft  und Industrie
  • Integration von Teilkompetenzen und Fähigkeiten zu einer vollständigen Wertschöpfungskette
  • Schaffung neuer Modelle für einen effektiven Technologietransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft
  • Verteilung der finanziellen Lasten und
  • faire Beteiligung aller bei der Verwertung

Wissen

Die kostspielige Entwicklung neuer antitumoraler Wirkstoffe benötigt einen integrierten Ansatz, der die Kompetenzen privater und öffentlicher Forschungseinrichtungen mit unternehmerischen Kompetenzen zusammenführt. Für eine derartige Vernetzung besitzt Berlin-Brandenburg einzigartige Expertisen und Potenziale:

  • Forschungszentrum für Molekulare Pharmakologie
  • Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin
  • MPI für Infektionsbiologie
  • MPI für Molekulare Genetik
  • Universitätsklinikum Benjamin Franklin
  • Universitätsklinikum Charité

sowie zahlreiche forschende Unternehmen und Dienstleister mit spezieller Expertise in:

  • Targetidentifizierung und -validierung
  • Niedermolekulare Wirkstoffe
  • Biologicals
  • Medizinische Chemie
  • Präklinische und klinische Entwicklung und
  • GMP-Produktion

Die Region

Die Region Berlin-Brandenburg hat sich in den letzten Jahren zu einem der führenden europäischen Standorte der Biotechnologie-Branche entwickelt.

In einem in Europa einzigartigen wissenschaftlichen Umfeld wird an fünf Universitäten, drei Fachhochschulen und mehr als 20 Forschungseinrichtungen mit insgesamt 250 Arbeitsgruppen geforscht und entwickelt. Über die Hälfte der mehr als 160 Biotech-Unternehmen sind Ausgründungen aus Universitäten und Forschungsinstituten.

Zusammen mit sieben Biotechnologieparks und einer ausgeprägten Expertise in den Schwerpunktbereichen Proteom- und Genomforschung, Molekulare Medizin und Bioinformatik bietet die Region Berlin-Brandenburg ideale Bedingungen und hervorragende Entwicklungspotenziale.

Termin

8./9.5.2003
Berlin Buch
 
In Zusammenarbeit mit den Ländern Berlin und Brandenburg.

Kontakt

BioTOP Berlin-Brandenburg
Dr. Kai-Uwe Bindseil
Volker Erb
Fasanenstr. 85
10623 Berlin
Tel.:  (0 30) 31 86 22 - 0
Fax:  (0 30) 31 86 22 - 22
E-Mail: biotop[at]biotop.de