Brennstoffzelle in dezentralen Energieversorgungsanlagen - Glaubitz

Brennstoffzellen werden in den nächsten Jahren in der dezentralen Energieversorgung von Gebäudeeinheiten zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Das große Innovationspotenzial der Brennstoffzellentechnologie hinsichtlich der Entwicklung und der Fertigung von speziellen Systemkomponenten eröffnet für kleine und mittelständische Unternehmen neue Marktchancen. Mit dem Forum sollen Forschungseinrichtungen, Entwickler und Hersteller von Systemkomponenten, Anlagenbauer und Energieversorgungsunternehmen angesprochen werden, um das Innovationsnetzwerk und die bestehenden Kernkompetenzen zu stärken.

Schwerpunkte des Forums

  • PEM-(Proton-Exchange-Membrane-)Brennstoffzellentechnologie
  • Gasaufbereitung für PEM-Brennstoffzellen
  • thermische und elektrische Auskopplung
  • Regelungstechnik
  • Systemintegration von Brennstoffzellen-Blockheizkraftwerken in Gebäudeenergieanlagen
  • Ausbildung von Fachkräften
  • Akzeptanz und Einführung von Brennstoffzellen

Die regionalen Kompetenzen

Im Technologiezentrum des Landkreises Riesa-Großenhain wird seit 1996 eine PEM-(Proton-Exchange-Membrane-)Brennstoffzelle als integraler Bestandteil der Hausenergieversorgung betrieben.

Seit 1988 liefert Deutschlands erster Erdgaskompaktreformer (oben rechts) das Brenngas für die Brennstoffzelle (darunter).

Die Ziele

Die an der Entwicklung und am Betrieb der Anlage beteiligten Unternehmen und Forschungseinrichtungen haben sich das Ziel gestellt, ihren technologischen Vorsprung zu nutzen und den bisherigen Kristallisationskern zu einem neuen regionalen industriellen Wachstumsnetzwerk PEM-Brennstoffzellen für den dezentralen und netzgekoppelten Einsatz zu entwickeln.

Die Unternehmen streben eine führende Position im Marktsegment 4.....12 kW (el) mittelfristig auf dem deutschen Markt und längerfristig das Vordringen auf internationale Märkte an.

Die Komplexität von Brennstoffzellenanlagen stellt Entwicklungs- und Optimierungsaufgaben auf fast allen technischen Gebieten, angefangen von chemischen Katalysatoren und Dichtungstechnik über Wärmeübertrager und Wechselrichter bis zu Regelungstechnik und Anlagenbau.

Daraus ergeben sich folgende Ziele:

  • Bündelung der Innovationskompetenzen im Netzwerk und Erweiterung des Netzwerkes durch neue Partner
  • Eröffnung neuer Marktchancen für KMU
  • Bildung von neuen Wertschöpfungsketten
  • Verbesserung der Beschäftigungssituation
  • Verbesserung der Innovationstätigkeit durch Kooperation bei Forschung und Entwicklung
  • Kooperation bei Produkten und Vermarktung
  • Aufbau eines Brennstoffzellenkompetenzzentrums als Ausgangspunkt für die Organisation von ständigen Fachforen und Arbeitskreisen im Innovationsfeld
  • Initiierung neuer Technologieprojekte

Im Bereich Riesa-Großenhain und Mittelsachsen sollen künftig die Fertigung und die Endmontage zahlreicher Komponenten für variable Einsatzfälle stattfinden. Damit wird die Grundlage für den Aufbau eines neuen Industriezweiges der Hochtechnologie gelegt.

Die Ansiedlung eines produzierenden Unternehmens, die Einrichtung einer Demonstrations- und Beratungsstelle, die Schaffung bzw. Sicherung von hochwertigen Arbeitsplätzen und neuer beruflicher Qualifikation im produzierenden und installierenden Gewerbe sind vorgesehen.

Wissen

Im Innovationsnetzwerk PEM-Brennstoffzellentechnologie ist, basierend auf fünfjähriger Dauerbetriebserfahrung, exklusives Know-how auf folgenden Gebieten entstanden:

  • Stackentwicklung und -fertigung
  • Brenngaserzeugung und -aufbereitung
  • Regelung und Systemintegration

Kontakt

Zentrum für Technologiestrukturentwicklung Glaubitz
Industriestraße A 11
01612 Glaubitz
Tel.:  (03 52 65) 5 10
Fax:  (03 52 65) 5 58 45
E-Mail: tgz[at]zts.de
Internet: http://www.zts.de/