Treffen der ForMaT-Koordinatoren der ersten Förderrunde in Magdeburg

Forschung für den Markt im Team (ForMaT) – Wissenschaftler, die an Universitäten, Hochschulen und Forschungsinstituten arbeiten, erzeugen eine immer größer werdende Menge an Wissen und Innovationspotenzial, das oft ungenutzt bleibt. Zu oft!

Um diese Situation zu verändern, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung seit 2007 neue Ansätze für den Transfer von Wissen und Technologiekompetenz. Dabei wird zum einen die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Lehrstühlen der fachwissenschaftlichen Forschung mit den wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereichen der Universitäten, Hochschulen und Institute unterstützt. Zum anderen will das ForMaT-Programm in einer frühen Phase die Forscher anregen, ihre wissenschaftlichen Projekte auf eine mögliche wirtschaftliche Verwertung hin auszurichten.

Inzwischen werden 33 Innovationslabore aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen im Rahmen von ForMaT gefördert.

Die Koordinatoren von sieben Initiativen der ersten Förderrunde trafen sich nun zu einem ausführlichen Werkstattgespräch am Interaktionszentrum Entrepreneurship der Otto von Guericke-Universität in Magdeburg:

Die Koordinatoren der ForMaT-Initiativen trafen sich in Magdeburg zum Werkstattgespräch über die Zukunft der Bündnisse.

  • TASC – Telemedical Acute Stroke Care/Magdeburg
  • VAKZiNOVA – Neue Produkte und Verfahren für die Impfung von Tieren/Halle (S.)
  • TMLab – Topic Maps Lab/Leipzig
  • Kollaboration – Plattform für mobile Anwendungen/Cottbus
  • InnoPlas – Innovative Atmosphärendruck-Plasmaprozesse für die Industrie/Greifswald
  • InnoLaserSensor – Chemische Lasersensorik aus dem Labor in den Markt/Potsdam
  • CNTherm – Kühllösungen auf der Basis von Kohlenstoffnanoröhren/Berlin

Im Mittelpunkt des Treffens stand selbstverständlich der Austausch gemachter Erfahrungen auf der Suche nach den richtigen Wegen zur Überführung von Forschungsergebnissen in die unternehmerische Anwendung. Dabei stehen alle ForMaT-Initiativen dieser Förderrunde vor der Situation, dass ihre Projekte im Jahr 2011 zum Abschluss gebracht werden müssen.

Für die kommenden Monate sowie die Zeit danach berichteten die Koordinatoren über verschiedene Ziele, die erreichbar scheinen. So hält die TASC-Initiative aus Magdeburg die Gründung von zwei Unternehmen für möglich, um das angestrebte telemedizinische Netzwerk in Sachsen-Anhalt zur Behandlung von Schlaganfällen weiter aufzubauen und betriebswirtschaftlich erfolgreich zu betreiben.

Die Potsdamer InnoLaserSensor-Forscher sind mitten in der Aufstellung ihres Businessplans. Erste Reaktionen potenzieller Anwender waren so positiv, dass die angestrebte wirtschaftliche Verwertung der neuen Verfahren möglich scheint, auch wenn notwendige Patentanmeldungen noch eine Herausforderung sind.

Technisch top sind die Leipziger Wissenschaftler des Topic Maps Lab. Ihre neue Technologie für das „lernende“ Internetportal ist soweit entwickelt, dass jetzt die erste praktische Anwendung erprobt werden könnte. Die Suche nach den richtigen wirtschaftlichen Partnern dafür ist in vollem Gange.

Genau an diese Prozesse, die vielleicht zur Gründung neuer Unternehmen führen, die dann ihre Produkte und Dienstleistungen am Markt platzieren, knüpfte Prof. Dr. Armin Willingmann, Rektor der Hochschule Harz in Wernigerode und Professor für deutsches und internationales Wirtschaftsrecht, mit seinem Workshop an. Grundsätzliche Entscheidungen zur Form des neuen Unternehmens, zur Ausgestaltung allgemeiner Geschäftsbedingungen sowie zur Regelung der Zusammenarbeit zum Beispiel zwischen den Gesellschaftern wurden diskutiert und erläutert.

Das Fazit der ForMaT-Koordinatoren fiel spontan positiv aus – natürlich führe die Fülle an Informationen, die alle bedenkenswert sind, nicht sofort zu einer Entscheidung, welchen Weg das eigene Bündnis künftig gehen wird. Aber diese Entscheidung fundiert vorbereiten zu können – mit diesem guten Gefühl fahre man jetzt doch zurück.

 

Informationen zu den ForMaT-Innovationslaboren der ersten Förderrunde finden Sie hier.