Schützen und Veredeln von Oberflächen - Wildau

Oberflächenbeschichtungen sind heute Grundlage vieler Spitzentechnologiebereiche, wie dem Maschinen- und Anlagenbau, der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrttechnik, der Optik sowie der Halbleiter-und Speichertechnologie. Auch in der Biotechnologie und Medizintechnik kommen Beschichtungstechniken zunehmend zum Einsatz.

Neben den reinen Schutzschichten für hoch beanspruchte Baugruppen, wie Verschleißschutz, Korrosionsschutz, Wärmeschutz, kommen eine Reihe von Funktionsschichten zur Beeinflussung mechanischer, optischer, elektrischer, magnetischer und chemischer Oberflächeneigenschaften zum Einsatz. Eine große Anzahl unterschiedlichster Verfahren zur Erzeugung und Charakterisierung dieser Schichten findet derzeit Anwendung. Die Entwicklung neuer Materialien, Technologien und Analyseverfahren stellt heute ein wichtiges Forschungsgebiet mit außerordentlich hohem Innovationspotential dar.

Das Innovationsforum soll dazu beitragen, die in den Ländern Brandenburg und Berlin vorhandenen Ressourcen im Bereich der Beschichtungstechnik und Schichtdiagnostik zu bündeln, effektiver nutzbar zu machen, das Know-how weiter auszubauen und mittels strategischer Partnerschaften regional sowie überregional zu vermarkten. Insgesamt sollen mit dem Innovationsforum selbst und den in seiner Folge durchzuführenden Aktivitäten langfristige Perspektiven für die Zusammenarbeit hauptsächlich zwischen kleinen und mittelständischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen auf den Gebieten Forschung, Entwicklung und Produktion im Bereich der Oberflächentechnik aufgezeigt und nachhaltig verfolgt werden.

Ziele

Das Innovationsforum soll dazu beitragen, ein regionales Netzwerk mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft zu gründen, welches die Entwicklung neuartiger, innovativer Beschichtungstechnologien fördert. Hierfür ist ein leistungsfähiges Konsortium erforderlich, welches Beschichtungsfirmen, Hersteller von Beschichtungsanlagen und Diagnostiksystemen, Anwender sowie Forschungseinrichtungen umfasst. Ziel des Konsortiums ist die Identifizierung neuer Innovationsfelder und Marktsegmente sowie die Entwicklung bzw. Weiterentwicklung innovativer Produkte mit großen Marktchancen. Dazu gehören neuartige Mono-und Multischichtsysteme, deren Erprobung sowie der gezielte Technologie- und Wissenstransfer, z.B. in Form von Vortragsveranstaltungen und Workshops.

Langfristig gesehen besteht das Ziel darin, das Netzwerk als Kompetenzzentrum regional nachhaltig zu etablieren und ihm durch innovative Produktentwicklungen zu nationaler und internationaler Bedeutung zu verhelfen.

Wissen

Der Standort Wildau, im Südosten Berlins, kann auf eine ins 19. Jahrhundert zurückreichende Tradition im Maschinen-und Anlagenbau und auf über 60 Jahre erfolgreicher Ingenieursausbildung zurückblicken. Die TH Wildau wurde 1991 gegründet und ist mit mehr als 4.000 Studierenden die größte Fachhochschule Brandenburgs. Neben einer praxisnahen Ausbildung zeichnet sie sich durch besonders große Aktivitäten in Forschung und Entwicklung aus. Sie zählt heute zu den forschungsstärksten Hochschulen der Bundesrepublik.

Auf dem Campus in Wildau, der durch ausgedehnte Industriebauten des 19. Jahrhunderts geprägt ist, sind neben der TH und dem traditionsreichen Maschinenbau weitere Ausbildungszentren, Forschungseinrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft sowie zahlreiche Unternehmen angesiedelt, die auf Gebieten wie Luft-und Raumfahrttechnologie, Lasertechnik, Biotechnologie, Medizintechnik, Sensortechnik, Logistik sowie Informations- und Kommunikationstechnologie aktiv sind. Die TH Wildau als größte Einrichtung am Standort Wildau unterhält vielfältige Kooperationsbeziehungen in Lehre und Forschung auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene.

Die Region

Die Länder Brandenburg und Berlin bilden eine sich schnell entwickelnde Wirtschaftsregion, in der zukunftsorientierte Technologiefelder wie Luft- und Raumfahrttechnik, Energietechnik, optische Technologien, Kraftfahrzeugtechnik, Elektrotechnik/Elektronik, Biotechnologie und Medizintechnik den Motor für diese Entwicklung bilden. Zahlreiche kleine und mittelständische, aber auch große, international agierende Unternehmen der Region sind in diesem Wirtschaftsbereich aktiv, in welchem Oberflächentechnologien eine zentrale Rolle spielen. Die Region bietet der Wirtschaft mit ihren Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen exzellente Möglichkeiten, Forschungs- und Entwicklungsvorhaben umzusetzen. Fachspezifische Verbünde wie OptecBB und PhotonikBB bündeln seit Jahren die Aktivitäten der Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft der Region, um Synergien auf dem jeweiligen Fachgebiet zu entfalten.

Kontakt

Jenny Moscardini
Technische Hochschule Wildau [FH]
Bahnhofstraße 1
15745 Wildau
Tel.: 03375 508 463
Fax: 03375 500 324
E-Mail: jmoscard[at]th-wildau.de
Internet: www.th-wildau.de/innovationsforum



Innovationsforum am 28. und 29. Februar 2012 in Wildau.
Eine Fördermaßnahme des BMBF in Zusammenarbeit mit den Ländern Berlin und Brandenburg.