Flugtriebwerkstechnik in Brandenburg - Cottbus

Thema

Das Forum leistet einen Beitrag für den nachhaltigen Ausbau der Hochtechnologieplattform Flugtriebwerkstechnik in der Region Berlin-Brandenburg sowie Nordsachsen/Dresden unter besonderer Berücksichtigung kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU).

Die Luftfahrtindustrie ist weltweit zu einer der führenden Wachstumsbranchen aufgestiegen. Dabei erfordert die Flugtriebwerkstechnik im besonderen Maße die Integration verschiedener Ingenieursdisziplinen und verlangt von der Zulieferindustrie ein hohes Maß an Qualität und Innovation. Das Innovationsforum soll zunächst den Stand der Technik und Trends gegenwärtiger Entwicklungen aufzeigen. Gemeinsam mit zukünftigen Partnern aus Industrie und Forschungseinrichtungen sollen Ansatzpunkte für eine Zusammenarbeit hinsichtlich folgender Themenbereiche erörtert werden:

  • Entwicklung und Integration neuer Fertigungstechniken, Werkstoffe und Messmethoden
  • Optimierung von Qualität, Fertigung und Bauweisen
  • Effizientere Gestaltung der Wartung
  • Übernahme von Dienstleistungen wie z. B. den Bau von Test-Rigs, FE-Berechnungen, Kalibrierungen, Messkampagnen etc.
  • Auslagerung der Produktion einfacher Komponenten 

Ziele

Schaffung eines nachhaltigen Netzwerks zwischen Triebwerksherstellern, KMUs und Forschungseinrichtungen und darauf aufbauend eines Wachstumskerns Triebwerkstechnik in Berlin-Brandenburg

  • Erschließung neuer Geschäftsfelder für KMUs der Region und somit Schaffung hochqualifizierter Arbeitsplätze
  • Ansiedlung neuer und wettbewerbsfähiger KMUs
  • Sicherung qualifizierter Arbeitsplätze und Ausbau der Region zum Technologiestandort
  • Nutzung des Innovationspotenzials der Region zur Sicherung der Position Berlin-Brandenburgs als Luftfahrtregion III
  • Ausbau des Wissenstransfers zwischen Hochschulen und Unternehmen durch eine verstärkte Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung

Wissen

Die BTU Cottbus bietet die in Deutschland einzigartige Studienrichtung "Triebwerkstechnik" (Diplom, BSc, MSc) in Zusammenarbeit mit den Triebwerksherstellern Rolls-Royce Deutschland und MTU Aero Engines sowie dem DLR an. Die Einrichtung dieser Studienrichtung ist eine Folge der seit einigen Jahren bestehenden intensiven Zusammenarbeit zwischen den genannten Partnern in Forschungs- und Entwicklungsprojekten und unterstreicht den Bedarf der Industrie an Ingenieuren auf dem Gebiet der Triebwerkstechnik.

Einige am Institut für Verkehrstechnik (IVT) der BTU aktuell bearbeitete Forschungsprojekte sind:

  • Numerische und experimentelle Untersuchungen zum Schwingungsverhalten von Blisk-Verdichterrädern
  • Entwicklung verbesserter Methoden zur Dehnmessstreifenkalibrierung
  • Aufbau und Betrieb von Triebwerksprüfständen
  • Entwicklung miniaturisierter Messtechnik für Strömungsgrenzschichten
  • Topologie- und Gestaltoptimierung von Turbinen- und Verdichterkomponenten und des Gesamttriebwerks 

Die Region

Mit der Ansiedlung der führenden Triebwerkshersteller Rolls-Royce Deutschland in Dahlewitz und MTU Aero Engines / Maintenance in Ludwigsfelde vor den Toren Berlins konnte Berlin-Brandenburg nach München und Hamburg als dritter bedeutender Standort der Luftfahrtindustrie in Deutschland etabliert werden ("Luftfahrtregion III"). Zahlreiche KMUs und Hochschulen profitieren bereits von dieser Entwicklung. Mit der Einrichtung der neuen Studienrichtung Triebwerkstechnik an der BTU Cottbus eröffnen sich Perspektiven, qualifiziertes Personal in der Region zu halten. Gepaart mit der innovativen Ausrichtung und der vorhandenen Kompetenz kleiner und mittelständischer Unternehmen sowie den Perspektiven, die die Osterweiterung der EU mit sich bringt, erschließt sich ein erhebliches Wachstumspotenzial für die Region auf diesem Gebiet.

Kontakt

Institut für Verkehrstechnik
BTU Cottbus
Siemens-Halske-Ring 14
03046 Cottbus
Tel.: (03 55) 69 44 85
Fax: (03 55) 69 48 91
E-Mail: triebwerkstechnik[at]tu-cottbus.de


Innovationsforum am 7. und 8.12.2004 im Holiday Inn in Cottbus.
Eine Fördermaßnahme des BMBF in Zusammenarbeit mit dem Land Brandenburg.