Fluss-Strom Plus – Regenerative und grundlastfähige Energiegewinnung aus kleinen Wasserkräften mit und ohne Querbauwerke - Magdeburg

Im Mittelpunkt des Innovationsforums stehen die regenerative und grundlastfähige Energiegewinnung aus Flusswasserkraft frei fließender Gewässer ohne Staustufen und die Weiterentwicklung der „Kleinen Wasserkraft“ aus vorhandenen Querbauwerken.Das Projekt ist im Innovationsfeld „Umweltfreundliche Energien“ angesiedelt und legt den Fokus auf eine wirtschaftliche Erschließung von Flusswasserkraftwerken an Wasserkraftstandorten mit weniger als 100 KW.

Ziel ist es, eine Initialzündung für die Vermarktung von Fluss-Strom-Produkten zu erreichen. Dazu werden Zielmärkte lokalisiert und Markterschließungsstrategien sowie mögliche Formen der zukünftigen Fluss-Strom-Vermarktung erarbeitet.

Darüber hinaus sollen technologie- und ökologieorientierte Netzwerke wie „Fluss-Strom“ und „Aqua Mundus“ mit einem Fokus auf die Kleine Wasserkraft als grundlastfähige Energiequelle verstetigt und verzahnt werden.

Entstehen soll ein neues, ganzheitlich ausgerichtetes Netzwerk mit Technologie- und Ökologiekompetenz sowie hoher Innovations- und Schlagkraft. Es soll mithelfen, die Technologieführerschaft im Innovationsfeld „Umweltfreundliche Energien“ zu gewährleisten und auszubauen.

Der Kleinen Wasserkraft in Deutschland soll so zum Durchbruch verholfen werden.

Ziele

Der Bedarf des Ausbaus der Kleinen Wasserkraft durch innovative Anwendungen ergibt sich aus der Notwendigkeit des Ausbaus der grundlastfähigen Erneuerbaren Energien für eine dezentrale Energieversorgung, der Suche nach Refinanzierungsquellen für die Sanierung von Querbauwerken sowie aus dem international geprägten Marktbedarf für die Fluss-Strom-Produkte.

Das Innovationsforum will die Strömungsenergie frei fließender Gewässer für die nachhaltige Stromerzeugung ohne Aufstau und feste bauliche Anlagen nutzbar machen. Des Weiteren sollen die energetischen Potenziale bereits bestehender Querbauwerke ökologieverträglich erschlossen werden.

Ziel ist dabei zum einem die Implementierung wertvoller technischer sowie gewässerökologischer bzw. naturschutzfachlicher Ansätze zur Realisierung der Technologieführerschaft sowie zum anderen die Erschließung von Vermarktungswegen.

Zum Erreichen der Ziele wird der Bildung überregionaler Bündnisse im Rahmen des Innovationsforums eine große Bedeutung beigemessen.

Wissen

Um Wasser nicht nur als Ressource des Lebens, sondern zunehmend auch zur dezentralen Energiegewinnung mit kleinen Wasserkraftanlagen nachhaltig und ökologisch nutzen zu können, arbeiten Techniker und Ökologen an innovativen Lösungen und deren Bewertung für eine ökologieverträgliche Fluss-/Wasserkraftnutzung.

Dabei bündeln Netzwerke wie „Fluss-Strom“ und „Aqua Mundus“ ihr Know-how und ihre Kompetenzen, um gemeinsam sowohl fachliche als auch technische Potenziale für eine ökologische und wirtschaftliche Fluss-Strom-Energiegewinnung zu erschließen. Sie arbeiten im Spannungsfeld zwischen den technologischen Möglichkeiten zur Nutzung von Fluss-Strom und Wasserkraft und den ökologischen Herausforderungen. Komplementäre, leistungsfähige Partner der Netzwerke aus Industrie, Forschung und Lehre, dem Dienstleistungssektor und angrenzenden Bereichen sollen helfen, die Fluss-Strom- bzw. Wasserkraftnutzung ökologieverträglich und gleichzeitig wirtschaftlich zu gestalten und innovative Lösungen für die „Ökowasserkraft made in Germany“ zu entwickeln.

Einige Beispiele für solche neuen Technologien und Verfahren sind der River Rider, der Energy Floater, der ENERTAINER, der VECTOR, das Fischfreundliche Wehr, Smart Hydro Power und das Schachtkraftwerk.

Die Region

In Sachsen-Anhalt hat die Wasserkraftnutzung Tradition. Das älteste deutsche Mühlenwehr wurde 941 bei Alsleben errichtet. Die erste deutsche Schiffsmühle arbeitete an der Saale und um 1900 gab es auf dem heutigen Gebiet des Landes Sachsen-Anhalt mehr als 300 Wassermühlen. Auch heute ist Sachsen-Anhalt Vorreiter beim Ausbau Erneuerbarer Energien. Mit dem Innovationsforum soll die Region als Motor für die Entwicklung, Umsetzung und Dauerbetriebserprobung von Flusswasserkraftanlagen sowie weiterer Anwendungsmöglichkeiten der Wasserkraft etabliert werden. Die erwarteten Ergebnisse der FuE-Aktivitäten des Netzwerks und die daraus resultierenden innovativen Produkte und Komponenten lassen positive Arbeitsplatzeffekte für die Region erwarten.

Kontakt

ZPVP Zentrum für Produkt-, Verfahrens- und Prozessinnovation GmbH
Dr. Reinhard Fietz
Sandtorstraße 23
39106 Magdeburg
Tel.: 0391 5448619-200
Fax: 0391 5448619-203
E-Mail: fietz[at]exfa.de
Internet: www.exfa.de


Innovationsforum am 25. und 26. September 2012 in Magdeburg.
Eine Fördermaßnahme des BMBF in Zusammenarbeit mit dem Land Sachsen-Anhalt.