GAIN – Geologische Aufbereitungsprozesse für Industrierohstoff nicht-sulfidischer Erze - Freiberg

Die Leistungen mittelständischer Unternehmen im Bergbau, für die Gewinnung und Aufbereitung von Rohstoffen sowie für die Erschließung und Ausbeutung einheimischer Vorkommen erlangen immer mehr Bedeutung. Damit bestehen Chancen – besonders für forschungsorientierte Firmen – zur Entwicklung neuer Geschäftsfelder und Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Bergbaus. Eine der zentralen zu lösenden Aufgaben hierbei ist die Aufbereitung von komplexen, fein verwachsenen Erzen.Nicht wenige der von der EU-Kommission ausgewiesenen strategischen Rohstoffe gehören diesem Typus an. Für sie werden neben den mechanisch-chemischen Standardverfahren wie Zerkleinern, Sortieren und Flotieren geeignete kostengünstigere technologische Prozesse gesucht. Im Vordergrund von GAIN steht die Entwicklung von reproduzierbaren Aufbereitungstechnologien für primäre Industrierohstoffe nicht-sulfidischer Erze mit der Entwicklung von neuen, übertragbaren technologischen-und geobiotechnologischen Aufbereitungsverfahren. Hierzu bedarf es geeigneter Referenzvorkommen und bestehender Kernkompetenzen. Sachsen hält diesbezüglich geeignete Objekte sowie eine traditionell innovationsfreudige Unternehmens-und Wissenschaftsstruktur, besonders am Montanstandort Freiberg vor. Der Forschungsaufwand ist groß und bedarf somit konzertierter F&E-Verbünde, auch für die rasche Kommerzialisierung der Ergebnisse. Das Innovationsforum GAIN verfolgt hierzu die Projektentwicklung auf EU-Ebene und die Einbeziehung strategischer Partner im Rahmen nationaler und europäischer Förderprogramme.

Ziele

  • Netzwerkausbau zur Teilnahme an nationalen und EU-F&E Programmen
  • Einbindung einheimischer Rohstoffvorkommen kritischer Elementparagenesen der Greisen, Pegmatite und Skarnvererzungen (Sn, W, Li – In, Ga, Ge) in einen deutschen und europäischen Forschungsverbund mit gleichartigen Lagerstätten und o.g. Forschungsbedarf
  • Stimulation insbesondere des mittelständischen Bergbaus und forschungsnaher Bergbaudienstleistungen
  • Weiterentwicklung der mikrobiologischen Verfahren entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Wissen

Das Geokompetenzzentrum Freiberg ist als einer der größeren interdisziplinären Verbünde eng mit deutschen und internationalen GAIN-relevanten Akteuren vernetzt. Der Verein ist Mitglied im Europäischen Bergbauverband EUROMINES und in der Europäischen Technologieplattform für nachhaltige Rohstoffwirtschaft (ETP SMR) als auch Mitwirkender in der Europäischen Innovationspartnerschaft für Rohstoffe (EIP RM).

Die regionalen, sächsischen Kernpartner sind die Mitglieder

  • G.E.O.S. Ingenieurgesellschaft mbH, Freiberg
  • Nickelhütte Aue GmbH/Erzgebirgische Fluss- und Schwerspat GmbH, Aue-Niederschlag
  • Saxony Minerals Exploration AG, Pöhla
  • Solar World Solicium GmbH, Freiberg
  • Wisutec GmbH, Chemnitz

In der Umsetzung des Innovationsforums GAIN auf europäischer Ebene sind u.a. bereits weitere 15 Partner aus England, Dänemark, Finnland, Frankreich, Irland, Portugal, Schweden und Tschechien beteiligt.

Die Region

Im sächsischen Erzgebirge vereinen sich montanistisches Know-how in industrienaher F&E mit Referenzlagerstätten und innovativen Aufbereitungs- und Hüttenstandorten. Im Zuge der Wiederbelebung auch des einheimischen und europäischen Bergbaus hält die Region damit wichtige Ressourcen und Kapazitäten in der F&E zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen bereit. In der Verzahnung dieser regionalen Netzwerke aus Wirtschaft und Wissenschaft mit europäischen Partnern liegt der Schlüssel für die Entwicklung zukunftsweisender Geschäftsfelder und die Stimulierung regionaler Wertschöpfung.

Kontakt

Geokompetenzzentrum Freiberg e. V.
Dr. Wolfgang Reimer
Burgstraße 19
09599 Freiberg
Tel.: 03731 773715
Fax: 03731 773716
E-Mail: wolfgang.reimer[at]gkz-ev.de
Internet: www.geobiotechnologie.de, www.gkz-ev.de

Innovationsforum am 30. April 2014 in Freiberg.
Eine Fördermaßnahme des BMBF in Zusammenarbeit mit dem Freistaat Sachsen.