HYDROGEL - Einsatz eines multiplen dispersen Werkstoffes zum Feuchtigkeitsschutz - Berlin

Bei Bauwerken der technischen Infrastruktur geht man in der Regel von einer instandsetzungsfreien Nutzungsdauer von 50 bis 100 Jahren aus. Die Erfahrungen zeigen aber, dass diese Zeiträume bei Weitem nicht erreicht werden und substanzielle Instandsetzungen sehr viel früher nötig werden.

Stahlbetonbauwerke im Freien sind während ihrer Nutzung korrosionsfördernden wässrigen Lösungen, z. B. durch den Winterdienst auf Autobahnen, ausgesetzt. Durch kapillare Prozesse erreichen Schadstoffe die Stahlbewehrung der Bauwerke und können dort Korrosion und damit verbundene Folgeschäden auslösen. Die Folge sind technisch, ökologisch und ökonomisch aufwändige Instandsetzungsarbeiten.

Ein derartiger Angriff kann durch eine so genannte Tiefenhydrophobierung der Betonoberfläche vermieden werden.

Im Rahmen des Innovationsforums „HYDROGEL – Schutz von Stahlbetonbauwerken vor Feuchtigkeit und Salzeintrag“ wird ein Netzwerk aller relevanten Akteure entlang der Wertschöpfungskette bzw. des Lebenszyklus aufgebaut, um neue Technologien und Verfahren im Sinne eines präventiven Bauwerkschutzes gemeinsam in die bauliche Praxis einzuführen.

Ziele

Häufig mangelt es bei Bauwerken der technischen Infrastruktur an einer ganzheitlichen Sicht auf den Lebenszyklus eines Bauwerks sowie an einer eingespielten Kommunikation aller beteiligten Akteure.

Um die Lebenszykluskosten für Bauwerke zu senken, stehen folgende Ziele im Vordergrund:

  • Erarbeitung und Etablierung praxistauglicher Präventionskonzepte für den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks
  • Definition neuer Geschäftsfelder und -chancen für alle Wertschöpfungsstufen im Hinblick auf ein nachhaltiges Lebenszyklus-Management von Einzelbauwerken bzw. ganzen Portfolien
  • Ausarbeitung konkreter Nutzungs- und Anwendungsszenarien sowie Bewertung der Marktchancen von Produkten zur Tiefenhydrophobierung
  • Etablierung überregionaler Präventionsallianzen mit Schwerpunkt Berlin-Brandenburg

Wissen

Die IONYS AG ist ein junger Lösungsanbieter im Bereich der technischen Infrastruktur und verfügt am Standort Berlin über Forschungskapazitäten in der Grenzflächen- und Tensid-Chemie. Gemeinsam mit den in der Region Berlin-Brandenburg ansässigen Partnern aus Industrie, Wissenschaft, Politik und Verwaltung werden auf Basis neuester wissenschaftlicher Ansätze praktische und wirtschaftlich relevante Belange zur Verlängerung der instandsetzungsfreien Nutzungsdauer von Bauwerken diskutiert.

Das Innovationsvorhaben befasst sich u. a. mit den folgenden Themen:

  • Schutz von Bauwerken gegen den Eintrag werkstoffaggressiver Stoffe
  • Hydrophobierung von Fahrbahnbelägen aus Beton zum Schutz vor AKR
  • neue Ansätze der Nachbehandlung von Fahrbahnbelägen aus Beton

Die Region

Die Region Berlin-Brandenburg ist ein anerkannter Standort der deutschen Bauforschung mit erheblichem Innovationspotenzial. Zahlreiche Akteure beschäftigen sich mit der Erstellung und dem Erhalt von Bauwerken der technischen Infrastruktur. Zudem haben hier große Infrastrukturbetreiber ebenso ihren Sitz wie bedeutende Bauunternehmen und Planungsbüros. Dieses regionale Netzwerk aller am Lebenszyklus eines Bauwerks beteiligten Akteure wird die IONYS AG nutzen, um gemeinsam innovative Verfahren zum nachhaltigen Schutz von Stahlbetonbauwerken zu etablieren und somit Lebenszykluskosten zu senken.

Kontakt

IONYS AG
Dr. Rüdiger Werp
Volmer Straße 13
12489 Berlin
Tel.: 030 639220-60
E-Mail: r.werp[at]ionys.de
Internet: http://www.ionys.de/innovationsforum   


Innovationsforum am 27. und 28. November 2013 in Berlin.
Eine Fördermaßnahme des BMBF in Zusammenarbeit mit dem Land Berlin.