HYPOS – Hydrogen Power Storage & Solutions East Germany

Der Problemraum

Das in Ostdeutschland angesiedelte Hypos-Projekt soll die Energiewende entscheidend beflügeln. Im mitteldeutschen Chemiedreieck soll es nachhaltige Chemie ermöglichen. Die Bezeichnung „Hypos“ ergibt sich aus Buchstaben des vollständigen englischen Projekt-Titels „Hydrogen Power Storage & Solutions East Germany“. Hypos verfolgt das Ziel, Erneuerbaren Strom in das Energiesystem durch innovative Verknüpfung der Technologie der Wasserstofferzeugung mit der vorhandenen Infrastruktur von Gaspipelines und Gasspeichern zu integrieren. Genutzt werden soll so der „grüne“ Wasserstoff für den Bedarf der Elektromobilität, für die Stoffwandlung der Chemie und als Energiequelle. Damit wird nicht nur ein Durchbruch für das Gelingen der Energiewende erzielt, sondern es werden weitreichende große gesellschaftliche und volkswirtschaftliche Wirkungen ausgelöst.

Der Projektablauf wird in die Strategie- und die Umsetzungsphase unterschieden. In der Strategiephase werden, nach dem Aufbau der Organisations- und Managementstruktur sowie der Kommunikationsplattform, alle vorliegenden Projektskizzen bewertet und strukturiert. So entsteht eine Innovationsstrategie, die immer wieder über die gesamte Projektlaufzeit an die Rahmenbedingungen der Wirtschaftlichkeit angepasst wird. Bereits jetzt zeichnen sich zusätzlich zwei wichtige Demonstrationsprojekte ab, die für die Erarbeitung der Roadmap besonders wichtig sind.

1. Etablierung eines Versuchsfeldes zur Wasserelektrolyse
Ziel des strategischen Projektes ist es, Konzepte und geeignete Standorte für die Demoanlage zu erarbeiten, unterschiedliche Szenarien sowie dafür notwendige Modelle mit den Netz-, Pipeline- und Kavernenbetreibern zu entwickeln und dafür die Randbedingungen für die einzelnen Komponenten der Demoanlage abzuleiten.

2. Machbarkeitsbetrachtung der Erdgas-Kavernenumnutzung für Wasserstoffspeicherung
Das strategische Projekt untersucht unter gebirgsmechanischen, mikrobiologischen, technisch/technologischen, wirtschaftlichen, genehmigungsrechtlichen und sicherheitstechnischen Aspekten verschiedene Varianten der Umnutzung von Erdgaskavernen am Standort Bad Lauchstädt (Sachsen-Anhalt).

Ab 2015 beginnen die Forschungsverbundprojekte. Das Projekt unterliegt einem offenen Prozess. Er ermöglicht die Mitwirkung neuer Partner sowie das Einreichen und Einbeziehen neuer Projektskizzen.

 

 

 

 

 

Prozesskette von Hypos
Prozesskette von Hypos

 

 

 

 

Die Ziele

Zentrales Thema ist die umfassende Nutzung von Strom aus Wind und Sonne zur wirtschaftlichen Erzeugung von Wasserstoff via Elektrolyse in großtechnischem Maßstab. Wasserstoff als chemischer Energieträger würde dann der Wirtschaft vielgestaltig als chemischer Grundstoff, als Kraftstoff für mobile Anwendungen, zur Wärmeerzeugung, aber auch zur Elektroenergieerzeugung zur Verfügung stehen. Vorhandene Infrastrukturen in der Region unterstützen effizient und kostensenkend die Speicherung des Produkts und dessen Transport in die unterschiedlichsten Nutzungsbereiche. Durch das Erschließen technologiebezogener Kostensenkungspotenziale – nicht zuletzt durch die Realisierung von Technologiesprüngen und Skaleneffekten – kann und soll es gelingen, diese Form der Energietransformation und -speicherung wirtschaftlich tragfähig zu etablieren. Zudem sollen zentrale Lösungen sinnvoll mit dezentralen Lösungen verknüpft werden, um Stromnetze und Wasserstoffversorgung in der Fläche entlasten zu können. Die erforderlichen Forschungs- und Entwicklungsleistungen erfassen die technologische Seite der gesamten Wertschöpfungskette vom Stromerzeuger bis zum Gasnutzer.

 

 

 

 

 

Ziele entlang der Prozesskette
Ziele entlang der Prozesskette

 

 

 

 

Die thematischen Schwerpunkte

  • Zentrale Elektrolyse-Anlagen mit Anbindung an die Übertragungs- bzw. Verteilnetze und/oder Direktversorgung aus leistungsfähigen Wind- und Solarparks oder Biogasanlagen dienen der Verfahrensentwicklung zur Herstellung von Grünem Wasserstoff im großtechnischen Maßstab.
  • Die Einspeisung der Wasserstoffmengen zum weiteren Transport an eine Vielzahl von Abnehmern und zu geeigneten Speichern erfolgt in die bereits vorhandene mitteldeutsche Wasserstoff-Pipeline.
  • Die Speicherung wird durch das Anbinden von Wasserstoff-Kavernenspeicher-Projekten an die Wasserstoff-Pipeline erreicht.
  • Systemlösungen zur Bereitstellung des Stromes, zur Steuerung der Elektrolysen, zur Integration der Gasnetze und zur Wasserstoffspeicherung werden erarbeitet.
  • Dieser zentrale Ansatz wird gegebenenfalls unterstützt durch die Etablierung einer Methanisierung, die eine deutlich intensivere Nutzung der vorhandenen Erdgasinfrastruktur für Transport-, Verteilungs- und Speicher- sowie  Mobilitätsanforderungen möglich macht.
  • Durch eine Technologie- und Nutzenoptimierung über die gesamte Prozesskette wird die wirtschaftliche Herstellung von Grünem Wasserstoff Wirklichkeit. So gewonnene Erkenntnisse bei zentraler Gestaltung werden nutzbringend auch in dezentrale Betriebskonzepte übersetzt.

Die Partner

Dem Konsortium gehören zur Zeit 116 Partner an. 75 davon sind Unternehmen, 41 sind Wissenschaftspartner.

Kontakt

HYPOS - Hydrogen Power Storage & Solutions East Germany e.V.
Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH
Blücherstraße 26
06120 Halle (Saale)
Tel.: 03 41 60016-20
Fax: 03 41 60016-13
E-Mail: info[at]hypos-eastgermany.de
Internet: www.hypos-eastgermany.de

 

Berichterstattung aus dem "Blickpunkt" finden Sie hier.