Jenaer ZIK-Forscher für den Deutschen Zukunftspreis nominiert

Prof. Dr. Stefan Nolte, Forschungsgruppenleiter am Zentrum für Innovationskompetenz ZIK ultra optics in Jena, gehört zu einem der drei Teams, die in diesem Jahr für den Deutschen Zukunftspreis nominiert worden sind. Sein Thema: Ultrakurzpulslaser für die industrielle Massenfertigung – produzieren mit Lichtblitzen.

Laserstrahlen können herkömmliche mechanische Werkzeugmaschinen zum Bohren, Schneiden oder Schweißen ersetzen. Besonders präzise und produktiv sind Ultrakurzpulslaser. Sie senden das Licht in Form energiegeladener Pulse in Billionstel Sekunden aus.

Prof. Dr. Nolte und seine Mitstreiter – Dr. Jens König (Robert Bosch GmbH) und Dr. Dirk Sutter (TRUMPF Laser GmbH) – haben diese speziellen Laser nun für den industriellen Einsatz weiterentwickelt. Dirk Sutter entwickelte mit seinem Team die weltweit ersten industrietauglichen Ultrakurzpulslaser.

Sehen so Sieger aus? Eins der drei nominierten Teams: Dr. Jens König, Prof. Dr. Stefan Nolte, Dr. Dirk Sutter (v.l.n.r.) / Quelle: Deutscher Zukunftspreis
Sehen so Sieger aus? Eins der drei nominierten Teams: Dr. Jens König, Prof. Dr. Stefan Nolte, Dr. Dirk Sutter
v.l.n.r. / Quelle: Deutscher Zukunftspreis
Jens König und seine Mitarbeiter erforschten die genauen Anforderungen und spezifizierten den Laser. Gemeinsam ebneten sie den Weg für eine sehr exakte Herstellung winziger Strukturen und zur industriellen Fertigung neuartiger Produkte.

Da die Lichtpulse extrem kurz, aber sehr energiereich sind, wirkt die Laserstrahlung hoch konzentriert auf das Material ein. Es verdampft, ohne zu schmelzen. So lassen sich auch mehrere Millimeter dicke Bleche präzise und schnell bearbeiten, was bisher nicht möglich ist.

ZIK ultra optics gute Basis

Stefan Nolte legte mit der Erforschung der grundlegenden physikalischen Effekte die Wissensbasis für den Einsatz von Ultrakurzpulslasern in der Materialbearbeitung. Er ist Professor am Institut für Angewandte Physik der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) in Jena.

Das ZIK hat seiner Forschung bedeutende Impulse gegeben. "Mit der Etablierung des ZIK ultra optics wurden wichtige infrastrukturelle und organisatorische Rahmenbedingungen geschaffen, die Forschungsvorhaben unter Beteiligung der Friedrich-Schiller-Universität Jena, dem Fraunhofer Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik sowie den Unternehmen Robert Bosch und TRUMPF ermöglichten", so Prof. Dr. Andreas Tünnermann, Sprecher des ZIK ultra optics und Leiter des Fraunhofer-IOF.

Am 4. Dezember wird die Jury entscheiden, welches der drei nominierten Teams den Zukunftspreis 2013 erhalten wird.


Weitere Informationen zum ZIK ultra optics finden Sie hier.