Qualitätssicherung 4.0 – System zur adaptiven automatisierten Qualitätskontrolle im Produktionsprozess – Berlin

Mensch und Maschine kooperieren, um die Vorteile der visuellen und der automatisierten Prüfung in einem System zu kombinieren.

Ein wichtiges Teilgebiet der „Industrie 4.0“ ist die Qualitätssicherung. In der Automobilindustrie werden Bauteile heute noch häufig visuell durch den Menschen geprüft. Diese Arbeit ist oft monoton und die Bewertungsergebnisse schwanken je nach Prüfer und Prüfzeitpunkt.

Doch auch ein vollautomatisiertes Messsystem ist – so stellen es viele Unternehmen immer häufiger fest – nicht das Allheilmittel. Das Erfahrungswissen der Prüfer lässt sich nur sehr aufwändig oder gar nicht in ein Softwareprogramm übertragen. Zudem sind diese Systeme nicht flexibel genug, wenn neue Fehlerereignisse oder andere Störungen auftreten.

Im Innovationsforum Qualitätssicherung 4.0 wird ein neuer Ansatz verfolgt, der dieses Dilemma auflösen kann. In einer Mensch- Maschine-Kooperation werden die Stärken der visuellen und der automatisierten Qualitätsprüfung kombiniert. Die technische Grundidee dabei ist, dass die Prüfer das Messsystem auf der Basis ihrer Fehlerbeurteilung und in Verbindung mit eindeutig zugeordneten Kamerabildern des Bauteiles rechnerunterstützt und kontinuierlich anlernen. Bei der Umsetzung profitieren die Netzwerkpartner von der dynamischen Entwicklung der Informationstechnologie. So wird es möglich sein, eine große Menge von Daten und Informationen effizient zu verarbeiten.

Ziele

Im Zentrum dieses Innovationsforums steht der Aufbau von Bündnissen. Auf Seiten der Wissenschaft und der Wirtschaft sowie branchenübergreifend sollen sowohl Technologiepartner als auch potenzielle Anwender gewonnen werden.

Das Innovationsforum soll deshalb

  • geeignete Experten und Entwicklungspartner identifizieren, damit die gesamte Prozesskette abgebildet werden kann,
  • interessierte Anwender im Automobilbau sowie in anderen Branchen finden und
  • weitere neue Anwendungsfelder der Innovationsidee erschließen.

Wissen

Das Innovationsforum ist eine Initiative der inpro Innovationsgesellschaft für fortgeschrittene Produk-tionssysteme in der Fahrzeugindustrie mbH in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk für innovative Fahrzeugkonzepte (NiF).

inpro verfügt über Kompetenzen in der Produktionsprüftechnik in Kombination mit dem aus zahlreichen Industrieprojekten gewonnenen fundierten Know-how zu Qualitätssicherungsprozessen im Fahrzeugbau. inpro ist Projektkoordinator und versteht sich dabei als Vermittler zwischen der Automobilindustrie und regionalen KMU.

Das Netzwerk für innovative Fahrzeugkonzepte (NiF) hat sich die Förderung neuer, innovativer Mobilitätskonzepte zum Ziel gesetzt. Dabei wird eine branchenübergreifende Sichtweise zwischen Automobilbau, Luft- und Raumfahrttechnik, Schienenfahrzeugbau und Medizintechnik angestrebt.

Starke Unterstützung bekommen die beiden Partner aus einem Netzwerk von Instituten und Forschungseinrichtungen sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen der Qualitätssicherung und der Kommunikations- und Softwaretechnologie besonders aus der Region Berlin-Brandenburg.

Die Region

Berlin ist bereits jetzt digitale Hauptstadt Europas. Mit einer großen Dichte von universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Universitäten, gut ausgebildeten, erfahrenen Akteuren sowohl in der produzierenden Industrie als auch in der IT-Wirtschaft und einer hohen Attraktivität für junge Generationen mit kreativen und innovativen Ideen hat Berlin die Chance, mit dem Wandel zur Industrie 4.0 ein eigenes Profil zu entwickeln und sich als attraktiver und kompetenter Innovationsstandort zu etablieren.

Kontakt

inpro Innovationsgesellschaft für fortgeschrittene Produktionssysteme in der Fahrzeugindustrie mbH
Dr.-Ing. Uwe Kaschka (Projektleiter)
Steinplatz 2
10623 Berlin
Tel.: 030 39997-118
Fax: 030 39997-117
E-Mail: uwe.kaschka[at]inpro.de
Internet: http://q40.inpro.de

Das Innovationsforum Qualitätssicherung 4.0 findet am 12. November 2015 in Berlin statt.

Eine Fördermaßnahme des BMBF in Zusammenarbeit mit dem Land Berlin.

Berichterstattung aus dem "Blickpunkt" finden Sie hier.