MagnetSep – Magnetische Beeinflussung von Schmelzen und Lösungen – Dresden

Hochtechnologien benötigen zunehmend Metalle, Halbleiter und Seltene Erden. Elektromagnetische Felder eröffnen hier neue Möglichkeiten zur Entwicklung innovativer Separationsverfahren für die Trennung von Materialgemischen zur Bereitstellung dieser wichtigen Ressourcen.

Die Gewinnung und die Veredlung von Rohstoffen sowie das Recycling von Materialien spielen für die Versorgung unserer einheimischen Wirtschaft eine immer bedeutendere Rolle. So wird bereits heute der Bedarf an Nichteisenmetallen zu ca. 50 % aus Altmetall gedeckt. Darüber hinaus besteht aufgrund der Notwendigkeit des Recyclings von Elektronikabfällen der Bedarf an geeigneten Technologien zur Stofftrennung.

Elektromagnetische Felder ermöglichen eine kontaktlose Separation von Materialgemischen unter Nutzung von Unterschieden in den magnetischen oder elektrischen Materialeigenschaften. Im Raum Dresden/Freiberg gibt es eine Reihe wissenschaftlicher Institute, die bereits vielversprechende Ansätze für eine erfolgreiche Anwendung elektromagnetischer Methoden zur Prozesskontrolle und Materialverarbeitung entwickelt haben.

Das Innovationsforum bündelt die Aktivitäten zur elektromagnetischen Separation und bildet den Ausgangspunkt für die Zusammenarbeit von Forschung und Industrie zur Entwicklung entsprechender industrieller Lösungen. Durch das Zusammenwirken der Akteure aus Wirtschaft, Forschung und öffentlicher Hand sollen diese innovativen Technologien Eingang in die Wertschöpfungsketten finden.

Ziele

Die Beherrschung und Optimierung von Separationsprozessen ist eine entscheidende Grundlage, um effiziente Technologien für die Schonung von wertvollen Ressourcen zu entwickeln.

Ziele sind:

  • Schaffung eines nachhaltigen Netzwerkes von Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft
  • Ideenfindung zur Weiterentwicklung von Technologien und deren Anpassung an industrielle Anwendungen
  • Analyse von Potentialen, Produktideen und Rahmenbedingungen in den jeweiligen Anwendungsfeldern
  • Formulierung des notwendigen FuE-Bedarfs und Priorisierung von Anwendungen nach wirtschaftlicher Attraktivität
  • Bildung eines Konsortiums zur Erarbeitung und Umsetzung einer Verwertungsstrategie

Durch die Bündelung und Verknüpfung aller Kompetenzen will das Innovationsforum strategische Allianzen regionaler und überregionaler Partner aus Industrie und Wissenschaft schaffen, um das ökonomische Potential der magnetischen Separation zu erschließen.

Wissen

Initiatoren des Innovationsforums sind das Institut für Fluiddynamik (IFD) und das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR). Das HIF hat das Ziel, innovative Technologien für die Wirtschaft zu entwickeln, um mineralische und metallhaltige Rohstoffe effizienter bereitzustellen sowie umweltfreundlich zu recyceln. Am IFD werden elektromagnetische Verfahren entwickelt, um Prozesse rund um Metallurgie, Metallguss, Kristallzüchtung und Elektrochemie hinsichtlich einer Erhöhung von Produktqualität und Energieeffizienz zu optimieren.

Das HZDR ist eng mit regionalen Forschungspartnern, aber auch industriellen Anwendern vernetzt. Die Zusammenarbeit mit der TU Dresden, der TU Bergakademie Freiberg, dem IFW Dresden und den Fraunhofer-Instituten im Raum Dresden sowie mit namhaften deutschen Unternehmen bündelt exzellentes Know-how auf den Gebieten Verfahrenstechnik, Materialwissenschaft, Chemie und Magnetofluiddynamik.

Das Innovationsforum stellt eine enge Verbindung her zwischen diesem starken regionalen Forschungsverbund und der Wirtschaft.

Die Region

Mitteldeutschland mit den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist eine der innovativsten Wirtschafts- und Kulturregionen in Europa. Die Region verfügt traditionell über eine exzellente Forschungsinfrastruktur in den Bereichen Energie, Umwelt und Chemie. Gut vernetzte kommunale Dienstleister sowie eine solide Basis an kleinen und mittelständischen Unternehmen im Chemie- und Anlagenbau, bei Entsorgung und Energie bieten ideale Voraussetzungen, um neue Technologien und Wertschöpfungsketten zu entwickeln und zur Marktreife zu führen.

Kontakt

Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf e. V.
Dr. Gunter Gerbeth
Direktor Institut für Fluiddynamik
Bautzner Landstraße 400
01328 Dresden
Tel.: +49 0351 260-3480
Fax: +49 0351 260-3440
E-Mail: g.gerbeth[at]hzdr.de

Eine Fördermaßnahme des BMBF in Zusammenarbeit mit dem Land Sachsen.

Die Abschlussveranstaltung des Innovationsforums MagnetSep findet am 19./20. April in Dresden statt.

Aktuelle Berichterstattung aus dem "Blickpunkt" finden Sie hier.